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Verflucht (DVD)

Verflucht
(Curded)
DVD

USA 2004, Regie: Wes Craven, Drehbuch: Kevin Williamson, Kamera: Robert MacLachlan, Musik: Marco Beltrami, mit Christina Ricci, Joshua Jackson, Jesse Eisenberg u.a.

Von Guido Latz

Vorweg: Buena Vista hat sich nicht gescheut, den irreführenden Slogan "unzensierte Fassung" auf das Cover zu drucken.
Nicht nur, dass der Film in den deutschen Kinos ebenso uncut lief, wie er jetzt auf DVD vorliegt: wenn jemand in Deutschland schneidet, dann die Verleiher selbst. Hier dem Kunden vorzugaukeln, er würde mit dem Kauf der von Wes Craven bereits so geschnittenen Fassung etwas anderes, besseres erhalten als früher vielleicht ist schon mehr als dreist.

Aber was wollte man auch anderes machen? Dem Film eilt nicht gerade ein guter Ruf voraus.
Und in der Tat hat sich das Gespann Williamson/Craven diesmal einen bösen Schnitzer geleistet: ein belangloses, überflüssiges und selten langweiliges Machwerk, das man eher von Studios die ansonsten in der immer gleichen Tiefgarage drehen, wird einem hier geboten.

Ellie und Jake, ein Geschwisterpaar, werden während einer nächtlichen Autofahrt in einen Unfall verwickelt in deren Verlauf die beiden und ihr sie begleitender Hund vom Wolfskeim infiziert werden. Fortan versuchen sie, vor allem Ellie und Jake sind hier gemeint, sich gegen die Kräfte des Bösen zu stemmen und den Fluck zu lösen - dafür müssen sie aber den Urheber ausfindig machen. Gar nicht so einfach, wo sich doch gleich mehr als ein Werwolf ihnen im Laufe der Zeit offenbart.

Auf das Konto von Wes Craven gehen Klassiker wie "Nightmare - Mörderische Träume" (1984) oder "Scream" (1996). Kevin Williamson schrieb das Drehbücher zu "Ich weiß, was Du letzten Sommer getan hast" (1996). Beiden darf man attestieren, dass sie hier offenbar nicht wussten, was sie taten.
Eine solche "Qualität" des Endprodukts erwartet man von Videopremieren, nicht aber bei Kinoproduktionen von Personen, die schon mehr als einmal gezeigt haben, dass sie gute Arbeiten abliefern können.
Das Problem ist dabei noch nicht einmal das endgültige Drehbuch, also die Abfolge des Geschehens, wie man sie am Ende zu Gesicht bekommt. Probleme beim Dreh hin, Neu- und Umbesetzungen her: die Art und Weise, wie das Ergebnis sich präsentiert, von der Auswahl der Darsteller die praktisch alle fehlbesetzt wirken (Christina Ricci und Jesse Steinberg sind Totalausfälle) bis zu Frage, die sich der Zuschauer stellt: wann wird es spannend? Wann wird es gruselig? In zwei, drei Szenen geht Craven hart zur Sache - das hat aber rein gar nichts mit der Story zu tun, ist nur ein aufgesetztes "Schaut her, das kann ich auch".
Was bleibt ist ein mehr als hinter den Erwartungen zurück gebliebenes Ergebnis, das sich nicht wirklich so nennen darf. Ein Stückwerk des Genres, das besser nicht hätte gedreht werden sollen.


Bild und Ton des Films auf der DVD sind, wie nicht anders zu erwarten, top. darüberhinaus bietet die DVD rund eine Stunde Featurettes und Makin ofs, die ich dann nur noch im Schnelldurchlauf gesehen habe; nach einem Film dieser Kategorie passt es dann einfach nicht zu sehen, wie toll doch während der Dreharbeiten alles lief, wie die Effekte zustande kamen und wieso es für den US-Markt unterschiedliche Fassungen gab - was letztlich egal ist, da auch die PG13-Fassung sicher nicht besser sein dürfte.


DVD-Facts: Bild: 2,40:1 (anamorph / 16:9), Ton: deutsch (Dolby Digital 5.1), englisch (Dolby Digital 5.1), Untertitel: englisch, deutsch, englisch für Hörgeschädigte

DVD-Extras: verschiedene Making ofs (ca. 1 Stunde Laufzeit)

hinzugefügt: January 1st 2006
Tester: Guido Latz
Punkte:
Hits: 2095
Sprache: german

  

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