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Sternenfaust 12: Die Schlacht von Trident, Sascha Vennemann (Buch)

Sternenfaust 12
Sascha Vennemann
Die Schlacht von Trident
Titelillustration: Arndt Drechsler
Zaubermond, 2009, Hardcover, 256 Seiten, 14,95 EUR

Von Carsten Kuhr

Die Vorgeschichte der Bastei-Heftserie ist erzählt. Nach ein Dutzend Romanen bei Zaubermond wird die Reihe, vorerst zumindest, eingestellt. Zum Teil mag dies mit dem Rückzug des Hauptautors Alfred Bekker zu tun haben, der sich zukünftig ganz auf seine Buchprojekte bei den Grossverlagen konzentrieren will, sicherlich aber spielen auch die Verkaufszahlen eine Rolle. Ein tragfähiges Konzept, wie es in einem zweiten, angedachten Zyklus weitergehen sollte; war entworfen worden, allein es fehlte der Zuspruch der Fans.
Sascha Vennemann, der eine zeitlang die Heftreihe lektoriert und auch selbst Romane zur Reihe beigesteuert hat, wurde die Aufgabe übertragen, das Dutzend voll zu machen, und die Vorgeschichte des Sternenkreuzers abzuschließen.


Im Zentrum steht, der Titel ist hier Programm, die Schlacht um Trident. Die Kridan rüsten zum letzten, entscheidenden Schlag gegen die Menschheit. Zwar kann die Sternenfaust einen Funkspruch abfangen und dekodieren, so dass das Star Corps wenigstens ein wenig vorgewarnt ist, doch die weit verstreuten Einheiten der Flotte lassen sich nicht so einfach zusammenziehen. Die wenigen Raumschiffe, die sich im Trident System sammeln, stehen auf verlorenem Posten. Nicht nur zahlenmäßig sind sie den Vogelartigen unterlegen, diese schicken mit Kridan-Jägern Kamikaze-Piloten auf den Weg. Nur wenn der Wahrheitsbringer, eine höhere Wesenheit, eingreift, ist die Niederlage der Menschheit zu verhindern...



Sascha Vennemann erzählt die Geschichte routiniert und spannend zu ihrem bekannten Ende. Aus der Heftserie wissen die Leser, wie die Schlacht endet, so dass hier ein Großteil der Spannung von vorne herein wegfällt.
Der Weg ist das Ziel, und so konzentriert der Autor sich auf die Beschreibung der Schlacht und die Schilderung der Vorgänge im Kridan-Imperium.
Mit der Einführung der Jäger hat er ein Instrumentarium an der Hand, das die sonst eher behäbig wirkenden Auseinandersetzungen im freien Raum mit Pepp und Tempo versorgt. Und dieses Vehikel nutzt er geschickt. um seine Kampfbeschreibungen mit Dramatik zu füllen.

Bei der Beschreibung der Vogelähnlichen und deren Denk- und Lebensweise allerdings kann er seinem Kollegen nicht das Wasser reichen. Während Alfred Bekker mit einigen wenigen Sätzen glaubwürdig andersartige Kulturen und Völker zeichnete, werden die Kridan vorliegend doch sehr vermenschlicht. Zwar nutzt der Autor seinen Plot, um unterschwellig gegen religiöse Verblendung und Fanatismus zu wettern, doch das besondere Feeling, das Alfred Bekker seinen Aliens mitgab, stellt sich dieses Mal nicht ein.

Insgesamt gesehen ist es schade, dass Zaubermond die Reihe nicht fortsetzt, bot sie doch klassische SF in Verbindung mit faszinierenden Fremdrassen.

hinzugefügt: February 23rd 2009
Tester: Carsten Kuhr
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