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King, William: Der Dämonengott - Die Legende der Terrarch 1 (Buch)

William King
Der Dämonengott
Die Legende der Terrarch 1
Aus dem Englischen von Barbara Röhl
Titelillustration von Iacopo Bruno
Piper Verlag, 2006, Paperback, 510 Seiten, 14,90 EUR, ISBN 3-492-75001-X bzw. 978-3-492-75001-1

Von Christel Scheja

William King hat sich bisher einen Namen als Autor von Romanen aus der kriegerischen Welt von „Warhammer“ gemacht, dem weltweit bekanntesten Tabletop-Spiel. Besonders bekannt geworden ist er mit den „Abenteuern von Gotrek und Felix“, die zu den Lieblingen der Leser wurden. „Der Dämonengott“ ist nun der Auftakt zu seinem ersten eigenständigen Zyklus „Die Legende der Terrarch“.


Vor Äonen kämpften die Terrarch auf ihrer eigenen Welt gegen die Mächte des Bösen. Da sie aber eine schwere Niederlage erlitten, verließen die letzten Überlebenden ihren sterbenden Planeten und kamen auf die Menschenwelt. Durch ihre Langlebigkeit und überlegene Zauberkräfte schwangen sie sich zu Herrschern über die Sterblichen auf und hielten diese in Schach, indem sie behaupteten, dies alles nur zu tun, um die Menschen vor den Angriffen des Bösen zu beschützen.
Generationen später scheint dies vergessen zu sein. Es sind nicht länger nur Dämonen und Monster, gegen die die Terrarch mit ihren Hilfstruppen zu Felde ziehen, sondern auch rebellische Menschen und Abtrünnige, die durch die Beschwörung dunkler Kräfte noch mehr Macht erlangen wollen.
In diesen Strudel aus politischen Intrigen und tödlichen Gefahren geraten auch die Söldner Rik, Leon, Wiesel und der Barbar. Als Mischling zwischen Mensch und Terrarch spürt Ersterer, dass mehr als nur eine simple Rebellion der Hochländer und ihres fanatischen Propheten niedergeschlagen werden soll. Ganz offensichtlich will jemand einen verbannten Gott in die Welt zurückholen. Dank dem Blut in seinen Adern merkt Rik deutlich, da Magie mit im Spiel ist.
Richtig ernst wird es, als das Regiment in ein verlassenes Bergwerk eindringt, um einen abtrünnigen Magier zu stellen, der sich finsterer Kräfte bedient hat. Rik und seine Kameraden besiegen nicht nur das Monster, es gelingt ihnen auch, den Zauberer zu stellen und zu besiegen, bevor er seine Beschwörungen vollenden kann.
Sie machen reiche Beute. Anstatt jedoch die Zauberbücher der Inquisition der Terrarch zu übergeben, damit sie vernichtet werden können, schaffen die Vier diese beiseite, um sie in der nächsten Stadt zu Geld zu machen. Nur Rik fällt auf, dass sie sich damit in tödliche Gefahr gebracht haben, denn noch jemand anderer neben den elfenhaften Magiern ist auf der Suche nach den Grimoires – und der geht buchstäblich über Leichen...


Wie in seinen „Gotrek und Felix“-Romanen verbindet William King die actionreiche Handlung mit ein wenig Humor und markant gezeichneten Figuren. Die Kampfszenen sind immer wieder von ruhigeren Schilderungen unterbrochen, in denen man mehr über die Helden, Feinde und den Hintergrund erfährt und so merkt, dass die Handlung nicht nur dazu dient, ein Schlachtengetümmel nach dem anderen darzustellen.
Wie gewohnt bedient der Autor in Bezug auf die Helden und Feinde die gängigen Klischees um abgebrühte Söldner, schlicht gestrickte Barbaren und von Machtgier zerfressene Feinde, gibt den wichtigen Figuren durch die persönlichen Szenen und eine gelungene Charakterisierung genug Lebendigkeit, damit die Leser mit ihnen fühlen und denken können.

Damit erfüllt „Der Dämonengott“ voll und ganz das Ziel, das Publikum kurzweilig und spannend zu unterhalten, ohne auf Dauer mit einer Aneinanderreihung von sinnfreiem Gemetzel zu nerven. Vor allem Fans actionreicher Abenteuer-Fantasy dürften Gefallen an dem Roman finden.

hinzugefügt: November 10th 2006
Tester: Christel Scheja
Punkte:
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Hits: 2188
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