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Sukkubus 1: Camilla (Comic)

Sukkubus 1
Camilla
(Succubes: Camilla)
Text: Thomas Mosdi
Zeichnungen und Fraben: Laurent Paturaud
Übersetzung: Tanja Krämling
Lettering: Bernd Koronsbein
Splitter, 2009, Hardcover, 48 Seiten, 13,80 EUR, ISBN 978--3-86869-086-6

Von Irene Salzmann

Frankreich während der Französische Revolution (1789 – 1799): Maximilien de Robespierre ist der mächtigste Mann der Revolutionsregierung, doch durch Maßnahmen, die allein seinen persönlichen Interessen dienen und die nicht mit den anderen Mitgliedern des Kabinetts abgesprochen wurden, bringt er seine Gesinnungsgenossen zunehmend gegen sich auf.
Treibende Kraft hinter Robespierre ist die schöne Camilla, die einem mysteriösen Frauen-Orden, der sich ‚die Töchter der Lilith’ nennen, angehört, dessen Geschichte bis ins frühe Ägypten zurückreicht. Die Treffen der beiden werden von den Angehörigen einer nicht minder geheimnisvollen Bruderschaft beobachtet. Es gelingt ihnen, Camilla nach einem Stelldichein gefangenzunehmen, aber das folgende Blutbad, hatten die Entführer so nicht geplant.
Unterdessen beschützt Robespierre die Leiterin des Ordens und verliert dadurch alles. Im Jahr 1793 hat die Revolution längst begonnen, ihre eigenen Kinder zu fressen. Der Konflikt zwischen der Bruderschaft und dem Orden ist damit jedoch nicht beigelegt, denn Camilla tritt an jemanden heran, der in Antibes im Gefängnis sitzt und nützlich für die Ziele ihrer Gruppe sein könnte …


„Camilla“, der Auftakt-Band der Serie „Sukkubus“, zieht die Blicke durch ein ansprechendes Cover auf sich. In düsterbraunen Tönen gehalten präsentiert es vor einem eher angedeuteten Hintergrund eine dämonische Schöne in transparenten Gewändern, die natürlich neugierig auf den Inhalt macht. Dieser hält zeichnerisch, was die Titelillustration verspricht.
Die Story liest sich etwas zäh, da sehr wenige Informationen gegeben werden und man bloß spekulieren kann, worauf die Handlung hinauswill. Als Setting dient Frankreich während der Französischen Revolution, die gerade ihre führenden Köpfe verliert, wodurch der Weg für das Kaiserreich unter Napoleon geebnet wird (1804). Die Handlungsträger gehören zwei Orden an, die offenbar schon seit Generationen verfeindet sind. Während die Bruderschaft im Dienste des Vatikans steht, gehen ‚die Töchter der Lilith’ auf altägyptische Priesterinnen zurück. Den Andeutungen lässt sich entnehmen, dass sie die Welt neu ordnen wollen mit üblen Folgen für Frankreich.
Die Französische Revolution und das Auftauchen historischer Persönlichkeiten verleiht der Geschichte eine interessante Note, wenngleich die ‚guten Brüder’ und die ‚bösen Schwestern’, die um die Macht rangeln, sehr klischeebelastet sind. Man wird ein, zwei weitere Bände abwarten müssen, um ersehen zu können, ob es so simpel bleibt oder ob mehr dahinter steckt – und ob sich „Camilla“ tatsächlich als „Sukkubus“ (wenn schon nicht als Vampir wie in LeFanus Gothic Novel) entpuppt und die Serie von Mystery zu Horror führt beziehungsweise ob der Titel eher als Metapher zu verstehen ist.

„Sukkubus“ 1 bietet einen spannenden Mix aus History und Mystery, Action und Erotik. Die Zeichnungen sind ansprechend, klar und stimmungsvoll koloriert. Die Protagonisten gaben erst wenige ihrer Geheimnisse preis, haben aber bewiesen, dass sie immer wieder für Überraschungen gut sind. Bleibt zu hoffen, dass sich der weitere Handlungsverlauf von den Klischees löst und den Lesern mehr bietet als dämonische Verführerinnen, die mal wieder vergeblich den Untergang der Männer planen und nebenbei Männer-Phantasien bedienen.

hinzugefügt: February 22nd 2010
Tester: Irene Salzmann
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