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Abseits der Wege 5: Jenseits (Hörspiel)

Abseits der Wege 5
Jenseits
Volker Sassenberg, Andreas Gloge & Mark Sifrin
Sprecher: Heinz Ostermann, Timmo Niesner, Diana S. Borgwardt, Stefan Krause, Hannes Maurer, Engelbert von Nordhausen u. a.
Deutsche Grammophon Family Entertainment/Univeral Music GmbH, Berlin, 2008, 1 CD, ca. 48 Minuten Laufzeit, ca. 9,95 EUR, ISBN 978-3-8291-2077-7

Von Christel Scheja

Das fünfte Kapitel der epischen Fantasy-Saga von Volker Sassenberg und Andreas Gloge, die auf insgesamt zwölf Teile angelegt ist, heißt „Jenseits“.


Der junge Gaston Glück hat das Leben in dem kleinen Dorf Tiefenhag weit hinter sich gelassen, denn er ist während eines Festes in eine Verschwörung von großem Ausmaß hineingezogen worden und einer der Auserwählten, die jetzt nur noch die unheimliche Macht aufhalten könnten, die aus den Schatten des Waldes aufgetaucht ist. Zusammen mit seinen Freunden Dungring und Halmir hat er das Geheimnis der Purpurnen Prüfer kennen gelernt, die die Menschen nicht ganz grundlos in Angst und Schrecken versetzt haben.
Die Schmiedin und Königstochter Myrell hilft ihnen aus einem dunklen Kerker zu fliehen. Gemeinsam entkommen sie in die Weinenden Garten, einen der letzten Bollwerke des Lichts, in denen sie nach einigen Schwierigkeiten mit der Herrin Evolia sprechen können.
In den Weinenden Gärten erfährt Gaston, dass sein Vater mehr als nur ein einfacher Bauer war und die jetzigen Geschehnisse enger mit der Familiengeschichte der Glücks verbunden ist, als er bisher wusste. Nicht ohne Grund hat ihn das Schicksal dazu ausersehen, die nun kommende Aufgabe zu übernehmen. Sein Vater war einst einer der Hüter der Nebelchroniken. Nun ist dieses Amt auf ihn übergegangen.
Zusammen mit Myrell soll er sich zu den Frostklüften begeben. Nur wenn die Seiten eines uralten magischen Buches miteinander vereint werden, kann das Unheil aufgehalten werden. Doch dann werden die Weinenden Gärten angegriffen, und den Helden gelingt nur noch mit Hilfe des zwielichtigen Diebes Ruttgar die Flucht. Ohne Dungring und Halmir, die nach Hause zurückkehren sollen, weil sie nicht für das Abenteuer geschaffen sind, machen sich Myrell, Ruttgar und Gaston auf die gefahrvolle Reise.
Sie begeben sich damit mitten in das Herz des Welkenwerkes, eines tristen Ödlandes, das so karg ist, dass sie kein lebendes Wesen sehen. Die Einsamkeit zerrt an ihren Nerven und sorgt immer öfter für Auseinandersetzungen zwischen der selbstbewussten Königstochter und dem ruppigen Dieb, die Gaston auch nicht immer schlichten möchte.
Schließlich erreichen sie die einzige Brücke, die über einen Abgrund führt – aber diese ist zerstört. Und so bleibt ihnen, weil bereits Verfolger auf ihrer Spur sind, nichts anderes übrig, als in die dunklen Tiefen hinab zu steigen und einen anderen Weg auf die gegenüber liegende Seite zu finden. Doch im Dunkeln lauern ebenso groteske wie gefährliche Wesen, die keine guten Absichten haben.


In der fünften Episode der Hörspielserie „Jenseits der Wege“ werden weitere Geheimnisse der Purpurnen Prüfer und ihres Herrn, des Großen Verwesers, enthüllt und in eine spannende wie unheimliche Geschichte eingeflochten, die schon fast ein Horrorambiente hat.
Dazu kommen die Reibereien zwischen den ungleichen Reisegefährten, die ein wenig Pfeffer in die Dialoge bringen, da sich gerade Myrell und Ruttgar ausgefeilte und freche Wortduelle liefern, die die Geschichte ein wenig aufhellen und immer wieder zum Schmunzeln reizen. Man merkt immer mehr, wie durchdacht die Story ist, ohne dabei langweilig zu sein.
Das Szenario ist auch weiterhin inhaltlich und darstellerisch den francobelgischen Fantasy-Comics angepasst, die eine nicht immer einfach zu verstehende Handlung mit einem exotisch verspielten Setting kreuzen und erst nach und nach die Zusammenhänge enthüllen. Dementsprechend macht die Geschichte in dieser Folge auch wieder Sprünge, die von der eigentlichen Handlung abzulenken scheinen.
Wie bereits in den ersten vier Teilen entsteht eine eigentümliche, verzauberte Atmosphäre, die vor allem durch den mystischen Soundtrack, die klug eingesetzten Soundeffekte und wohl gewählte, bedeutungsschwere Sätze entsteht. Die Sprecher lassen die Dialoge echt wirken und nuancieren gekonnt, um zwischen den Zeilen auszudrücken, wie sich ihr Charakter gerade fühlt.

Auch „Jenseits“, der fünfte Teil von „Abseits der Wege“, wendet sich an Fantasy-Fans, die sich gerne in eine mystisch versponnene und stimmungsvoll gestaltete Welt entführen lassen, ohne gleich alles verstehen zu müssen. Es wird zwar langsam auch Zeit, die Geschichte endlich deutlicher voran zu treiben, aber das kann man der Serie in diesem Teil noch nachsehen.

hinzugefügt: December 11th 2008
Tester: Christel Scheja
Punkte:
zugehöriger Link: Website zur Serie
Hits: 1435
Sprache: german

  

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