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Kerr, P. B.: Das dunkle Erbe der Inka - Die Kinder des Dschinn 5 (Buch)

P. B. Kerr
Das dunkle Erbe der Inka
Die Kinder des Dschinn 5
(The Eye of the Forest)
Oetinger, 2008, Hardcover, 446 Seiten, 15,90 EUR, ISBN 978-3-7891-4033-4

Von Carsten Kuhr

Die Dschinn-Zwillinge scheinen das Schlimmste überstanden zu haben. Ihre Mutter ist die Bürde, das Amt des Blauen Dschinn zu tragen, los, und ihr Vater konnte die Dschinn-Fessel der künstlichen Alterung abstreifen. Doch wer nun meint, das Leben der ungleichen Zwillinge würde in geruhsame Bahnen einschwenken, der sieht sich getäuscht. Einmal mehr müssen sie ausziehen, das Böse zu bekämpfen.

Ihr alter Freund Bug, der durch übermäßigen Gebrauch seiner Talente all seine Dschinn-Kräfte aufgebraucht hat, hat sich zusammen mit dem Magier McCreeby einen wirklich fiesen und gefährlichen Plan einfallen lassen.
Überlieferungen aus uralter Zeit wissen von einem mächtigen Dschinn zu berichten, einem Inka, der seine verbrauchten Kräfte durch ein magisches Ritual wieder zu neuem Leben erweckt hat. Dass dabei, quasi als Nebenprodukt, noch das Geheimnis, wie man aus Blei Gold macht mit abfällt, macht die Sache nur interessanter. Doch sowohl das Ritual selbst, als auch der Ort an dem es beschworen werden muss, sind verschollen.
Dann geistert eine Nachricht durch die Presse. In Peru, im Amazonas-Tiefland haben Forscher das Auge des Urwalds entdeckt, den Eingang zur sagenhaften „goldenen Stadt der Inka“. Damit nicht genug, werden aus Museen auf der ganzen Welt Inka Relikte entwendet.
Eine Prophezeiung weiß zu berichten, dass ein Fluch denjenigen treffen wird, der das Tor in selbstsüchtiger Absicht durchschreitet. Ein Fluch, der die ganze Welt vernichten könnte. John und Philippa brechen, begleitet von einer Freundin sowie ihrem Onkel und dessen Butler, in den Dschungel auf, um das Schlimmste zu verhindern. Auf ihrem Weg müssen sie gegen lebendige Inka-Mumien antreten, bekommen es mit Riesenschlangen, Menschenfressern und tödlichen Fröschen zu tun und entdecken eine Brücke ins Nirgendwo ...


Die Jugendbuchreihe um die beide Dschinn erfreut sich im In- und Ausland größter Beliebtheit.
Vorliegend hat sich der Autor, nachdem er China, Ägypten und Arabien als Handlungsorte bereits genutzt hat, auf Südamerika konzentriert. Im Verlauf des Plots lässt er viel Wissenswertes einfließen, erläutert geschichtliche Fakten ebenso wie die Bedeutung des Regenwaldes für die Frischluftproduktion der Welt. Dabei wirken diese Fakten beileibe nicht als Fremdkörper, fügen sich unauffällig in die kurzweilige Handlung ein.

Was auffällt ist, dass sich unsere beiden Protagonisten kaum weiterentwickeln. Nun muss man hierzu ins Kalkül ziehen, dass sich die Handlung der bislang fünf Bücher auf nur rund zwei Jahre verteilt, dennoch sollten, ja müssen sich die überstandenen gefährlichen Erlebnisse auch auf die Zeichnung der Charaktere auswirken. Nach wie vor aber reagiert John unüberlegt, kehrt Philippa ihr Wissen schulmeisterlich heraus. Wo bleibt die Unsicherheit der pubertierenden Kinder, wo der beginnende Loslösungsprozess vom Elternhaus, wo das Aufbegehren gegen elterliche Autorität? Hier könnte, nein hier müsste Kerr in den nächsten Titeln nachlegen.

Faszinierend dagegen, wie es dem Autor gelingt, dem Leser die so unterschiedlichen Regionen Perus nahe zu bringen. Die kalte, karge Küstenregion, und der sub-tropisch heiße Dschungel des Regenwaldes werden überzeugend und auch in Einzelheiten detailreich und faszinierend geschildert.
Die Einbeziehung der Eroberung des Inka Reiches durch die spanischen Konquistadoren wird in all ihrer Grausamkeit gestreift, ohne dass der Autor hier in Einzelheiten gehen würde.

Mit dem Blick auf ein farbenprächtiges Panorama, fiese Gegner und mystische Vorgänge vermag es der Autor zwar nicht ganz das Niveau des Vorgängers zu erreichen, versteht es aber, seine Leser zu fesseln.

hinzugefügt: October 7th 2008
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Verlag Friedrich Oetinger
Hits: 2424
Sprache:

  

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