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Neuwald, Frédéric: Göttergrab (Buch)

Frédéric Neuwald
Göttergrab
(Le Tombeau d´Anubis, 2005)
Aus dem Französischen von Nora Schreiber
Knaur, 2007, Taschenbuch, 348 Seiten. 7,95 EUR, ISBN 978-3-426-63204-8

Von Gunther Barnewald

„Göttergrab“ knüpft direkt an die Ereignisse an, die der Autor in „Götterschwert“ (Knaur TB 63202) geschildert hat.

Nach dem Auffinden eines aus Titanlegierung geschmiedeten, uralten Artefakts, wird der Archäologe Morgan Lafet auf ein weiteres altertümliches Relikt aufmerksam gemacht, welches ebenfalls aus der geheimnisvollen Legierung zu bestehen scheint. Wieder möchte der mysteriöse Auftraggeber, der sich selbst Helios nennt, dass Lafet dieses Artefakt auffindet. Da Lafets Vater gerade in Indien verhaftet worden und dabei schwer erkrankt ist, bietet Helios an, für die Befreiung des alten Mannes, der ebenfalls Archäologe ist, zu sorgen, wenn sein Sohn das Artefakt, eine Gesichtsmaske, auftreibt. Zusammen mit seinem Bruder Etti, seinem Assistenten Hans und einem von Helios engagierten „Beschützer“ namens Hyacinthe Bertelli, der nicht zimperlich ist, wenn Hindernisse lauern, begibt sich Lafet auf die Suche, welche sie bis ins heutige Ägypten und in dessen Altertümer führt...


„Göttergrab“ besticht durch die interessanten Protagonisten, die ihre Ecken und Kanten haben und den Leser einladen, sich mit ihnen zu identifizieren. Vor allem Hans und Etti sind facettenreich ausgestaltet und vom Autor meisterhaft ausgearbeitet.

Auch atmosphärisch hat das Buch viel zu bieten, man gewinnt den Eindruck, dass der Autor ein erfahrener Reisender und Kundiger der archäologischen Wissenschaft ist. Vor allem seine Beschreibung von Ägypten überzeugt und fesselt.

Weniger gelungen ist dagegen die Action des vorliegenden Romans. Überzeugte „Götterschwer“t durch furiose und packende Szenen, so entfallen diese im vorliegenden Werk fast völlig, was schade ist. Um so erstaunlicher, dass trotzdem keine Langeweile aufkommt, was zeigt, dass der Autor ein Meister seines Fachs ist. Soll man Neuwald also zu dem Mut gratulieren, die „überzogene“ Action des ersten Teils zurückgefahren zu haben, was absolut ungewöhnlich ist für eine Fortsetzung, bei der oft die (falsche) Prämisse des „Mehr um jeden Preis“ gilt? Oder soll man sich ärgern, dass „Göttergrab“ nicht wieder jene perfekte Mischung ist, die mehr ist als die Summe aller Teile?

Summa summarum bleibt der zweite Teil einer wohl größeren Serie (wie das Ende von „Göttergrab“ andeutet) immer noch unterhaltend und sehr gut lesbar, jedoch eindeutig nicht ganz so unterhaltend und hervorragend wie sein Vorgänger „Götterschwert“.

hinzugefügt: March 1st 2007
Tester: Gunther Barnewald
Punkte:
zugehöriger Link: Knaur Verlag
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