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Clemens, James: Hinterland - Die Chroniken von Myrillia 2 (Buch)

James CIemens
Hinterland - Die Chroniken von Myrillia 2
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Siglinde Müller
Titelillustration: Geoff Taylor
Heyne Verlag, 2006, Hardcover, 638 Seiten, 21,95 EUR, ISBN 3-453-26540-0

Von Carsten Kuhr

Die Feste Tashijan steht diesmal im Mittelpunkt des Geschehens. Ein neuer Krieg der Götter steht Myrillia bevor, der Welt, die von Gestalt gewordenen Göttern, Schattenrittern und Magiern regiert wird. Vor vier Jahrtausenden zähmten 100 Götter einige Landstriche Myrillias unter Aufgabe ihrer Göttlichkeit. Während ein Teil von ihnen in den Aether abwanderte, verzogen sich ihre negativsten Wesenszüge in den Naether. Was übrig blieb wandelte seitdem auf Erden, ließ sich anbeten, und verteilte seine magischen Gaben, die Körpersäfte über ihre Jünger, Hände genannt auf ihre Völker. Ein von mehreren abtrünnigen Göttern mit dunklen Krätten gespeister Schneesturm igelt die Feste der Schattenritter ein. Das Eis droht die Mauern zu sprengen, die Bastion der Schattenritter kann den Kräften der Kälte nicht widerstehen. Aus den Tiefen der Keller bedroht ein zweiter Angriff die Feste. Schwarze Dämonenritter im Auftrag des Naethers, der dunklen Kraft die bei der Zerstörung der Welt der Götter geschaffen wurde, eröffnen eine zweite Front. Mittendrin Tylar, unser Göttertöter und seine Freunde.

Eigentlich galt es ein Fest zu feiern, und Tylar im Kreis der Schattenritter erneut willkommen zu heißen. Dass die wilden Götter und einige Verschwörer aus den Reihen der auf Erden wandelnden Gottheiten sich einmischen, und Tylar nach seinem Leben trachten war nicht vorgesehen. Das Haupt eines getöteten wilden Gottes sorgt dafür, dass die Situation eskaliert. Jede der Parteien sucht den Schädel als magisches Kleinod für sich zu sichern. Während die Feste unter den Angriffen wankt macht Tylar sich auf den Weg ins ungezähmte Land der wilden Götter - ins Hinterland. Hier scheint die Quelle der Angriffe verborgen zu liegen, nur von hier kann der tödliche Griff des Eises auf Taschijan gebrochen werden. Auf dem Weg wird die Expedition von einer verrückten Göttin gefangen genommen, muss sich gegen Dämonen behaupten und trifft schließlich auf die Wyr. Die Wyr, Wesen aus Magie geboren, haben sich ganz der Manipulation von Menschen und Göttern verschrieben. Noch bleibt ihr Ziel verborgen, doch sie weisen Tylar und seinen Helfern den Weg zur Quelle der Angriffe. Einmal mehr steht der von einem Dämonenritter verletzte, und mit dem Tode ringende Tylar vor der Aufgabe Götter zu töten...


Gut ein Jahr ist es her, dass im Heyne Verlag der erste Band der projektierten Trilogie erschien. Im September 2006, noch vor der US-Ausgabe, somit also als Welterstveröffentlichung legt der Verlag nun den zweiten Teil des Zyklus auf. Inhaltlich setzt dieser nahtlos an die Handlung des ersten Bandes an. Leider hat man es versäumt, dem Leser eine Zusammenfassung der Ereignisse im Auftaktband an die Hand zu geben, so dass sich die Handlung zunächst etwas verwirrend aufgrund ihres komplexen Aufbaus und der vielen auftretenden Personen gestaltet.

Genau dies aber, die vielfältigen, fascettenreichen Personen ist das Pfund mit dem CIemens wuchert.
Seine Gestalten, insbesondere die aus der zweiten Reihe, wissen ob ihrer detailreichen Darstellung zu faszinieren. CIemens versteht es uns deren Entwicklung nachvollziehbar aber unaufdringlich darzustellen, dreht zunächst negativ besetzte Menschen im Verlauf der Handlung, lässt die Erlebnisse diese wandeln.
Auch die sehr detailreich ausgestaltete Welt mit seinen sehr unterschiedlichen Landstrichen und Kulturen sorgt für weitere Tiefe. Tylar, seine Helfer aber auch die Gegner agieren nachvollziehbar, wirken in ihrer Beschreibung rund und interessant.
Ansonsten bewegen wir uns im fast schon gewohnten Bild von magischen Waffen, sich einmischender Götter, finsterer und machtgieriger Magier.

„Hinterland“ bietet jede Menge spannender Kämpfe, interessante Rätsel, einen Sword und Sorcery Plot kombiniert mit einem faszinierenden Setting und vielschichtigen Figuren, so dass die Weihen des Hardcovers in diesem Fall sicherlich gerechtfertigt sind.

hinzugefügt: October 25th 2006
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Heyne Verlag
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