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Saintcrow, Lilith: Sündenpfuhl - Dante Valentine: Dämonenjägerin 4 (Buch)

Lilith Saintcrow
Sündenpfuhl
Dante Valentine 4
(Saint City Sinners)
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Katrin Mrugalla und Richard Betzenbichler
Titelillustration von Marin
Lyx, Januar 2010, Taschenbuch mit Klappenbroschur, 408 Seiten, 9,95 EUR, ISBN 978-3-8025-8297-4

Von Carsten Kuhr

Saugköpfe, Werwölfe, Hellesvront-Agenten und Dämonen sind los in Saint-City. Verfolgt von Höllenhunden, gefallenen Dämonenliebhabern und sämtlichen Kopfgeldjägern der Stadt macht Dante sich auf, den Mord an ihren Freunden aufzuklären und grausame Rache zu üben.
Zunächst scheint alles klar zu sein. Die ehemalige Dreckhexe und ihr Mann müssen von der Mafia ermordet worden sein, nachdem er ein wirksames Mittel gegen die Chili-Seuche entdeckt hat. Zuviel verdient die Mafia mit der Droge, als dass sie es sich erlauben könnten, diesen Markt so einfach aufzugeben.
Während Valentine sich voller Rachegefühle daran macht, die vermeintlich Schuldigen zu jagen, wird ihr Dämonenliebhaber, der erste Sohn Luzifers, von abtrünnigen Dämonen gefangengenommen. Als seine Hedaira, die gebundene menschliche Frau eines Gefallenen, hat dies auch Auswirkungen auf Valentine.
Dann aber kommt sie den wahrhaft Schuldigen auf die Spur - eine Spur, die mitten hinein in die besten, angesehensten Kreise der Stadt führt ...


Was sich in der Zusammenfassung recht kurzweilig anhört, das bietet sich bei der Lektüre leider lange nicht so spannend an, wie erhofft. Die ersten beiden Romane um die Nekromantin Dante Valentine und ihre Abenteuer in einer Zukunftswelt, die faszinierend vielfältig ausgestaltet wurde, bot rasante, fesselnde Unterhaltung. Voller Elan folgten wir unserer Heldin in ihrer Auseinandersetzung mit Werwölfen, Magiern, Vampiren und Hexen. Selbst ihre Götterwelt - nach dem Niedergang der altbekannten Religionen durch die Manifestierung des ägyptischen Götterpantheons spielt weder die christliche noch die moslemische Religion mehr eine große Rolle -- bot sich voller rasanter Kämpfe und mühsam errungenen Triumphen faszinierend an. Als Valentine Luzifer persönlich den Kampf ansagte, las sich dies noch leidlich überzeugend.

Schon im dritten Teil aber wurde der Handlungsansatz immer komplizierter und konstruierter, verlor der Plot zunehmend an innerer Überzeugungskraft. Vorliegend versucht die Autorin, sich hier wieder ein wenig zurückzunehmen, alte Stärken auszuspielen. Mit der Rückkehr nach Saint-City betritt ihre Protagonistin vertrautes Terrain, es wird wieder mehr direkt gefightet, der Actionfaktor deutlich erhöht. Im Grundsatz geht es darum, herauszufinden, wer und warum dieser die beiden Freunde unserer Heldin ermordet hat.

Doch auch dieses Mal baut Saintcrow ihre Handlung zu verschachtelt auf, bringt zuviele Parteien ins Spiel, ohne uns deren jeweilige Motivation ausreichend zu erklären. Spät, zu spät, lüftet sie Geheimnisse, macht deutlich, wer warum handelt, wer überhaupt alles involviert ist.

Für einen simplen Kriminalplot viel zu kompliziert aufgebaut, für einen Actionthriller mit zu vielen Brüchen belastet und für einen Urban-Fantasy-Titel sind die übernatürlichen Wesen zu unklar abgegrenzt, als dass die Autorin damit wirklich punkten könnte.
Das liest sich schlicht über weite Strecken verwirrend, so dass ein echter Lesefluss leider kaum aufkommt. Das Potential, das die Reihe unbestritten hat. wird negiert und nicht annähernd ausgeschöpft, so dass ich zumindest enttäuscht zurückblieb.

hinzugefügt: February 2nd 2010
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Lyx
Hits: 2304
Sprache: german

  

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