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Eddings, David & Leigh: ALTHALUS (Buch)

David & Leigh Eddings
Althalus
The Redemption of Atlhalus
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Lore Straßl
Lübbe Verlag Hardcover
ISBN 3-7857-2038-6, 798 Seiten, 49,80 DM

Von Carsten Kuhr

Im Vorwort zu DER RIVA KODEX (vgl. Bastei 28320) haben uns die Autoren ihre „Gebrauchsanleitung“ für eine erfolgreiche Fantasy-Reihe erläutert. Was an Personen, Rätseln, magischen Hilfsmitteln etc. ihrer Meinung nach so alles dazugehört, um einen Beststeller zu verfassen kann der interessierte Möchtegern Autor dort detailliert nachlesen. Im Nachwort zu diesem Buch erläutert David Eddings uns dann noch, dass der zukünftige Autor seine Erzählung mit einem Paukenschlag anfangen solle.

Nun, mit Althalus legt das Autorenehepaar meines Wissens erstmals einen Einzelroman vor. Ihre eigene Gebrauchsanleitung minutiös beachtend, erzählen sie uns eine spannende Geschichte. Mit dem Paukenschlag zu Beginn aber war´s wohl nichts. Ich habe es mir eigentlich zur gängigen Übung gemacht, ein Buch nach rund 50 – 60 Seiten aus der Hand zu legen, wenn es mich bis dahin nicht fesselt. Nun, Ausnahmen bestätigen die Regel, und ich las auch noch nach 80 Seiten weiter, obwohl sich die Handlung als etwas langatmig darbot. Im Endeffekt kann ich testieren, dass sich das Sitz- respektive Lesefleisch gelohnt hat.

Um was geht es eigentlich? Held unserer Geschichte ist der Betrüger, Dieb und Mörder Althalus. Nun darf man aber nicht übersehen, dass man als schlitzohriger Betrüger und weltbester Dieb nur Erfolg hat, wenn sich das Wesen einnehmend gestaltet – und Althalus ist nach eigener Überzeugung der Weltbeste auf seinem Gebiet. Insofern ist es nicht Überraschend, dass Althalus ein sehr sympathischer Geselle ist, der alles und Jeden bequatschen und für sich einnehmen kann. Dann aber dingt ihn ein gar finsterer Abgesandter des dunklen Gottes Daeva der Göttin Dweia das göttlich Buch zu stehlen. Zwar gelingt es ihm in das Haus einzudringen, und er findet auch das gewünschte Objekt, doch plötzlich ist die Tür die ihn eingelassen hat verschwunden. Nur eine sprechende Katze leistet ihm die nächsten 2500 Jahre der Gefangenschaft Gesellschaft – eine Zeit, die die Katze Em nutzt Althalus zu schulen. Er lernt das Buch zu lesen, und verliebt sich in seine Lehrmeisterin Em, auch als Göttin Dweia bekannt. In ihrem Auftrag sammelt er eine bunt gewürfelte Mannschaft um sich, um dem Angriff Daevas und seiner Heerscharen auf die Welt entgegenzutreten.

Edding´s tun, was sie auch machen, immer alles in grossem Rahmen. Wenn es nicht gleich die ganze Welt zu retten gilt, dass fangen sie erst gar nicht mit der Verfassen eines Werkes an. Andere Autoren lassen ihre Helden gegen ungerechte Herrscher zu Felde ziehen, oder finstere verblendete Magier jagen. Nicht so die Eddings. Hier geht es fast grundsätzlich gegen die allmächtigen Götter selbst. Da müssen dann ihre armen menschlichen Protagonisten, nach einer angemessenen „Lehrzeit“ versteht sich gegen die allmächtigen Götter selbst antreten – und sie obsiegen in aller Regel. Unmöglich sagen sie? Fragen sie die Eddings oder deren Leser. Zwar schwierig zu bewerkstelligen, und noch problematische das überzeugend den Lesern zu vermitteln, aber genau das scheinbar unmögliche schaffen unsere Autoren mit Bravour! Und das ist dann auch das eigentliche Geheimnis ihres enormen Erfolges. Sie schaffen es, dass der Leser entgegen aller Wahrscheinlichkeiten ihnen die Wahrhaftigkeit ihrer Erzählung abkauft. Es gibt bessere Stilisten, es gibt sorgfältiger hinterfütterte Fantasy-Welten – wenn auch wenige Autoren ihre Handlungsorte im Vorfeld so minutiös ausarbeiten. Aber es gibt kaum einmal so sympathische, einnehmende Protagonisten, wie in den Romanen des Ehepaars. Und der Leser kann sich diesmal in nur einem einzelnen, von Lore Strßl wie üblich vorzüglich Übersetzten Band mit „nur“ knapp 800 Seiten verzaubern lassen – Herz was willst Du mehr?

hinzugefügt: August 2nd 2004
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
Hits: 2891
Sprache:

  

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