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Ashley, Mike & Brown, Eric (Hrsg.): Rückkehr zum Mittelpunkt der Erde (Buch)

Mike Ashley & Eric Brown (Hrsg.)
Rückkehr zum Mittelpunkt der Erde
(The Mammoth Book of New Jules Verne Adventures, 2005)
Bastei Lübbe, 2006, Taschenbuch, 635 Seiten, 8,00 EUR, ISBN 978-3-404-20548-6

Von Ulrich Blode

Jules Verne gilt als einer der wichtigsten Autoren der Science Fiction. Seine Abenteuer- und Reiseliteratur ließ die Leser die Welt entdecken und vieles Ungewöhnliches erleben. Einige seiner technischen Erfindungen beruhten dabei auf bereits vorhandenen, zum Beispiel ist Nemos U-Boot eine fantastische Weiterentwicklung der Unterwasserboote, die es zu Vernes Lebzeiten bereits gab. Vernes Bücher entführten den Leser um die Erde herum, in die Erde hinein oder hinauf zum Mond. In der vorliegenden Anthologie kehren bekannte Autoren an die Verneschen Schauplätze zurück, um neue Abenteuer zu erzählen.


„Geschichten aus dem Land am Ende eines Arbeitstages“ von Peter Crowther ist großartig und überaus lesenswert. Darin diskutieren die Besucher und der Barmann einer Kneipe über seltsame Geschichten, die ihnen zu Ohren gekommen sind, unzweifelhaft die Verneschen Abenteuer. Und was keiner ahnt, das Abenteuer für sie selber hat vielleicht gerade erst angefangen.
„Die wahre Geschichte über Barbicanes Reise“ von Laurent Genefort verknüpft Verne mit H. G. Welles. Letzterer hat über die Seleniten berichtet und diesen begegnen die Verneschen Helden.
Um einen erneuten Raumflug geht es auch in Stephen Baxters „Columbiad“.
„Das schwimmende Hotel“ von Liz Williams ist nur durch Jules Verne inspiriert und greift den Forschungs- und Abenteuergeist auf, wenn einer in das vergangene Atlantis „entführt“ wird.


Die Qualität der versammelten Erzählungen ist recht unterschiedlich, auch die Ziele der Autoren sind immer wieder andere. So führen einige Autoren die Geschichten Vernes weiter, andere interpretieren sie neu oder greifen lediglich die Grundideen für eigene Erzählungen auf. Auch kommt es häufig vor, dass Erzählungen Vernes und H. G. Welles miteinander verknüpft werden. Hin und wieder kommen nationale und europäische Tendenzen zum Tragen, die Figuren sind eben nicht nur über alle Maßen erhaben, ihr Chauvinismus scheint zuweilen durch, was die Autoren gerne kritisch darstellen.
Hilfreich sind die jeder Geschichte vorangestellten Erklärungen, die Bezug auf Jules Vernes Werke nehmen und so den Zusammenhang zwischen originalen und neu erdachten Abenteuern herstellen.
Spaß macht die Anthologie in jedem Fall, für Jules-Verne-Fans lohnt sich der Kauf und andere werden gewiss auch die eine oder andere Perle finden.

hinzugefügt: February 18th 2007
Tester: Ulrich Blode
Punkte:
zugehöriger Link: Bastei-Lübbe Verlag
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