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Anthony, Mark: Die letzte Rune 7+8: Der schwarze Ritter & Das Schwert von Malachor (Buch)

Mark Anthony: Der schwarze Ritter (Blood of Mystery), Knaur 70207, 396 Seiten, Euro 8,90
Das Schwert von Malachor (Blood of Mystery) Knaur 70208, 447 Seiten, Euro 9,90 Reihe: Die letzte Rune Bände 7 + 8, beide aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Andreas Decker

von Carsten Kuhr
Tolkienesque Fantasy Epen gibt es zu Hauff. Jeden Monat erscheinen entsprechende Zyklen bunt verteilt auf alle einschlägigen Verlage. Insoweit ist eine Serie, die ein wenig andere, unverbrauchtere Wege geht eine erfrischende Entdeckung. Die ersten drei Romane um die letzte Rune, die für die Übersetzung jeweils in zwei deutsche Ausgaben aufgespaltet wurden, boten hier spannende Unterhaltung. Die Wechselwirkung zwischen der mittelalterlichen Welt Eldh und unserer Erde, von der es die beiden Erdenmenschen Travis Wilder und Grace Beckett nach Eldh verschlagen hat, faszinierten mich. Natürlich geht es im zugrundliegenden Konflikt immer wieder um das Gleiche.
Das Böse, in Gestalt des fahlen Königs droht aus seinem Gefängnis auszubrechen, und erst Eldh, dann die Erde unter seine unheilige Herrschaft zu bringen. Menschen, denen Eisenherzen eingesetzt wurden, sollen den Weg bereiten. Diesmal findet sich Travis Wilder, der auf Eldh als der Runenbtecher geachtet und gefürchtet ist auf der Erde wieder. Allerdings verschlägt es ihn, und seine drei Begleiter in eine Bergbausiedlung im Colorado des Jahres 1883. Während unsere Gefährten sich der Angriffe von missleiteten Moralaposteln und Dämonen erwehren müssen, eine Wild-West Schiesserei inklusive, verschlägt es Grace in den eisigen Norden Eldh's. Hier sucht und findet sie ihr Erbe - ein magisches Schwert, das den fahlen König bereits einmal bezwungen hat. Doch Verfolgung und Verrat harren ihrer. Als dritter Handlungsstrang bietet der Autor uns die mit einem verkrüppelten Arm belastete Aryn. Sie kehrt an den Hof heim, um ihrem zukünftigen Gemahl vorgestellt zu werden, und entdeckte auch dort die Schergen des fahlen Königs.

Wieder nichts, mit dem „grande Finale“, so könnte man subsumieren. Anthony kreiert komplexe, sehr interessante weil geheimnisvolle Personen voller Ecken und Kanten, die sich im Laufe der Geschehnisse entwickeln. Aber, und dies ist ein grosses ABER, es geht kaum voran. Wie lange noch will uns der Autor auf die Folter spannen, bis es endlich zum Aufeinanderprallen des fahlen Königs mit Travis und Grace kommt?
Wir erfahren viel Neues in diesem vierten Roman. Die Geschehnisse, die dazu führten, dass der Barde Falken als unsterblicher über Eldh wandelt wird uns offenbart, weitere Runenzauberer tauchen auf, es gibt ein Wiedersehen mit im ersten Band verstorbenen Jack Graystone und ein zweiter Runenbrecher taucht auf.
Die Konflikte zwischen unseren Helden werden weiter beleuchtet, wird Travis sich seinen homosexuellen Neigungen öffnen, und Beltan zuwenden, oder doch lieber der Meuchelmörderin Vani - oder gar Beiden - eine der grossen Fragen die offen bleiben. Es geschieht einiges in diesem Buch, doch nichts wirklich Entscheidendes. Der Autor vertieft seinen Hintergrund, baut weitere Konflikte auf, konkretisiert andere, ohne dabei aber wirklich voran zu kommen. Die Bühne für das furiose Finale ist bereitet, allein ich bin es ein wenig leid, vertröstet zu werden. Hoffen wir, dass mit Band 5, dessen ersten Teil dem deutschen Leser für Januar und März 2004 versprochen wurde endlich die Climax erreicht wird.

hinzugefügt: July 29th 2004
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
Hits: 2711
Sprache: albanian

  

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