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Goodkind, Terry: Die Magie der Erinnerung - Das Schwert der Wahrheit 15 (Buch)

Terry Goodkind
Das Schwert der Wahrheit 15
Die Magie der Erinnerung
(Chainfire)
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Caspar Holz
Titelbild: Bondar & Rg.
Blanvalet, 2006, Paperback, 736 Seiten, 13,00 EUR, ISBN 3-442-24233-9

Von Carsten Kuhr

Mit vorliegenden Band kehrt die Reihe um Richard Rahl, den Sucher, wieder zu seinem Hausverlag Blanvalet zurück. Nachdem man die letzten beiden Romane des Endlos-Zyklus im Hardcover beim Konzerneigenen Limes Verlag debütieren ließ, werden die Romane zukünftig wieder direkt bei Blanvalet als großformatige Paperbacks aufgelegt werden. Scheinbar blieben die Verkaufszahlen der hochpreisliche gebundenen Ausgaben doch ein wenig hinter den Erwartungen zurück. Immerhin, und dies ist ganz eindeutig der Hand des Herausgebers, Volker Busch zu verdanken hat man den umfangreichen Roman für die Übersetzung nicht künstlich in mehrere Teile aufgesplittet, sondern ein entsprechend dickes, klein gesetztes Buch produziert.
Um was geht es diesmal?
Nach wie vor befinden sich D´Hara und die Midlands im Zentrum eines Angriffs. Die weit überlegenen Horden der Imperialen Ordnung unter dem skrupellosen Anführer Jagang führen ihre Angriffe auf die freien Reiche und Richard fort.
In einem Scharmützel mit Soldaten des Imperiums fängt sich Richard Rahl einen Armbrust-Pfeil ein. Nur die magischen Heilkräfte Niccis, die subtraktive Magie zu seiner Rettung einsetzt, halten ihn am Leben. Als er wieder zu sich kommt will sich jedoch niemand mehr an seine Gemahlin, die Mutter Konfessor Kahlan erinnern. Sie alle nehmen an, dass Richard an Wahnvorstellungen aufgrund seiner Verletzung leidet, eine Frau, noch dazu Mutter Konfessor, an Richards Seite, das ist schlicht undenkbar. Uneinsichtig wie Richard ist, will er sich den Überzeugungen seiner Freunde nicht beugen, sondern sich auf die Suche nach seiner Liebe machen. Doch zunächst gilt es einmal mehr D´Hara vor den Angreifern zu schützen. Nachdem ihm ein Grab und ein Sarg der Mutter Konfessor gezeigt wurden, wendet er sich zuletzt um Hilfe an die undurchsichtige Hexe Shota. Doch diese verlangt als Preis für ihre Unterstützung das legendäre Schwert der Wahrheit...


Fünfzehn Bände, noch dazu sehr umfangreiche Romane um einen Plot, der ursprünglich einmal auf drei, vielleicht maximal fünf Titel ausgelegt war, sind mittlerweile erschienen. Für Neuleser ist der Einstieg kaum mehr zu vollziehen. Zu vielfältig sich die Ereignisse, die zu vorliegendem Zustand führten, zu wenig werden diese reflektiert. Das wäre auch gar nicht möglich, würde die Zusammenfassung doch rund ein Viertel des Buches einnehmen.

Zu Beginn des Zyklus faszinierte insbesondere die ungewohnte Verbindung von Fantasy-Schemata mit Sado-Maso Szenen. Auch die gelungene Charakterzeichnung des Autors wusste mich zu fesseln.
Mittlerweile aber hat die Handlung leider deutlich an Drive verloren, die Gestalten wirken statisch, die Handlung über weiter Strecken vorhersehbar. Wo ist sie geblieben, die scheinbare Leichtigkeit mit der Goodkind uns in seine spannende Handlung zog, wo seine Fähigkeit, in den Lesern Gefühle für seine Protagonisten zu wecken. Diesmal zumindest blieb Beides auf der Strecke. Die Handlung wirkt gelinde gesagt gestreckt, es geht sehr viel, zu viel, um die Beziehungen der Personen zueinander. Lange Dialoge vergällen das Lesevergnügen, die Spannung bleibt auf der Strecke.
Dass Goodkind es besser, viel besser kann zeigten die ersten fünf, sechs Romane des Zyklus. Seitdem wiederholt und verzettelt er sich, so dass dieser Roman wohl nur für absolute „Schwert der Wahrheit“-Fans eine lohenswerte Anschaffung ist.

hinzugefügt: August 29th 2006
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Blanvalet Verlag
Hits: 2583
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