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Douglass, Sara: Im Zeichen der Sterne 1 - Die sterblichen Götter Tencendors (Buch)

Sara Douglass
Die sterblichen Götter Tencendors
Im Zeichen der Sterne 1
(Sinner)
Aus dem australischen Englisch übersetzt von Hannes Riffel und Sara Schade
Titelillustration John Howe
Piper Paperback, 2006, 637 Seiten, 16,90 EUR, ISBN 3-492-70041-1

Von Carsten Kuhr

Sara Douglass hat mit Ihrer Trilogie „Unter dem Weltenbaum“ (dt. in 6 Bänden bei Piper) für Aufsehen gesorgt. Der Geschichte um Axis, Ashure und Faraday wurden die Weihen einer Hardcoverausgabe verliehen, die Romane, obzwar weitestgehend dem gängigen Fantasy-Schemata folgend, erreichten eine beigeisterte Fangemeinde. Was lag da näher, als eine Fortsetzung zu verfassen.
Nun versucht Douglass Fehler anderer Autoren, die sich selbst schamlos plagiieren und eine eigentlich abgeschlossene Geschichte fortsetzen, zu vermeiden. So beginnt sie ihre Handlung rund 40 Jahre nach dem Finale der ersten Trilogie.

Das Reich der Menschen ist in zwei Teile aufgespalten. Zared, Prinz des Nordens regiert mit weiser, gerechter Hand über sein Reich. Prinz Askam, der über das andere Teil der menschlichen Hegonomie herrscht, hat keine so glückliche Hand. Überhöhte Steuern und sein Missmanagement haben die Ländereien heruntergewirtschaftet. Eine Rettung verspricht nur eine Vereinigung beider Reiche unter einer Hand. Eine Vermählung der beiden Königsgeschlechter wird in Erwägung gezogen, doch der Rat der Völker lehnt den Vorschlag ab. Der verbitterte Zareb entführt seine Braut, ein Bürgerkrieg ist die Folge. Damit nicht genug, lauert hinter dem Sternentor weiteres Ungemach ...


Vorausgeschickt darf ich erwähnen, dass auch Leser, die die ersten Trilogie nicht kennen sich ohne Probleme in der Handlung zurechtfinden werden. Zwar tauchen Personen der ersten Trilogie am Rande auf, doch Douglass Augenmerk liegt auf neuen Handelnden.

Ebenso wie in der ersten Saga verwöhnt uns die Autorin wieder mit exotischen Handlungsorten, und offen oder verdeckt geführten Machtkämpfen.
Deutlich anders gewichtet wurde diesmal aber der, nennen wir es romantische Anteil des Romans. Wesentlich stärker betont als in der ersten Trilogie stehen diesmal die Leidenschaften, die Gefühle im Vordergrund. Das Buch liest sich über weite Strecken dann auch mehr wie ein Liebesroman, als wie ein spannender Fantasy-Plot. Dabei wird sie an einigen Stellen dann doch sehr klischeehaft - stattliche, stolze und leidenschaftliche Männer auf der einen, betörende, duldsame Frauen auf der anderen Seite erwarten den Leser. In den leider recht wenigen Szenen, in denen Douglass sich von diesen Klischees löst, wird die Handlung dann richtig spannend, ansonsten aber verlor ich leider ein wenig das Interesse an dem Handlungsfortschritt. Dabei hat die Autorin ihre alten Stärken nicht vergessen. Doch blieb der Plot zu vorhersehbar, zu abgegriffen, um mich wirklich an die Seiten zu fesseln.

Sara Douglass legt mit diesem Auftaktband einen Roman vor, der als Zielgruppe eher eine weibliche Leserschaft anpeilt und zu wenig wirklich Neues für seine Leser bereithält.

hinzugefügt: April 12th 2006
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Piper Verlag
Hits: 2044
Sprache: german

  

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