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Baum, L. Frank: Der Zauberer von Oz (Comic)

L. Frank Baum
Der Zauberer von Oz
(The Wonderful Wizard of Oz, 1900)
Adaption von David Chauvel
Illustrationen von Enrique Fernandez
(Le Magicien d’Oz – Vol. 1 – 3, Frankreich, 2005)
Aus dem Französischen von Bernd Leibowitz
Karte von Peter E. Hanff und dem International Wizard of Oz Club
Ehapa Comic Collection, 2006, Hardcover, 100 Seiten, 15,00 EUR, ISBN 3-7704-2915-X bzw. 978-3-7704-2915-8

Von Irene Salzmann

Die kleine Dorothy lebt zusammen mit Onkel und Tante auf einer Farm in den weiten Ebenen von Kansas. Als ein Wirbelsturm Dorothy zusammen mit ihrem Hund Toto davonträgt, findet sie sich in einem fremden Land wieder. Von den Munchkins wird sie freundlich aufgenommen, denn Dorothys Haus stürzte ausgerechnet auf das der bösen Hexe des Ostens, die dabei getötet wurde.
Trotzdem möchte Dorothy gleich wieder nach Hause. Die Hexe des Nordens rät ihr, den Zauberer von Oz in der Smaragdstadt zu besuchen und ihn um Hilfe zu bitten. Zum Abschied schenkt sie Dorothy die magischen Schuhe der Hexe des Ostens und gibt ihr einen Kuss zum Schutz mit.
Während Dorothy dem Weg aus gelben Ziegelsteinen folgt, findet sie treue Freunde: Die Vogelscheuche wünscht sich Verstand und hofft, dass der Zauberer ihr welchen verleihen wird. Der Blechmann sehnt sich nach einem Herz, um wieder lieben zu können. Der ängstliche Löwe träumt davon, zu einem mutigen König der Tiere zu werden.
Als sie schließlich nach vielen gefährlichen Abenteuern vor dem Zauberer von Oz stehen, erwartet sie eine große Überraschung...

Der Klassiker von Lyman Frank Baum, der bereits 1900 verfasst wurde, erlangte vor allem durch das gleichnamige Musical mit der jungen Judy Garland in der Hauptrolle weltweite Berühmtheit (1939). Lieder wie „Somewhere Over The Rainbow“ sind unvergessen.
Die märchenhafte Fantasy-Erzählung handelt von Freundschaft und davon, dass jeder über sich hinauswachsen kann, wenn es die Situation erfordert. Niemand benötigt einen Zauber oder ähnliches, um seinen Verstand zu gebrauchen, zu fühlen und zu lieben oder Mut zu zeigen. Statt sich auf andere zu verlassen, erreicht man mehr, wenn man sein Schicksal selbst in die Hand nimmt. Freundlichkeit und Beharrlichkeit führen eher zum Erfolg als Gemeinheit und Arglist. Nicht immer ist alles so, wie es auf den ersten Blick hin scheint.
Oft wurde das Buch als Allegorie auf die damals aktuellen Zustände in den USA interpretiert, doch bestritt Baum dies vehement. Tatsächlich wollte er lediglich ein unterhaltsames und für seine Zeit modernes Märchenbuch verfassen. „Der Zauberer von Oz“ wird oft mit Lewis Carrolls „Alice im Wunderland“ verglichen und beeinflusste in den folgenden Jahren SF-Autoren wie Robert A. Heinlein und Ray Bradbury. Die Geschichte war so beliebt, dass Baum und andere Schriftsteller Fortsetzungen schrieben.

In der Ehapa-Comic-Collection ist nun die Comic-Adaption von David Chauvel und Enrique Fernandez erschienen. Die bekannte Geschichte wird spannend und humorvoll nacherzählt, unterlegt von farbenprächtigen, schwungvollen Bildern. Obwohl „Der Zauberer von Oz“ zu den Kinderbüchern zählt (Arena, Dressler u. a.), reizt die phantastische Geschichte ältere Leser genauso – und der Comic ist ganz und gar nicht kindlich gezeichnet.
Tatsächlich ist dieser aufwändige HC-Band eine wunderschöne Lektüre für Leser jeder Altersstufe, insbesondere aber für die Liebhaber origineller Comics. Sammler haben die Ehapa-Comic-Collection, die immer wieder neue und interessante Geschichten offeriert, längst entdeckt und werden zweifellos auch diesen Band gern ins Regal zu den anderen Büchern der Edition stellen.

hinzugefügt: October 11th 2006
Tester: Irene Salzmann
Punkte:
zugehöriger Link: Ehapa Comic Collection
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