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Perplies, Bernd: Sohn des Fluchbringers - Tarean 1 (Buch)

Bernd Perplies
Tarean – Sohn des Fluchbringers
Tarean-Saga 1
Titelillustration von Marek Hlawaty
Lyx, 2008, Paperback, 352 Seiten, 12,95 EUR, ISBN 978-3-8025-8180-9

Von Christel Scheja

Der 1977 geborene Bernd Perplies, der in Wiesbaden Germanistik und Filmwissenschaft studierte und als Redakteur der Zeitschrift „Space View“ sowie des Online-Magazins „Ringbote“ und auch als Übersetzer tätig ist, fand nun auch Zeit, seinen ersten Fantasy-Roman zu verfassen. „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ ist der Auftakt zu einem ganzen Zyklus.


Anders als erwartet geht die Schlacht der guten Mächte gegen den Hexer Calvas und seine Wolflinge schlecht aus. Anstatt ihn zu besiegen, versagt der heldenhafte Kristalldrachenritter Anrean von Agialon und verliert sein Leben. Die Truppen des Feindes können sich über das blühende Land ausbreiten und die Menschen versklaven.
Weil die Verzweifelten – und die wenigen, die noch Widerstand leisten – einen Sündenbock brauchen, gilt Anrean von nun an als ‚Fluchbringer’. Der Schatten dieser Schmach fällt auch auf seinen Sohn Tarean, der in der Nacht der großen Schlacht geboren wurde und auf einer Trutzburg heranwächst, um dort die Waffenkünste zu erlernen. Sein ganzes Leben muss der Junge darunter leiden der „Sohn des Fluchbringers“ zu sein. Nur wenige folgen ihm. So wie Wilfert, der ehemalige Knappe seines Vaters, der schützend seine Hand über ihn hält.
Als er fast siebzehn Jahre zählt, will Taren nach einem Angriff der Wolflinge endlich etwas gegen Calvas unternehmen und den Namen seiner Familie reinwaschen. Zu seinem Erstaunen hält ihn der weise Lehrmeister nicht auf, sondern übergibt ihm sogar das magische Schwert seines Vaters. So gerüstet will er durch das besetzte Land wandern und den Hexer in seiner eigenen Festung stellen. Auf dem Weg dorthin findet er in dem Werwesen Bromm und der Albin Auriel treue und tapfere Weggefährten.


Bernd Perplies erzählt hier nicht unbedingt eine neue und innovative Geschichte sondern einen der klassischen Plots der Fantasy. Ein Junge, der durch ein besonderes Schicksal mit den Bösen verbunden ist, zieht fast allein durch das besetzte Land mit einem magischen Schwert, das ein wenig an Frodos Klinge ‚Stich’ erinnert. Natürlich sind auch väterliche Freunde und treue Gefährten an seiner Seite, wenngleich sie auch immer wieder wechseln und so keine Langeweile aufkommen lassen. Bis auf eine Liebesgeschichte ist jedenfalls alles vorhanden, was man aus diesen Geschichten kennt – actionreiche Kämpfe, wild tobende Schlachten, Verrat, düstere Geheimnisse und ein ständiger wehender Hauch von Magie.
Aber das ist nicht unbedingt negativ zu nennen, denn der Autor hält eine klare Linie in der Geschichte und bläht die Handlung nicht unnötig auf, verzichtet darauf abzuschweifen und konzentriert sich auf das Wesentliche. Das erzählt er in filmisch aufgebauten und flüssig geschriebenen Szenen. Letztendlich kommt die Motivation und Charakterisierung der Figuren ein wenig kurz, aber das stört in dem Moment auch nicht.
Sicherlich werden erfahrene Leser das eine oder andere an Erklärungen vermissen und nicht immer über die Oberflächlichkeit der Figuren begeistert sein, vor allem des extrem blassen Gegenspielers, der außer durch seine markigen und überheblichen letzten Worten beim Endkampf nicht unbedingt in Erinnerung bleibt, aber gerade diejenigen, die kurzweilige und unkomplizierte Geschichten im Stil ihrer Games und Rollenspiele suchen, werden begeistert sein.

Wer nicht mehr als einen entspannenden und unkomplizierten Fantasy-Roman sucht, bei dem man nicht unbedingt viel nachdenken muss, liegt jedenfalls mit „Tarean – Sohn des Fluchbringers“ genau richtig.

hinzugefügt: October 2nd 2008
Tester: Christel Scheja
Punkte:
zugehöriger Link: Lyx
Hits: 1440
Sprache: german

  

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