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Boom, Dirk van den: Tentakelsturm (Buch)

Dirk an den Boom
Tentakelsturm
Titelillustration von Christian Kesler
Atlantis, 2009, Paperback mit Klappenbroschur, 196 Seiten, 12,90 EUR, ISBN 978-3- 941258-06-8

Von Carsten Kuhr

Die Invasion der pflanzenförmigen Tentakel-Aliens hat das Sonnensystem erreicht. Die Kolonien der Menschen, die sogenannte Sphäre, wurden überrannt, die Siedler als Saatköpfe für die Heranzucht neuer Krieger der Flora-Intelligenzen ge- und missbraucht. Nun gilt es, die Erde selbst zu verteidigen.
Längst haben sich die Tentakel auf den äußeren Planeten festgesetzt, dort Brückenköpfe und Fertigungsanlagen gebildet und ihre gigantische Militärmaschinerie in Gang gesetzt.
Dies ist die Geschichte des letzten, verzweifelten Kampfes gegen die Invasion. Erneut stehen die bekannten Kämpfer im Mittelpunkt des Geschehens. Während sich Capitaine Jonathan Haark aufmacht, in einem Verzweiflungsangriff - einstmals auch unter der Bezeichnung Kamikaze-Einsatz bekannt - die Basis der Tentakel auf Uranus auszulöschen, hat Marechal Rahel Tooma die Kommandogewalt über die Abwehrschlacht des militärischen Oberkommandos in der Saharawüste unter sich. Dr. DeBurenberg schließlich ist zusammen mit seinem Bewacher und Kontaktoffizier Frazier auf die Thetis-Station auf dem Jupitermond Ganymed zurückgekehrt. Wird dem ebenso genialen wie spleenigen Wissenschaftler in letzter Sekunde noch eine Lösung zur Abwehr der Invasoren einfallen, oder hat die letzte Stunde der Menschheit geschlagen?


Drei Bände Military-SF aus deutschen Landen liegen hinter den Lesern. Drei Bände, die bewiesen haben, dass auch die Verfasser deutscher Zunge spannend, dramatisch und voller rasanter Action zu erzählen wissen, und sich wahrlich nicht vor ihren angloamerikanischen Vorbildern verstecken müssen.
Dass die Trilogie nicht bei einem der großen Publikumsverlage, sondern im Rahmen einer der umtriebigen Kleinverlage erschien, ist sicherlich dem regelrechten Absturz der SF generell zuzuschreiben. Kaum einer der Verlage pflegt noch eine durchgängige Reihe, in der auch deutschsprachige Autoren ihre Chance bekommen könnten.
Fantasy und Romantikbeißer allüberall, die wenigen SF-Titel, die bei den Großen überhaupt noch erschienen, tragen bekannte Namen, die einen kalkulierbaren Absatz versprechen. Nicht umsonst hat Heyne mit dem “Liaden”-Zyklus von Sharon Lee & Steve Miller eine der wenigen SF-Reihen, die diese noch laufen hatte, mittlerweile eingestellt. Zu gering scheint der Leserzuspruch, um hier auf dem knapp kalkulierenden Markt noch bestehen zu können. Buch 4 erscheint folgerichtig im Atlantis Verlag.

Dabei beweist van den Boom, dass er schreiben kann. Stilistisch gefällig, inhaltlich packend und -endlich einmal - mit einem glaubwürdigen Finale ausgestattet, erwarten den Leser drei Bände voller überzeugend realistisch beschriebener Kämpfe und jeder Menge dramatischer Wendungen. Das braucht sich vor den Werken eines John Ringo oder eines Timothy Zahn wahrlich nicht zu verstecken, ja schlägt dessen “Eroberer”-Zyklus sowohl in der handwerklichen wie auch in inhaltlicher Hinsicht locker.

Wer also auf spannende Weltraumkämpfe steht, wer sich an der Beschreibung militärischen Kommandounternehmungen erfreut, der ist bei van den Boom und seinen Tentakeln gut aufgehoben.

hinzugefügt: October 2nd 2009
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Atlantis
Hits: 2233
Sprache: german

  

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