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Ward, J. R.: Ewige Liebe - Black Dagger 3 (Buch)

J. R. Ward
Ewige Liebe
Black Dagger 3
(Love Eternal, Teil 1)
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Astrid Finke
Heyne Verlag, 2007, Taschenbuch 272 Seiten, 7,95 EUR, ISBN 978-3-453-52302-9

Von Carsten Kuhr

Die Vampire sterben aus. Die Lesser, ehemalige Menschen denen mittels dämonischen Kräften ihre Herzen und Seelen genommen wurden, sind in ihrem Kreuzzug gegen die Vampire immer erfolgreicher. Durch die Nutzung neuster Technologien in Verbindung mit ihren überlegenen Kräften und durch neue Strategien, wie die Gefangennahme von Vampiren und deren Folterung, werden die Nosferatu immer mehr in die Enge getrieben.
Einzig die Bruderschaft der Black Dagger stellt sich der Bedrohung aktiv entgegen. Doch auch die speziell ausgebildeten Vampir-Kämpfer können den drohenden Untergang allenfalls verzögern, aufzuhalten ist das Armageddon wohl nicht mehr.

Dies ist die Geschichte der Black Dagger. Nachdem Warth seinen Jahrhunderte währenden Widerstand, den verwaisten Thron der Vampire zu besteigen, aufgegeben hat (vgl. die beiden Romane „Nachtjagd“ und „Blutopfer“ – beide Heyne) sind nur mehr eine Handvoll Black Dagger übrig geblieben.

Rhage, der Schöne, Rhage der Verfluchte ist der mächtigste dieser Kämpfer. Seit er von der Jungfrau der Schrift verflucht wurde, muss er fürchten sich, in emotional angespannten Zeiten, in eine grausame Bestie zu verwandeln. Nur wilde Kämpfe oder schneller, dreckiger und brutaler Sex hilft ihm, die Bestie in sich selbst am Zaum zu halten. Doch dann passiert genau das, was nie hätte passieren dürfen - Rhage verliebt sich. Schlimmer noch, er verliebt sich in eine menschliche Frau, eine Frau, die unheilbar an Leukämie erkrankt ist ...


Düster, erotisch, unwiderstehlich so urteilte die amerikanischen Presse über die „Black Dagger“-Reihe.
Nun, die Weltenschöpfung der J. R. Ward hat durchaus ihren Reiz. Vampire, die sich nur von anderen Vampiren nähren können, die so mächtigen Blutsauger, die von gnadenlosen Verfolgern gejagt und dezimiert werden, dazu eine geheimnisvolle, mächtige Bruderschaft, deren Aufgabe es ist, die Nosferatu zu schützen, das birgt Potential für viel spannenden Lesestoff und Ansätze, die dem inzwischen ziemlich ausgelutschten Thema der Damen und Herren mit den großen Beißerchen neue Seiten abgewinnen können.

Die Black Dagger selbst werden zunächst als gewaltbereite Machos par Excellenze dargestellt. Erst im Verlauf der Romane wird das schablonenhafte Bild erweitert, bekommen die großgewachsenen, muskelbepackten Hünen in ihren schwarzen Lederklamotten tiefere, detailreichere Charakterzüge.

Die Autorin spielt hier ganz offensichtlich mit Klischees. Sie kokettiert mit den verachteten und doch irgendwo interessanten Alpha-Tieren, streut eine gehöre Prise Erotik bei, um ihre weibliche Zielgruppe zu fesseln. Die Beschreibungen der sexuellen Ausschweifungen lassen, zumindest für amerikanische Verhältnisse, an Deutlichkeit nichts zu wünschen übrig. Wild und brutal geht es zu, zügellos geben die Damen sich ihren Eroberern hin, ohne dass die Beschreibungen die Grenze des guten Geschmacks überschreiten würden.

In vorliegendem ersten Teil, des für die Übersetzung wieder gesplitteten Romans verbindet die Autorin ihre Beschreibungen von Sex und Gewalt mit einem tragischen Schicksal.
Eine noch relativ junge, nicht sonderlich attraktive Frau findet ihren Märchenprinzen. Ausgerechnet, als der Traum, den viele ihrer Zielgruppe mitträumen, Realität wird, schlägt das Schicksal erbarmungslos zu. Der besiegt geglaubte Krebs meldet sich wieder, die tragische Love-Story kann ihren vorgezeichneten Weg gehen.

Das wirkt in manchen Szenen auf mich zu melodramatisch, das wird aber bei ihren Leser(innen) gut ankommen.
Insgesamt gesehen eine von dem Grundentwurf her interessante Weltenschöpfung, die sich vornehmlich an eine weibliche Leserschicht im mittleren Alter richtet.

hinzugefügt: September 27th 2007
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Heyne Verlag
Hits: 1268
Sprache:

  

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