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Bad Earth 14: Der Gott der Nargen, Lars Urban (Buch)

Bad Earth 14
Lars Urban
Der Gott der Nargen
Zaubermond, 2008, Hardcover, 256 Seiten, 14,95 EUR

Von Carsten Kuhr

Die Mannschaft der Rubikon hat im letzten Band im Friday-System eine Aufsehen erregende Entdeckung gemacht. Von einer Anomalie auf dem Planeten festgehalten, stieß man auf eine der SESHA-Kopien. An Bord ein alter Bekannter -- der Foronenführer Sobek.
Mittlerweile sitzt dieser, vermeintlich sicher verwahrt, in einer Arrestzelle der Rubikon. Doch jeder Versuch, den arroganten Foronen zur Zusammenarbeit zu bewegen, misslingt. Damit nicht genug, entwickelt der alte Feind plötzlich neue Talente. Er kann seine Haut willentlich in einen kristallinen Zustand transferieren und wird damit fast unbesiegbar.
Doch das ist nicht die einzige Sorge, die John Cloud umtreibt. SESHA, die KI der Rubikon, scheint fehlerhaft zu agieren. Kann eine KI verrückt werden?
Der Weg führt das Rochenraumschiff nach Kalsar, der Heimatwelt der Nargen.
Jiim und sein Sohn Yael trauen ihren Augen kaum, als die Rubikon in den Orbit um den einstigen Permafrost-Planeten schwenkt. Überall grünt die Vegetation, gibt es Ansiedlungen der Nargen und anderer Völker. Bei ihrer Expedition auf den Planeten müssen sie feststellen, dass ihr Volk sich verändert hat. Kommerz statt Gemeinschaft, ein Jay’nac, der Gott spielt, das ist so gar nicht nach ihrem Gusto.
Doch es kommt noch schlimmer -- Sobek bricht aus seinem Gefängnis aus ...


Ein neuer Steuermann auf der Brücke der Rubikon. Manfred Weinland, Gründer, Ideenlieferant und Hauptautor der Serie legt eine kurze Verschnaufpause ein, und bietet einem neuen Mann die Chance seinen Beitrag zum „Bad Earth“Universum beizusteuern.
Und Lars Urban hält viel, fast schon zu viel, für den Leser bereit.

Fangen wir mit den Kapiteln an, die uns die Zustände auf Kalser näher bringen. Hier hat er es sich für meinen Geschmack ein wenig arg einfach gemacht. Er nimmt aktuelle Entwicklungen, wie etwa die Fast-Food-Ketten oder die Drogenszene in den Discos, und transferiert diese einfach auf die Welt der Nargen. Hier hätte ich mir gewünscht, dass er sein Augenmerk mehr auf die fremde Alienkultur und deren Besonderheiten gelegt hätte. Es wirkt schon ein wenig komisch, wenn sich unsere Raumfahrer in einem Schnellbedienungsrestaurant anstellen oder in der Disco dem Dealer auf den Leim gehen.

Gelungen fand ich dagegen die Darstellung der Vorgänge, die erst zu diesen Exzessen geführt haben. In kurzen Sequenzen schildert er uns die schleichende Machtübernahme des Jay’nac. Dies wirkt in sich überzeugend, erhält auch genügend exotische Elemente, um zu überzeugen.

Ingesamt gesehen ein interessanter Auftakt zu einem neuen Kurzzyklus, der John Cloud einmal mehr in Bedrängnis sieht.

hinzugefügt: May 28th 2008
Tester: Carsten Kuhr
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