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Atlan: Monolith-Zyklus 3: Echo der Verlorenen, Hans Kneifel (Buch)

Hans Kneifel
Atlan Monolith-Zyklus 3
Echo der Verlorenen
Titelillustration von Arndt Drechsler
FanPro, 2009, Taschenbuch, 286 Seiten, 9,00 EUR, ISBN 978-3-389064-184-3

Von Irene Salzmann

Im Jahr 3112 versucht Atlan, ein kosmisches Rätsel zu lösen: Kann die silbrige Substanz, die auf Thanaton gefunden wurde, tatsächlich das Leben verlängern, vielleicht sogar unsterblich machen? Ist sie ein Hinweis auf ES, der vor Jahrhunderten spurlos verschwand? Wer hat die mysteriösen Monolithe auf Thanaton und Zartiryt erbaut und zu welchem Zweck? Weshalb reagieren die Gebilde auf Atlans Zellaktivator?
Atlan und die Crew der IMASO folgen einem Raumschiff der von Thanaton geflohenen Silberherren, denen es gelungen ist, den USO-Spezialisten Santjun gefangen zu nehmen. In der Hoffnung, von dem Agenten wertvolle Informationen zu erhalten, lässt Marik, der Kommandant des feindlichen Schiffes, den halb toten Mann foltern. Santjun versucht, Marik und die Ärztin Thalia Lacroix hinzuhalten und gegeneinander auszuspielen, um Atlan Zeit zu verschaffen, ihn zu retten.
Tatsächlich hat Atlan jede Menge eigener Probleme. Die IMASO und der Raumer der Silberherren stürzen über dem Trabanten des Planeten Ajatan in der Nähe eines dritten Monolithen ab. Dieser muss deaktivieren werden, denn die Todesstrahlung setzt allen Lebewesen zu; allein die Silberherren sind immun dagegen. Damit beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, die Silberherren, die Gefahren des Dschungels, die Eingeborenen und ‚den Träumer’…


Man sollte die vorherigen Bände „Planet der Silberherren“ und „Todeszone Zartiryt“ gelesen haben, um zu wissen, worum es eigentlich geht und wie es zu der aktuellen Situation hatte kommen können. Nicht dass die ersten beiden Bücher des sechsteiligen „Monolith“-Zyklus’ viele Informationen enthielten; sie beschreiben bloß das Setting, stellen die beteiligten Parteien vor und lassen den Konflikt langsam eskalieren. Ohne dieses Hintergrundwissen, so vage es auch sein mag, kann man wenig mit „Echo der Verlorenen“ anfangen, da der Roman nahtlos an seinen Vorgänger anknüpft, praktisch mitten in der Handlung beginnt und entsprechende Kenntnisse voraussetzt.
Immerhin gibt Hans Kneifel erste Antworten bezüglich der Herkunft und Aufgabe der Monolithen und bringt dabei auch ein Wesen ins Spiel, das erst einige Jahrhunderte später für die Bewohner der Milchstraße und ES zu einer großen Bedrohung werden soll (Band 1000 – 1200). Trotzdem bleiben noch viele Fragen offen, und der Band endet mit einem Cliffhanger: Die Silberherren aktivieren einen Transmitter und verschwinden. Atlan und einige Agenten heften sich ihnen an die Fersen, ohne zu wissen, wo sie landen werden. Das wird Marc A. Herren in Band 4, „Der Silbemann“, verraten.
Hans Kneifel hat alle Fäden der Handlung fest in der Hand und führt die Protagonisten der einzelnen Schauplätze am Schluss zusammen. Man wird dennoch nicht das Gefühl los, dass er, wie auch seine Kollegen Uwe Anton und Rüdiger Schäfer, nicht recht glücklich mit dem Exposé war und Mühe hatte, das Seitensoll zu erfüllen, denn die Geschichte zieht sich, ohne wirklich spannend zu sein. Trotz ausführlichen Beschreibungen bleiben der Dschungelmond, seine Flora und Fauna blass. Vor der typischen Kulisse spielt sich ein gängiger Wettlauf ab, wer als erster das Ziel – den Monolith – erreicht. Dazu gibt es Folterungen und Beziehungsprobleme, die demonstrieren, wie skrupellos ‚die Bösen’ sind, wobei ihre internen Zwistigkeiten Atlan und seinen Leuten letztlich zugute kommen.

Auch in „Echo der Verlorenen“ will der Funke nicht recht überspringen. Die Geschichte weist Längen und Klischees auf, die auch nicht durch die Schilderungen der Lokalitäten und der Charakterisierung der Protagonisten egalisiert werden. Vielleicht hat man einfach zu viel erwartet, wurde man doch meist von Hans Kneifel verwöhnt, insbesondere durch seine „Atlan-Zeitabenteuer“, doch kann niemand jedes Mal einen Volltreffer landen.
Bislang ist der „Monolith“-Zyklus eine Mini-Serie für eingefleischte Fans, die alles lesen, wo „Perry Rhodan“ oder „Atlan“ drauf steht. Drei Bände bleiben noch, in denen sich die Handlung hoffentlich steigern und mit Überraschungen aufwarten wird.

hinzugefügt: March 5th 2009
Tester: Irene Salzmann
Punkte:
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Hits: 1331
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