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Bad Earth 7: Entartete Zeit, Manfred Weinland (Buch)

Bad Earth 8
Manfred Weinland
Entartete Zeit
Titelillustration Arndt Drechsler
Zaubermond Verlag, 2006, Hardcover, 256 Seiten, 14,95 EUR

Von Carsten Kuhr

Immer, wenn Seriengründer und Hauptideenlieferant Manfred Weinland einen seiner mittlerweile etwas raren Romane zur Fortschreibung von „Bad Earth“ beisteuert, dann wird geklotzt und nicht gekleckert. Die Handlung springt förmlich voran, alte Zöpfe werden abgeschnitten und neue Schauplätze eingeführt.

Das ist diesmal nicht anders. Wir erinnern uns, zum Ende des vorhergehenden Bandes ist die Rubikon an der Chargin Perle der Milchstraße angekommen. John Cloud und Jarvis sind in Bereiche der Perle vorgedrungen, die selbst den Hütern der Perlen verschlossen waren – und sie treffen auf einen der ERBAUER. Kargor, wie er sich nennt, rekrutiert die Rubikon und ihre Mannschaft für eine Mission. Die Milchstraße befindet sich nicht im üblichen Zeitablauf des Universums. Ein künstliches Zeitfeld hat sie verschoben, gleichzeitig hat diese Feld alle höhere Technik der Milchstraße vernichtet. Im Butterfly-System stoßen sie auf die Verursacher des Zeitphänomens – und auf einen alten Freund ...


Weinland packt viel in die vorliegenden knapp 250 Seiten. Kurz, fast schon zu kurz wird das Aufeinandertreffen der Rubikon mit einem der ERBAUER abgehandelt, dann geht es auch schon mitten hinein in die Mission. Es bleibt wenig Zeit, Kargor etwas ausführlicher vorzustellen, geschweige denn, diesen effektiv zu portraitieren. Wir erfahren kaum etwas wirklich Handfestes von dem ERBAUER – außer, dass er übermächtig und rätselhaft ist bleibt die Zeichnung des Wesens nebulös.

Auch sonst eilt, nein rast der Plot regelrecht voran. Im Zeitraffer wird uns berichtet, wie es der Erde im letzten Jahrhundert ergangen ist, was aus Cronenberg, den Jay ´nac, Darnok und den Nargen geworden ist. Das alles wirkt ein wenig überhastet, als ob Weinland hier in einem Rundumschlag alle alten Schauplätze beenden will, um Raum für eine neu gestaltete Weiterführung zu finden. Da bleibt Vieles im Unklaren, geschweige dann, dass wir nachvollziehbare Entwicklungen präsentiert bekommen. Diese zusammengeschrumpfte Fassung der Geschehnisse hätte ohne Schwierigkeiten 4 bis 5 Romane gefüllt. Mich hätte gerade die Entwicklung auf der Erde mit Darabim und Cronenberg doch näher interessiert, doch ich musste mich hier mit einer sehr kurz ausgefallenen Abhandlung begnügen.
Aufgrund dieser Zusammendrängung der Handlung bleibt dem Autor wenig Raum für eine klare Motivation oder Zeichnung seiner Personen.

Dennoch, und das hat mich ein wenig mit dem Buch versöhnt, hat Weinland es verstanden in einem zweiten Handlungsstrang um den Nargen Jiim neben all den weltbewegenden Erkenntnissen auch etwas Anheimelndes einfließen zu lassen. Das Wunder der Geburt, des Entstehen eines neuen Lebens wird sehr stimmungsvoll doch nie kitschig dargestellt.

hinzugefügt: December 21st 2006
Tester: Carsten Kuhr
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