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Barclay, James: Die Chroniken des Raben 4 - Himmelriss (Buch)

James Barclay
Die Chroniken des Raben 4 - Himmelriss
(Noonshade Part 2)
Aus dem Englischen übersetzt von Jürgen Langowski
Titelillustration Jakob Werth
Heyne, Taschenbuch, 384 Seiten, ISBN 3-453-53061-6

Von Carsten Kuhr

In der zweiten Hälfte des Mittelbandes der Rabentrilogie erwartet den Leser wiederum eine Mischung von gängigen Sword & Sorcery-Elementen in einer weiterhin diffus bleibenden Welt.

Unsere Krieger wurden von den Drachen, die den Zugang zu ihrer Welt bewachen, auserwählt das Dimensionstor, das sich in ihrer Welt geöffnet hat wieder zu schließen. Um das Eindringen von wilden Dämonenbanden und herrschsüchtigen Drachenfamilien zu verhindern suchen sie aber zunächst einmal weiter nach den verschollenen Zaubersprüchen um ihre Aufgabe überhaupt in Angriff zu nehmen. Die Invasion des Landes durch die wilden Barbarenstämme erschwert ihre Rettungsmission. Trotz aller Widerstände gelingt es ihnen in die Dimension der Drachen zu gelangen, um den Riss zu flicken - doch hier erwartet sie zunächst nur ein weiterer Kriegsschauplatz.

Bleiben die gebotenen, mannigfaltigen Schlachtengemälde ganz im Bereich des Gewohnten, so zeichnen sich die Romane von James Barclay darüber hinaus durch ungewöhnliche Figuren aus. Die von ihm geschaffenen Protektoren, die die Seelen Toter beherbergen, wussten mich besonders zu faszinieren. Was muss in diesen scheinbar unüberwindlichen Kriegern, die geistig mit allen anderen Protektoren permanent in Kontakt stehen, und trotz aller Fähigkeiten nicht frei sind, nicht alles vorgehen. Die Einsamkeit, trotz und gerade durch die Verbindung mit ihren Artgenossen treibt sie dazu nach ihrem Platz in der Welt zu suchen. Die Magie aber, die sie an den Leiter der Konklave bindet hindert sie daran, hier aktiv zu werden. Eine geniale Idee, voller Tiefe und leider ungenutztem Potential.

Ebenso gelungen fand ich die Darstellung der Freundschaft zwischen dem Werwolf und seinem Kampfpartner. Hier vermochte es der Autor mich förmlich die Hingabe, aber auch die Verzweiflung angesichts des Todes seines Gefährten nachfühlen zu lassen.
Immer wieder einmal blitzt das vorhandene Talent Barclays zu erzählen auf, bevor es dann in der Schilderung weiterer Gemetzel versinkt. Hätte er doch seinen Schwerpunkt ein wenig mehr auf die Zeichnung seiner wahrlich nicht uninteressanten Personen und deren Beziehung zueinander gelegt, die Trilogie hätte das Potential gehabt wirklich zu überzeugen.
So aber bleibt dem Leser eine Aneinanderreihung von Kampf- und Schlachtszenen, die in ihrer Massierung ermüden.

hinzugefügt: October 14th 2005
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Heyne Verlag
Hits: 2165
Sprache: german

  

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