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Broken Trinity 1 (Comic)

Ron Marz, Phil Hester, Brian Edward Hill
Broken Trinity 1
Witchblade – Angelus - Darkness
(Broken Trinity FCBD, Broken Trinity 1 – 3, Broken Trinity: The Darkness 1, Broken Trinity: Angelus 1, Broken Trinity: Witchblade 1, Broken Trinity: Aftermath 1, 2009)
Aus dem Amerikanischen von Gerlinde Althoff
Titelillustration von Stjepan Sejic
Zeichnungen von Stjepan Sejic, Phil Hester, Jorge Lucas, Brian Stelfreeze u. a.
Panini, 2010, Paperback mit Klappenbroschur, 184 Seiten, 16,95 EUR

Von Irene Salzmann

Das Gleichgewicht jener antagonistischen Kräfte, die von Angelus und Darkness repräsentiert werden, ist in Gefahr, denn der Mafia-Boss Jackie Estacado hat Probleme, die ihm gegebene Macht der Finsternis zu nutzen. Angelus und ihre Heerscharen greifen ihn, während er in New York weilt, da er seine Tochter Hope sehen möchte, an, um ihn zu töten und anschließend eine neue Ordnung zu schaffen.
Hopes Mutter, die Polizistin Sara Pezzini, die sich die Macht der Witchblade, welche das Gleichgewicht zwischen Licht und Dunkelheit wahren soll, seit kurzem mit der Tänzerin Danielle Baptiste teilt, stellt sich schützend vor den schwerverletzten Jackie. Auch sie soll sterben, damit sie den Plänen von Angelus nicht länger im Wege steht.
Ungewollt wird außerdem der kleine Gangster Michael Finnegan in den Konflikt hineingezogen. Jackie hatte ihn angeheuert, ein wachsames Auge auf Sara und Hope zu haben, aber er flog sofort auf. Von einem Antiquitätenhändler erhielt er ein Amulett, das die Macht des Winterkönigs birgt und ihn in einen Eisriesen verwandelt. Sein Gegner ist ein gigantischer Feuerdrache, der nur ein Ziel kennt: den Winterkönig zu töten.
Es gibt 13 dieser magischen Artefakte/Kräfte, von denen nun fünf aufeinander treffen. Sie ziehen sich gegenseitig an, insbesondere jetzt, da die Trinität, bestehend aus Angelus, Witchblade und Darkness, zu zerbrechen droht. Wer von ihnen muss sterben? Und gibt es noch mehr tragische Opfer?


Das Crossover „Broken Trinity“ kann man recht problemlos ohne das Wissen um die bisherigen Geschehnisse in den Serien „Witchblade“ und „The Darkness“ lesen, wenngleich es sich empfiehlt, mit den Charakteren und ihrem Hintergrund vertraut zu sein.
Glücklicherweise konzentriert sich die Handlung auf wenige Hauptfiguren und erwähnt Nebencharaktere (Gretchen Fullmer, Patrick Gleason etc.), die für die laufenden Reihen wichtig sind, nur am Rande. Neu ist das Prinzip mit den 13 Artefakten, das sicher auch in Zukunft eine Rolle spielen wird, zumal mit ‚Funke’ und ‚Eis’ zwei weitere gegensätzliche Kräfte zu den bereits bekannten Protagonisten stoßen. So bleiben noch acht Objekte, von denen mindestens eines in bekannten Händen ruht, nämlich in denen der Magdalena.
Der Titel nimmt es vorweg: Die Trinität zerbricht, und für einen von ihnen wird es einen Nachfolger geben. Wann es soweit ist und welche Konsequenzen dies für die anderen Beteiligten hat, bleibt abzuwarten. Insofern werden zwar die vordergründigen Antworten und eine komplette Mini-Serie offeriert, zugleich aber die Weichen für neue Entwicklungen in allen betroffenen Titeln gestellt.
Der Handlungsaufbau ist sehr geschickt. Der Konflikt an sich wird im Wechsel mit den Hintergründen und Sichtweisen der Protagonisten vorangetrieben. Auf diese Weise lernt man die sich wandelnden Charaktere kennen, und der Höhepunkt wird hinausgezögert, ohne dass Längen auftreten. Zeichnerisch heben sich die Einschübe von der Haupthandlung ab – es sind mehrere Künstler involviert, die dem jeweiligen Charakter ihren Stempel aufdrücken.
Was gefällt, ist Geschmackssache, denn die Stile variieren von eher einfach und comichaft bis hin zu aufwändigen Kompositionen, die am PC erstellt wurden. Letztere mögen zwar am meisten beeindrucken, aber auch sie sind nicht frei von Schwächen, denn die Figuren in ihren Bewegungen wirken etwas hölzern, die Gesichter ähneln einander, ihre Züge sind manchmal leicht verschwommen.

„Broken Trinity“ ist ein spannendes, dramatisches Crossover, das Lust auf mehr macht. Positiv fällt auf, dass auch Gelegenheitsleser relativ leicht in die Handlung hineinfinden und es nicht notwendig ist, vorherige oder folgende Bände für das bessere Verständnis zu kaufen. Über den Stile-Mix kann man geteilter Meinung sein ..., und der leider verstorbene Michael Turner ist nach wie vor unerreicht.
Wie auch immer, für knapp 17,00 EUR bekommt man fast 200 Seiten unterhaltsamen Horror mit einer Menge hübscher Babes geboten. Die Handlung und die Charaktere können überzeugen – man wünscht sich mehr davon.

hinzugefügt: February 19th 2010
Tester: Irene Salzmann
Punkte:
zugehöriger Link: Panini
Hits: 1739
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