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Bad Earth 13: Echo, Manfred Weinland (Buch)

Bad Earth 13
Manfred Weinland
Echo
Zaubermond, 2008, Hardcover, 256 Seiten, 14,95 EUR

Von Carsten Kuhr

Was war das für ein Schock für John Cloud und die Besatzung der Rubikon, als sie das heimatliche Sonnensystem derart verändert vorfanden. Die Erde eine umgestaltete Hohlwelt, in die der Mond eingebettet liegt, die Menschen unter der Herrschaft Cronenbergs gentechnisch verändert, das ist nicht mehr ihre Heimat, hier gehören sie nicht hin. So macht die Crew sich auf, in den Weiten des Weltraums Rätsel zu lösen und zu forschen.

John Cloud, Scobee und Co kehren an Bord der Rubikon ins Angk-System zurück. Hier leben, seit Kargor Prosper, Sarah und ihre Begleiter dort in der Vergangenheit absetzte, deren Nachfahren. Tausende von ihnen beschließen, ihr Leben künftig auf der Rubikon zu verbringen. Eine neue Crew zieht also ein.

Ihr erster Flug führt sie zum goldenen Schiff, dem „Auge des Perigor“, und der Rudiment Station. Scobee hatte von Kargor bei dessen Abschied einen unscheinbaren Ring erhalten, ein Kleinod, das die versteinerten Gloriden auf dem Auge erwecken soll. Doch weder auf der Rudiment Station noch auf dem Auge entdeckt die Crew irgendwelches Leben. Einmal mehr sind die Treymor, menschengroße Käferwesen in ihren X-Schiffen, den Menschen zuvorgekommen.
So beschließt die Crew, in der Milchstraße auf die Suche nach HAKARS, den Foronenschiffen, zu gehen. Und wirklich findet man eines der mächtigen Schiffe – ein Köder, der die Rubikon in die Nebelfalle lockt, in der mit Sobek ein alter Bekannter auf sie wartet...


Dachte ich nach der Lektüre des vorhergehenden Bandes noch, dass eine Zäsur die Handlung auf neue Beine stellen würde, so sah ich mich getäuscht. Den Leser erwartet viel, für meinen Geschmack zu viel, an Handlung auf nur wenigen Seiten.

Sicherlich ist es dankenswert, wenn uns die Autoren vom weiteren Schicksal der Satoga unter Artas berichten, wenn der Unsympath Sobek wieder in den Plot integriert wird und alte Ansätze – hier das „Auge des Perigor“ – aufgegriffen werden. Doch irgendwie wirkt das alles letztlich überlastet, hastet die Handlung von einem Ort zum nächsten, ohne letztlich wirklich befriedigende Lösungen oder Abschlüsse anzubieten.
Dabei sind vielversprechende Ansätze vorhanden – ein depressiver Jarvis, der sich in seinem Nanokörper, der ehemaligen Foronen-Rüstung, unglücklich fühlt, der an seinem Menschsein zweifelt und den Todessehnsüchte plagen, das ist solch ein ausbaufähiger Ansatz.
Oder aber die diesmal nur am Rande auftauchenden Treymor. Eine mysteriöse, technisch weit überlegene Macht, deren Motivation bislang noch schleierhaft bleibt.

Nein, an den Ingredienzien kann es nicht liegen, dass sich das Buch von Seriengründer und Routinier Manfred Weinland nicht wirklich rund liest. Eher daran, dass er zu viele Schauplätze eröffnet, aber nur wenige wirklich abgearbeitet hat, dass der Leser ob der ständig wechselnden Situation gefordert, ja überfordert wurde.
Hier wäre weniger mehr gewesen.

hinzugefügt: March 18th 2008
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Zaubermond
Hits: 7841
Sprache: german

  

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