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Professor Zamorra 24: Höllische Visionen, Christian Montillon (Buch)

Professor Zamorra 24
Christian Schwarz
Höllische Visionen
Zaubermond, 2007, Hardcover, 256 Seiten, 14,95 EUR

Von Carsten Kuhr

Professor Zamorra und seine Herzallerliebste Nicole Duval haben es sich so richtig gemütlich gemacht. Mitten im August lassen sie sich die Sonne am schlosseigenen Pool auf den unbekleideten Pelz scheinen, da erreicht sie ein Hilferuf. Eine Frau, die ein Spenderherz bekommen hat, wird von Alpträumen, ja Visionen geplagt. Ein riesenhafter Schwarzer schleudert aus einem Speer Blitze auf sie.
Die Spur führt nach Süddeutschland, in die Heimat der Organspenderin. Diese, ein junges Mädchen, wurde eines Nachts überfahren. War es nur ein Unfall - oder mehr?
Die Suche führt Zamorra zum lokalen Frauenfußballclub, dem auch die Getötete angehört hat. Ein paar der Spielerinnen haben sich mit dem Okkulten beschäftigt und sind dabei auf Hinterlassenschaften aus Himmlers Totenkopf-SS gestoßen – eine Dämonenmaske aus dem tiefsten Afrika...


Christian Schwarz legt einen Roman vor, der insbesondere durch ein überzeugend ausgestaltetes Lokalkolorit zu überzeugen weiß. Locker und doch mit einem Blick für Details präsentiert er uns das Bild einer kleinen Ortschaft und ihrer erfolgreichen Mädchen-Elf. Wie all ihre Altergenossinnen wollen diese vieles ausprobieren, Grenzen ausloten und aus dem allzu engen Alltagskorsett ausbrechen. So wird mit Sex ebenso experimentiert, wie mit Seancen, oder der Jagd nach der Fußballmeisterschaft. Niederlagen, Enttäuschungen reihen sich hier neben Triumphe, und gerade das Verbotene zieht die Mädchen in ihren Bann. Diese Motivation hat der Autor unterschwellig, aber überzeugend festgehalten.
Verbunden hat er diese Handlung mit einem Ausflug in die deutsche Vergangenheit. Die bekannte Hinwendung Himmlers zu allem Okkulten ausnützend berichtet er uns von der Suche und der Inbesitznahme der Dämonenmaske durch die Totenkopf-SS. Auch hier gelingt es ihm mit wenigen Sätzen, den Leser in die damalige Zeit zu entführen.

Wer allerdings großes Gruselfeeling erwartet, der wird hier ein wenig enttäuscht sein. Es geht in erster Linie darum, das Mysterium um die durch Visionen geplagte Herzempfängerin zu lösen. Fast schon detektivisch sind die Ermittlungen, die unsere beiden Meister des Übersinnlichen anstellen. Das liest sich flüssig und spannend, das weist Qualitäten in der überzeugenden Darstellung der Mädchen und ihrer Probleme auf, aber auch des afrikanischen Ursprungs der Maske auf.

hinzugefügt: January 3rd 2008
Tester: Carsten Kuhr
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