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Preston, Douglas & Child, Lincoln: Relic - Museum der Angst (Buch)

Preston, Douglas & Child, Lincoln
Relic – Museum der Angst
Knaur Verlag, Taschenbuch, 559 Seiten, 8,90 EUR, ISBN 3426603586

Von Gunter Arentzen

Im Museum of Natural History in New York geht die Angst um. Bestialische Morde geschehen, die nicht nur die Besucher in Angst und Schrecken versetzen, sondern auch das Personal. Alle Menschen sterben auf die gleiche, grausame Art – ihnen wird der Kopf förmlich abgerissen, der Schädel geöffnet und das Gehirn entnommen.
Der Killer scheint unberechenbar. Meist schlägt er nachts zu, um sich danach in den alten, unübersichtlichen Keller des Gebäudes zurückzuziehen.
Nur allmählich kommen Polizei und Wissenschaftler dem Rätsel der Museumsmorde auf die Spur. Als dann aber während einer großen, feierlichen Eröffnung einer neuen Ausstellung eine weitere Leiche auftaucht, bricht Panik unter den geladenen Gästen aus. Die Situation eskaliert, denn noch immer ist der Mörder im Museum unterwegs.

Den beiden Autoren Douglas Preston und Lincoln Child ist mit diesem Roman ein Werk gelungen, welches den Leser über weite Strecken zu fesseln weiß. Sie spielen geschickt mit der Angst des Lesers, lassen ihn an besonders wichtigen Stellen „zappeln“ oder verschweigen auch mal Informationen, so dass man sich ständig fragt, was denn nun mit dieser oder jenen Person geschehen sei.
Leider hat das Buch einen recht deutlichen Nachteil – spätestens am Ende des Prologs ahnt man bereits, wie die Sache läuft, und diese Ahnung wird im Laufe der nächsten 500 Seiten zur Gewissheit. Mir schien es bei der Lektüre, dass dies auch den beiden Autoren gegen Ende klar wurde, denn erst der Epilog enthielt einen echten Aha-Effekt. So nach dem Motto: „Du, das ist aber arg vorhersehbar, Lincoln.“ „Stimmt, Douglas. Lass uns noch schnell einen Knüller reinbringen. Ha, ich hab da eine Idee …“
Der Knüller ist gelungen, doch leider deutet während des gesamten Bandes nichts darauf hin, und so kommt es dann zu überraschend. Auch die Endauflösung wird meinem Erachten nach etwas zu sachlich abgehandelt. Nachdem die Helden (während des gesamten Romans artig als solche zu erkennen) den Sieg über den Killer feiern, wird noch einmal jedes Detail besprochen. So, als ob es die Anwesenden nicht ohnehin schon wüssten, was sich zugetragen hat.
Wer es nicht weiß, ist der Leser, denn manche Details blieben während der Lektüre im Dunkeln. So muss er sie auf diese Art vor Augen geführt bekommen, was ihn in die Position des „kleinen Trottels“ bringt, der es einfach nicht kapiert hat. So, wie die lustigen Rollen in Thrillern. Das ist natürlich fatal, denn welcher Leser will schon der Trottel sein?
Auch wenn man die Auflösung im Grund zu kennen glaubt, wird der Roman doch nicht langweilig, da er mit spannenden „Action-Szenen“ gewürzt wurde. Die Flucht vor dem Killer, der düstere Keller – langweilig wird es nicht – trotz dem Wissen um das, was da hinter den Menschen herjagt. Dennoch blieb gerade wegen des belehrenden Schlusses und dem nachgeschobenen Aha-Effekt ein bitterer Nachgeschmack, den ich mir nach der Lektüre des Romans so nicht gewünscht hatte. Darum gibt es auch ganz klar Punktabzug. Das können auch blutige Szenen nicht ausgleichen, denn mit Blut und Gekröse wird nicht gegeizt. Für manche ein Pluspunkt, für andere das Gegenteil.

Fazit: Ein Buch, das man durchaus lesen kann, da es zu unterhalten versteht. Leider gibt es einige störende Dinge, die den Gesamteindruck trüben. Verfilmt wurde der Roman auch, und zwar mit Penelope Ann Miller und Tom Sizemore in der Hauptrolle.

hinzugefügt: June 20th 2005
Tester: Gunter Arentzen
Punkte:
zugehöriger Link: Knaur Verlag
Hits: 1711
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