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Prinzessin Kayuga 1 (Comic)

Prinzessin Kaguya 1
Text & Zeichnungen: Reiko Shimizu
Aus dem Japanischen von John S.
Panini/Planet Shojo, Taschenbuch, 208 Seiten, 5,00 EUR, 3-89921-671-7

Von Irene Salzmann

Die burschikose Akira Okada verbringt als Adoptiv-Tochter einer Malerin keine besonders glückliche Kindheit. Besonders bedrückt sie, dass sie ein Findelkind ist und keine Erinnerung an die Zeit vor ihrem fünften Lebensjahr besitzt.
Eines Nachts dringen zwei Jungen in das Anwesen der Familie ein und entführen Akira. Diese beiden und einige andere Jugendliche haben dieselbe Vergangenheit wie Akira: Sie wurden auf einer Insel in aller Abgeschiedenheit groß gezogen, um später der Mondprinzessin Kaguya geopfert zu werden. Einigen von ihnen gelang die Flucht, doch noch jedes der älteren Kinder starb unmittelbar nach seinem 16. Geburtstag auf grauenhafte Weise.
Dieses Stichdatum ist nicht mehr fern für Akira, Yui und Midori, sowie für die anderen, die sich für das Underground Camp der Armee beworben haben, das sich auf jener mysteriösen Insel befindet. Sie alle hoffen, dort dem Geheimnis um das Ritual auf die Spur zu kommen und ihrem nahenden Tod entrinnen zu können.
Midori will dieser phantastischen Geschichte keinen rechten Glauben schenken, denn er hat ganz andere Sorgen. Aber Yui zuliebe reist auch er ins Camp…

„Prinzessin Kaguya“ ist ein Fantasy-Manga für Leserinnen ab 13. Reiko Shimizu greift die Sagen über die Mondprinzessin und das Kind im Bambus auf und verbindet die Motive mit einer spannenden Handlung, die in der Gegenwart angesiedelt ist.
Die Protagonisten sind alle im ungefähren Alter der Leser, sympathisch, gutaussehend und ungewöhnlich, d.h. mit besonderen Fähigkeiten ausgestattet, die es ihnen ermöglichen, sich auch in einer schwierigen Situation zu behaupten. Dabei handelt es sich keineswegs um Superkräfte, vielmehr sind alle überdurchschnittlich intelligent, sportlich, mutig und ihrem Alter weit voraus.
Neben Action und einer Portion Humor bietet die Geschichte eine romantische Dreiecksbeziehung: Akira-Yui-Midori. Bindungen zwischen rein männlichen, weiblichen und heterosexuellen Paaren werden angedeutet, doch gibt es keine Szene, in der mehr als ein Kuss gezeigt wird. „Prinzessin Kaguya“ ist ein Shojo-Manga mit Shonen-Ai-Elementen, gehört aber nicht zu den Boys Love-Reihen wie „Kizuna“, „Araiser Rika“, „Boku No Suki Na Sensei“ u.a.
Ein Teil der Geheimnisse um die Herkunft der Jugendlichen wird bereits in diesem Band durch Rückblenden gelüftet. Es verbleiben jedoch noch genügend Rätsel für die nächsten Episoden, darunter auch die Tragödien der Einzelcharaktere. Nicht nur Midori verbirgt etwas vor seinen Freunden; auch die anderen haben Probleme und mehr oder minder dunkle Flecken in ihrer Vergangenheit, von denen die anderen nichts wissen dürfen. Auf diese Weise wird die Handlung vielschichtig, und die Charaktere gewinnen an Individualität.
Der Stil ist typisch Shojo, d.h., es wird mit feinem Strich gezeichnet. Hauptmotiv sind die Personen, die (nicht übertrieben) große, glänzende Augen haben. Dynamische Szenen sind eher die Ausnahme, es wird viel geredet, nachgedacht, Emotionen werden gezeigt. Die Hintergründe sind recht sparsam; es wird viel mit Rasterfolie gearbeitet.

Leserinnen, die hübsche Bilder und romantische Fantasy schätzen, sollten einen Blick in diese neue Serie werfen.

hinzugefügt: July 17th 2004
Tester: Guido Latz
Punkte:
Hits: 2437
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