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Kurimoto, Kaoru: Im Auge des Leoparden - Die Guin Saga 1 (Buch)

Kaoru Kurimoto
Im Auge des Leoparden
Die Guin Saga 1
(Hyoto no Kamen)
Aus dem Japanischen unter Verwendung der amerikanischen Übersetzung übertragen von Norbert Stöbe
Titelillustration Mauritius
Blanvalet, Taschenbuch, 285 Seiten, 7,95 EUR, ISBN 3-442-24323-8

Von Carsten Kuhr

Mangas, ein Wort, dass die Augen der meist jugendlichen Anhänger aufleuchten und die Herzen der Kaufleute in den Verlagen höher schlagen lässt. Mangas sind angesagt, sind Kult. Und das bedingt natürlich, dass entsprechende Novelisations mehr und mehr publiziert werden. Nun hat auch Blanvalet das Segment für sich entdeckt, und mit Kurimotos Epos einen entsprechenden Zyklus begonnen. Erwähnenswert ist hierbei, dass die Übersetzung nicht vom Japanischen Original erfolgte, sondern auf der Übertragung des Originals ins Englische fußt.

Geboten wird eine actionlastige Geschichte, die sich zumindest im vorliegenden ersten Band wohltuend kurz und in einem sehr lesefreundlichen großen Satzspiegel präsentiert.

Guin, ein gewaltiger, riesenhafter Krieger weiß nicht wer er ist, oder woher er kommt, als er im verwunschenen Wald auf die Zwillinge Rinda und Remus stößt. Die beiden werden als einzige Überlebende der königlichen Familie von Parros von den Horden des schwarzen Grafen gejagt. Zusammen mit Guin, der eine nicht abnehmbare Leopardenmaske trägt, werden sie gefangen genommen und in der Feste des Grafen eingekerkert. Als die kleinwüchsigen Sem-Barbaren die Festung angreifen drohen sie zusammen mit ihren Häschern unterzugehen.


Fangen wir mit dem Positiven an. Es passiert jede Menge in diesem Roman. Geheimnisse werden enthüllt, es gibt Kämpfe en masse, dunkle Zauber und edle Taten tragen zur temporeichen Erzählung bei.
Wer von einem Fantasy-Roman nicht mehr erwartet, als eine Aneinanderreihung von Schlachten-Szenen, der wird mit diesem Buch glücklich werden.
Wer aber ein wenig mehr von seiner Lektüre erhofft, der wird enttäuscht sein. Die Charaktere sind platt wie ein Blatt Papier. Die heldenhaften Thronerben auf der Flucht, der unüberwindliche Krieger ohne Erinnerung an seine Vergangenheit, die bösen Häscher, die sie verfolgen – abgegriffene, ausgelutschte Themata ist da noch geschmeichelt. Die Handlung in sich ist unlogisch, voll von Brüchen, und die Welt in der der Roman angesiedelt ist allenfalls rudimentär dargestellt.

Genau so, sollte Fantasy eigentlich nicht aussehen.
Wo bleibt der Zauber einer anderen, einer glaubwürdig kreierten Welt, wo Figuren die uns ergreifen, wo ein faszinierendes Setting, das unsere Phantasie beflügelt? Wo eine Handlung, die uns ein wenig anders daherkommt, die wir nicht schon hundertfach gelesen haben? Hier zumindest sucht man nach derartigen Elementen vergebens. Das Beste was man über diesen Roman sagen kann ist, dass er zumindest kurz ist.

hinzugefügt: October 4th 2005
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Blanvalet Verlag
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