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Isau, Ralf: DAS LIED DER BEFREIUNG NESCHANS - NESCHAN 3 (Buch)

Ralf Isau: Das Lied der Befreiung Neschans -Originalausgabe als Hardcover im Thienemann Verlag, ISBN 3-522-16945-X, 557 Seiten, Euro 18.00

Von Carsten Kuhr

Der dritte Band des Neschan-Zyklusses schliesst die Trilogie ab. Nochmals machen wir uns zusammen mit dem siebten Richter, Yonathan auf, farbenprächtige Abenteuer zu bestehen. Die letzte, finale Auseinandersetzung mit den Mächten des Bösen steht an. Yonathan begibt sich zunächst auf die Suche nach sechs verborgenen, leuchtenden roten Steinen des Schwarzen Gottes Melech-Arez. Wenn es Ihm gelingt diese zu zerstören, vermag er den verderblichen Einfluss des dunklen Gottes zu stören.. Begleitet von seinen Freunden, mit alten und neuen Helfern im Schlepptau gilt es, die dunklen Wächter der Augen zu besiegen, Schlachten zu schlagen, bevor unser Held unter Aufopferung seines Lebens die Welt rettet und für eine Auferstehung der Toten in einem Paradies sorgt.

Ein wenig arg pathetisch kam mir die Handlung schon daher. Das erinnert mich dann schon ein wenig an eine Bibelverfilmung a la Hollywood. Boten die ersten beiden Romane das Bild einer faszinierenden Welt mit einer spannenden Handlung, so enttäuschte mich das grosse Finale Das soll nun nicht etwa heissen, dass sich der Plot in diesem Roman nicht spannend lesen würde. Die Handlung nimmt immer mehr Fahrt auf, die Abenteuer in oftmals farbenprächtig geschilderter Umgebung kommen Schlag auf Schlag, doch dann erwartete mich ein etwas unglaubwürdiges, fast kitschig zu nennendes Happy End. Erst findet einer der Gefährten seine tot geglaubte Mutter ausgerechnet im Haushalt eines aufrechten, humanen Sklavenhalters wieder, dann birgt die Opferung Yonathan´s die verheissene Rückkehr der Menschen ins Paradies. Hätte der Autor hier sein seinen Protagonisten einen Heldentot sterben lassen, hätte die Handlung auf mich wesentlich überzeugender gewirkt. So aber wirkt die Message ein wenig aufgesetzt, das Sendungsbewusstsein gar zu auffällig. Yonathan ist, bei aller Liebe zu dem sympathisch gezeichneten Jungen eben doch kein Jesus, wenngleich es ihm gelingt, Tote wieder zum Leben zu erwecken, und den Teufel zu besiegen.
Die Trilogie bot Ansätze, die sich sehr vielversprechend anliessen, dem Autor gelang es auch uns mit seiner Geschichte über weite Strecken gefangen zu nehmen. Die Handlung bot sich insgesamt relativ bekannt dar, war aber gut aufgebaut und flüssig erzählt. Allein die Erlöserrolle die Yonathan zugedacht wurde vermochte mich leider nicht zu überzeugen.

hinzugefügt: July 29th 2004
Tester: Carsten Kuhr
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