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Oh! My Goddess 11 (Comic)

Kosuke Fujishima
Oh! My Goddess 11
Der Kampf um Urd
Ah! My Goddess Vol. 11
(Ah! Megami-sama Vol. 11, 1994)
Aus dem Französischen von Fritz Walter
EMA, 2000, 3. Auflage: 2005, Taschenbuch, 188 Seiten, 5,00 EUR, ISBN 978-3-89885-168-8

Von Irene Salzmann

Der Dämonin Mara ist es gelungen, Urd in ihre Gewalt zu bringen und ihre Persönlichkeit zu spalten, so dass es eine gute, göttliche und eine böse, dämonische Urd gibt. Letztere will ihre Schwestern Belldandy und Skuld vernichten – und dann noch die ganze Welt. Die andere Urd kann ihrem Gefängnis entfliehen und die Freunde warnen. Sie plant, sich ihrem Alter Ego zum Kampf zu stellen, sehr wohl wissend, dass sie beide nicht überleben können, wenn auch nur einer von ihnen etwas zustößt, aber lieber will sie sich opfern, als zuzulassen, dass die böse Urd großes Unheil anrichtet. Hilfe kommt von unerwarteter Seite…
Dann kehrt auch schon wieder der Alltag ein in das Heim von Keiichi und seinen Mitbewohnerinnen, nicht jedoch Ruhe: Ein Anruf von Keiichi erreicht zufälligerweise die Göttinnen-Hotline, allerdings die einer konkurrierenden Gruppe – und Peorth erscheint, die sogleich mit ihren Kolleginnen um Keiichi und den Status als Göttin zu rivalisieren beginnt. Wenn Keiichi doch nur ein Wunsch einfiele, nach dessen Erfüllung er Peorth wieder loswerden könnte…


Die in Band 10 begonnene Storyline um die doppelte Urd wird auf gefällige Weise zum Abschluss gebracht und eine neue begonnen, die zwar keinen Cliffhanger, aber doch ein Ende hat, das weiteren Ärger mit Peorth prophezeit. Die einzelnen Episoden werden daher sowohl von Action wie auch von einem Mix aus Klamauk, etwas Erotik und romantischen Momenten bestimmt. Obwohl Keiichi der Hahn im Korb ist, ist er nicht immer das Zünglein an der Waage, das über den Ausgang eines Abenteuers entscheidet – hier wechseln sich die Protagonisten ab, wenngleich Belldandys Magie und ihr Vertrauen in Keiichi oft einen bedeutenden Teil dazu beitragen.
Mit Peorth wird eine neue Göttin eingeführt, die an sich nichts Übles im Sinn hat, sich jedoch als Rivalin von Skuld, Urd und vor allem Belldandy sieht. Keiichis ‚Nein’, wenn sie ihm einen Wunsch erfüllen oder ihm das geben will, was er eigentlich von Belldandy wünscht, wird geflissentlich ignoriert, was auch Belldandy verstimmt. Der Wettstreit unter den Kolleginnen nimmt immer bizarrere Auswüchse an, und eine Katastrophe droht, die letztlich nur von Belldandy und Peorth abgewendet werden kann. Damit sind die Weichen für weitere magische Auseinandersetzungen gestellt.
Wer Magical Girls mag und sich als reiferer Leser von diesen etwas Erotik erhofft, dürfte mit „Oh! My Goddess“ richtig liegen. Es gibt zwar nicht wirklich etwas zu sehen, aber die Mädchen und jungen Frauen tragen recht raffinierte Gewänder, die hin und wieder sogar abgelegt werden, und so kann man(n) wie Keiichi schauen und träumen. Letztlich bleiben diese Einlagen ein harmloser Spaß, der sich nahtlos zu den anderen Gags fügt. Tiefer geht die Handlung nur, wenn ernsthafte Ereignisse selbstlose Taten erfordern oder flüchtige romantische Szenen eingestreut werden, die Keiichi und Belldandy jedoch nicht weiter bringen, denn dann wäre die Luft aus der Story raus.

Noch kann man als Quereinsteiger relativ leicht in die Handlung hinein finden, doch durch die ständige Erweiterung der Personenzahl wird es schwieriger, zumal die Protagonisten und ihre Beziehungen zueinander als bekannt vorausgesetzt werden. Die Illustrationen wirken ein wenig hausbacken, gefallen aber. Die Serie spricht ein etwas älteres Publikum an, das den etwas beschaulichen Mix aus Fantasy, Comedy und Romance, nicht aber den schrillen Teenager-Klamauk mag.

hinzugefügt: February 11th 2009
Tester: Irene Salzmann
Punkte:
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Hits: 1358
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