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Bad Earth 6: Insel im Nichts, Alfred Bekker (Buch)

Bad Earth 6
Alfred Bekker Insel im Nichts
Titelillustration: Arndt Drechsler
Zaubermond Verlag ,2006, Hardcover, 252 Seiten, 13.95 EUR

Von Carsten Kuhr

Alfred Bekker hat in der Fortschreibung der Abenteuer um John Cloud & Co die Aufgabe übernommen, über das weitere Schicksal der Menschheit zu berichten.
A
Im letzten Band mussten wir erleben, wie der Transitionssprung der Rubikon in die Nachbargalaxie Andromeda zur Katastrophe führte. 200 Jahre sind in einem Sekundenbruchteil vergangen, eine Zeit, in der viel passieren kann.
Scobee hat sich von der Rubikon und Cloud getrennt, und versucht an Bord eines der Raumschiffe der Gloriden die heimatliche Milchstraße zu erreichen. Mitten in der Leere zwischen den Galaxien stoßen sie auf ein schwarzes Loch, mit einer dieses umkreisenden Raumstation. An Bord treffen sie nicht nur auf die anorganischen Jay' nac, sondern auch auf eine alte Gegnerin. Die gealterte Foronin Siroona berichtet Scobee von dem weiteren Schicksal des einstigen Herrschervolkes.
Während Sobek sich, die Rubikon verfolgend vor gut hundert Jahren nach Andromeda aufgemacht hat, vernichtet ein Angriff einer bis dato unbekannten Macht alle auf Elektrizität beruhende Zivilisationen der heimatlichen Milchstrasse. Scheinbar sind die Menschen und alle anderen Machtblöcke ausgelöscht, doch wer steckt hinter dem Angriff, und was ist das Ziel?


Alfred Bekker erzählt eine durchaus kurzweilig zu lesende Geschichte. Während er uns in der ersten Hälfte des Romans zunächst von der Reise Scobees in Richtung heimatlichen Milchstraße berichtet, wendet sich in der zweiten Hälfte des Buches das Interesse ganz den Foronen zu.
Hier gelang es ihm, mich für seine Handlung einzunehmen. Geschickt baut er seine einander misstrauisch gegenüberstehenden Parteien innerhalb der Foronen auf, berichtet uns von den jeweiligen Machtansprüchen der Mitglieder des Siebenerrats. Sie, die Mächtigsten der Mächtigen attackieren sich nicht offen, doch unterschwellig lauert jeder nur auf eine Blöße des Gegenüber, um seine eigene Machtposition zu verbessern.

Zwar ist dies alles nicht unbedingt neu, uns erwarten eher altbekannte Versatzstücke der Heftromanserien, aber der Text liest sich einfach flüssig und interessant. Natürlich sind derartige Schilderungen uns aus allen Heftserien geläufig, auch die Idee die riesige Entfernung zwischen den Milchstraßen durch das Aneinanderkoppeln mehrerer Raumschiffe gab es bereits bei „Ren Dhark“. Aber die Mischung stimmt, der Wiedererkennungswert hält sich mit der Faszination der berichteten Geschehnisse die Waage, die Personen sind interessant geschildert, die Ereignisse letztlich zwar vorhersehbar, aber in den Einzelheiten immer noch fesselnd. Hier merkt man einfach, dass Bekker in den letzten Jahren bei seinen Engagements bei „Ren Dhark“ und Co viel Erfahrung sammeln konnte, und mittlerweile zu einem Routinier avanciert ist. Stilistisch solide unterhält Bekker seine Leser fesselnd, setzt neue Pflöcke für die weitere Handlungsfortführung und weckt Appetit auf die Fortsetzung.

hinzugefügt: June 29th 2006
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Zaubermond
Hits: 2213
Sprache: german

  

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