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Albatros 2: Der böse Blick (Comic)

Albatros 2
Der böse Blick
(Albatros: Mauvais Ceil)
Text & Artwork: Vincent
Übersetung: Tanja Krämling
Lettering: Delia Wüllner-Schulz
Splitter, 2007, Hardcover, 48 Seiten, 12,80 EUR, ISBN 978-3-939823-86-5

Von Irene Salzmann

Die 14-jährige Ombeline flieht zusammen mit ihrer Freundin Alyette aus dem Bordell der Madame Couradille, nachdem einer der Gäste zudringlich wurde. Es gelingt Ombeline, dem rachsüchtigen Kommandant Grayson zu entkommen, indem sie sich an Bord des Luftschiffes ‚Albatros’ versteckt. Unterdessen wird Alyette gefasst und von den Soldaten, die die Piraten verfolgen, mitgenommen. Sie soll gegen Ombeline ausgetauscht werden, falls die Männer Kapitän Emerance und ihre Crew nicht überwältigen können.
Ombeline wird entdeckt und muss sich ihren Aufenthalt an Bord der ‚Albatros’ hart verdienen. Emerance benutzt sie als Passagierin bei den gefährlichen Experimenten mit einem kleinen Fluggerät und lässt sie in der Küche aushelfen, wo sie mit dem alten Smutje Freundschaft schließt.
Als die ‚Albatros’ wegen technischer und witterungsbedingter Probleme auf einem Berggipfel aufsetzt, können die Soldaten die Piraten endlich einholen. Um sich und ihr Schiff zu retten, wagt Emerance ein riskantes Unternehmen, bei dem Ombeline eine wichtige Rolle spielt. Das Mädchen ahnt nicht, dass man sie zum wiederholten Male opfern will…


Nahtlos knüpft die Handlung des zweiten Bandes von „Albatros“ an die Geschehnisse des ersten Teils an. Der Leser erfährt von Ombelines weiterem Schicksal an Bord des Piratenschiffs und was ihren Freundinnen Alyette und Rosaline zustößt. Dabei wird ein geheimnisvolles Licht auf Ombelines Herkunft geworfen: Ist sie wirklich die Tochter einer berühmten, verstorbenen Tänzerin und Nichte des Gouverneurs? Eine Tragödie beendet die Story – und nach diesem Cliffhanger muss man der Fortsetzung harren.
Doch es passiert noch mehr, so dass man gebannt der Geschichte folgt. Ombeline möchte von den Piraten akzeptiert werden, denn alles ist besser als die Rückkehr zu Madame Couradille. Dabei übersieht sie in ihrer Freude über die geglückte Flucht, dass sie nur geduldet ist und Kapitänin Emerance sie skrupellos opfern würde, um sich einen Vorteil zu verschaffen. Allein Smutje nimmt sich ihrer freundschaftlich an.
Hinter welchen Schätzen die Piraten her sind, wird auch diesmal nicht verraten. Der Grund für die Angriffe der Seevögel auf die Bewohner der Küstenstadt bleibt gleichfalls ein Geheimnis, ist nicht einmal mehr Thema dieses Bandes. Das sind zwei Lücken im Plot, die hoffentlich nicht in Vergessenheit geraten werden über Ombelines persönliche Geschichte.
Die Illustrationen sind von gleich bleibender Qualität und warten vor allem mit realistischen und detailreichen Hintergründen auf. Die Personen wirken fast wie Karikaturen mit ihren puppenhaft runden oder kantigen Gesichtern. Es fällt auf, dass Ombeline und Emerance denselben fahlen Teint und grüne Augen haben: Zufall?

Man darf wirklich gespannt sein, wie es weiter gehen wird, denn die Story und die Protagonisten sind interessant, die Zeichnungen transportieren, auch wenn die Figuren etwas gewöhnungsbedürftig sind, gelungen die mysteriöse Atmosphäre – man möchte am liebsten gleich den nächsten Teil lesen.
„Albatros“ wendet sich an ein etwas reiferes Publikum, das dem Genre Steampunk zugetan ist und die Geduld hat, dem langsamen, aber konsequenten Handlungs- und Spannungsaufbau zu folgen, der ungewöhnliche Protagonisten in Szene setzt.

hinzugefügt: May 11th 2009
Tester: Irene Salzmann
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