Im Gespräch mit: Oliver Henkel
Datum: Wednesday, 29.July. @ 20:34:48 CEST
Thema: Interview


Oliver Henkel wurde 1973 in Lübeck geboren, wo er auch heute noch lebt und arbeitet. 2002 und 2003 wurden seine beiden ersten Alternativwelt-Romane, „Die Zeitmaschine Karls des Großen“ und „Kaisertag“, mit dem Deutschen Science Fiction Preis ausgezeichnet. Im Juni erschien im Atlantis Verlag mit „Im Jahre Ragnarök“ der dritte Roman des Autors. Unser Mitarbeiter Thomas Harbach hat die Gelegenheit genutzt, und sich mit Oliver Henkel über das Gestern, Heute und Morgen unterhalten.


Mit „Im Jahre Ragnarök“ ist Dein dritter Roman, zum ersten Mal nicht als BoD, bei Atlantis erschienen. Bedeutete es für Dich arbeitstechnisch eine Umstellung gegenüber den ersten beiden Büchern, „Die Zeitmaschine Karls des Großen“ und „Kaisertag“?

Es war keine große Umstellung, aber das hat auch damit zu tun, dass ich lange Zeit davon ausgehen musste, auch „Im Jahre Ragnarök“ wieder als Book on Demand herauszubringen. Als ich von Guido Latz das Angebot erhielt, meinen neuen Roman in seinem Verlag zu veröffentlichen, war er schon zu etwa zwei Dritteln fertiggestellt. Allerdings wurde meine Motivation zum Weiterschreiben natürlich erheblich gesteigert.

Was macht denn Oliver Henkel noch, wenn er nicht Romane schreibt? Welche Lektüre bevorzugst Du, und was geht Dir vollkommen gegen den Strich?

Zunächst einmal bin ich eine Art Anti-Cineast. Ich habe eine Vorliebe für Filme aus der Rubrik „so schlecht, dass sie schon wieder gut sind“. Kein DVD-Wühltisch, kein Ein-Euro-Shop ist vor mir sicher. Dabei liegt mir das Horrorgenre wenig, aber hirntote Science Fiction, lachhafte Action oder bizarre italienische „Conan“-Plagiate finde ich großartig. Natürlich mag ich auch im landläufigen Sinne gute Filme, aber die schlechten sind oftmals viel interessanter und überraschender in den immer neuen Facetten ihres Versagens. Was Lektüre angeht, habe ich natürlich eine besondere Schwäche für Alternativwelt-Stories - was wohl niemanden verblüffen dürfte. Und auch Zeitreisethemen faszinieren mich sehr. Schließlich bin ich ja durch Ward Moores „Der große Süden“, in dem beide Sub-Genres verbunden sind, zur SF gelangt. Mit Fantasy hingegen tue ich mir sehr schwer. Schwerter und Magie, Elfen und Drachen liegen mir nicht besonders. Beim „Herrn der Ringe“ habe ich nach sechs Seiten kapituliert, und auch mit Vonda N. McIntyres „Am Hofe des Sonnenkönigs“, das ja eher eine Art Alternativweltgeschichte ist, konnte ich mich nicht wirklich anfreunden. Begeistert war ich dafür von Mary Gentles „Ash - A Secret History“, das meinen Blickwinkel auf Alternativweltkonzepte total verändert hat ... und mich zugleich sehr deprimiert hat, weil ich den fast schon verzweifelten Wunsch habe, etwas ähnlich Ausgefeiltes, Vielschichtiges zu schreiben.

Nach dieser Einführung. Kannst Du uns etwas über Dich, Dein Privatleben und Deine Faszination an der Geschichte/ Historie erzählen?

Ach, mein Privatleben ... das hat enttäuschend wenig mit dem zu tun, was ich schreibe. Ich arbeite für eine Firma, die einem gewissen großen Software-Konzern zu mehr Einnahmen aus Online-Werbung verhelfen soll. Eine recht öde Arbeit, die aber den Vorteil hat, sauber von meiner Schriftstellerei getrennt zu sein. Meine Faszination für Geschichte reicht weit zurück. Ich weiß nicht, wann und womit sie begonnen hat, aber sie sitzt tief. Ich finde es hochinteressant, historische Entwicklungen nachzuverfolgen und zu erkennen, auf welchen Wegen, Irrwegen und Umwegen das Heute seine Gestalt fand. Und natürlich halte ich nach den obskuren, seltsamen Episoden und Gestalten der Vergangenheit Ausschau. Manchmal entdecke ich unerwartete Querverbindungen und Zusammenhänge, die mich verblüffen und inspirieren. Die Vergangenheit ist die reinste Wundertüte.

„Kaisertag“ spielte ja in Deiner Heimatstadt Lübeck. Außerhalb der Tatsache,
dass Du sicherlich nach Willy Brandt, Thomas Mann und Günter Grass der vierte Nobelpreisträger der Stadt werden willst, wie hat sich die Heimatverbundenheit auf Deine Recherche und die Konzeption des Buches ausgewirkt? Hast Du auch mit der hanseatischen Geschichte gespielt?


An der Sache mit dem Nobelpreis arbeite ich noch ... aber zur eigentlichen Frage. Meine Verbundenheit mit Lübeck hatte sehr, sehr großen Anteil an der Entstehung von „Kaisertag“. Das Buch wäre nicht einmal annähernd so geworden, wie es ist, hätte ich es in einer x-beliebigen anderen deutschen Stadt spielen lassen. Nahezu alle Orte der Handlung habe ich selber mehrmals aufgesucht, um ihre Atmosphäre auf mich wirken zu lassen; manche präsentieren sich natürlich durch die Kriegszerstörungen oder rücksichtslose Stadtsanierung völlig anders, als in „Kaisertag“, wo sich die Veränderungen seit 1914 in Grenzen hielten. Aber selbst dieser Unterschied trägt ja dazu bei, ein Gefühl für den Ort zu bekommen. Natürlich hatte ich mich mit Bergen von Büchern zur Stadtgeschichte eingedeckt, und besonders Fotos aus den 20er und 30er Jahren dienten mir als Anhaltspunkt dafür, wie „mein“ Lübeck ungefähr aussehen sollte. An zahlreichen Stellen sind auch Dinge eingeflossen, die vermutlich nur ein Lübecker verstehen kann - etwa Anspielungen auf die stets defekte Herrenbrücke, eine große Klappbrücke über die Trave, die mittlerweile durch einen weitgehend boykottierten Mauttunnel ersetzt wurde. Besonderes Vergnügen hat es mir bereitet, Fakten zu verarbeiten, die selbst einem heutigen Lübecker unbekannt sein dürften. Der „Kleine Mönch“ in der Marienkirche zum Beispiel ist nicht meine Erfindung, er stand dort wirklich und war, bevor er beim Bombenangriff 1942 verbrannte, allen Lübeckern bekannt. Und natürlich ist das Lübeck in „Kaisertag“ nach wie vor ein vollgültiger Gliedstaat des Deutschen Reiches - mit einem Bürgermeister, der zugleich Staatsoberhaupt ist, sich protokollarisch auf Augenhöhe mit dem König von Bayern oder dem Großherzog von Baden befindet, und über dem nur noch der Kaiser steht. Dass Lübeck bis 1918 einen solchen erstaunlichen Status innehatte, ist selbst unter Lübeckern heute weitgehend vergessen. Diesen aus heutiger Sicht bizarren Zustand als alltägliche Selbstverständlichkeit zu schildern war besonders interessant.

Zurück zu „Im Jahre Ragnarök“. Hier arbeitest Du ja noch stärker - als zum Beispiel in „Kaisertag“ - mit historischen Figuren. Wie betreibst Du die Recherche und wie viel Spaß macht es Dir, einen historischen Charakter wie zum Beispiel Patton oder auch den Hippieautor Kerouac einfach zu versetzen?

Es bereitet mir kolossales Vergnügen, eine reale Person aus ihrem gewohnten historischen Rahmen zu reißen und in eine Alternativwelt stellen, in der sich ihr Schicksal natürlich vom „point of divergence“ an anders entwickeln musste. Was wird aus Himmler, wenn es niemals ein Drittes Reich gibt? Bei mir wurde er zu einer Art Colonel Sanders, der statt pappiger Kentucky Fried Chicken die Welt mit geschmacksfrei zurechtgezüchteten Brathähnchen beglückt. Das sind natürlich Anspielungen auf Züge des historischen Himmler, der sich in den 20er Jahren erfolglos als Hühnerzüchter versuchte. So etwas ist natürlich reine Spekulation, wenn auch nicht ohne Bezug zur Wirklichkeit. Aber es ist immer interessant, sich auszumalen, was wohl aus einem bestimmten Menschen unter anderen Voraussetzungen geworden wäre.

Nach welchen Kriterien gehst Du bei der Komposition Deiner Alternativwelten beziehungsweise der Auswahl dieser historischen Figuren vor? Was machst Du zuerst stimmig?

Am Anfang steht immer die Idee für die Alternativwelt. Meistens entsteht sie daraus, dass ich mich mit einem geschichtlichen Thema beschäftige, das mich gerade interessiert, und mir dabei ein Einfall für eine andere historische Entwicklung kommt. Dann überlege ich mir, wann sich daraus eine Situation ergeben könnte, die originelle Grundkonflikte bietet - denn erst glaubwürdige, bedrohliche Konflikte, die nachvollziehbar aus der veränderten Situation erwachsen, ergeben einen guten Hintergrund für ein Szenario. Die eigentliche Handlung entwickle ich nach einem zentralen Gesichtspunkt: Sie darf so, wie sie ist, nur in dieser spezifischen Alternativwelt stattfinden können. Eine Standardstory, die man überall ansiedeln könnte, einfach nur vor einer alternativhistorischen Kulisse ablaufen zu lassen, ergibt nie einen Alternativwelt-Roman. Vielmehr müssen die handelnden Charaktere, ihre Motivationen, Handlungen und Schicksale ganz klar Produkte der Alternativwelt und ihrer speziellen Bedingungen sein. Sonst könnte ich ja gleich einen handelsüblichen historischen Roman, Thriller oder Abenteuerroman schreiben.

Die historischen Figuren kommen auf ganz unterschiedliche Weise zustande, je nachdem, welche Funktion sie erfüllen. General Patton etwa spielt eine recht wichtige Rolle; ich habe ihn bewusst ausgewählt und sein Verhalten, das ja letztlich ausschlaggebend für den Fortgang der Handlung ist, aus seinem realen Charakter entwickelt. Andere historische Personen hingegen dienen eher dazu, durch ihr Auftauchen der Alternativwelt mehr Plastizität und Authentizität zu verleihen. Eine solche Verbindung zur uns vertrauten Realität macht eine Alternativwelt greifbarer, realer, meine ich. Wenn Jack Kerouac als Army-Lastwagenfahrer auftaucht, ist das natürlich zunächst einmal ein unterhaltsamer Gag. Aber gleichzeitig eröffnet das auch zusätzliche Blickwinkel auf die Welt, in der sich die Geschichte abspielt. Eine solche Figur ist nie reiner Selbstzweck, auch wenn das bei Ed Woods Gastauftritt manchem wohl so vorkam.

„Im Jahre Ragnarök“ spielt ja vor einem erfolgreich umgesetzten Morgenthau-Plan in Deutschland nach dem verlorenen Weltkrieg. Gibt es Literatur zu diesem Thema und/oder hast Du zum Beispiel Dich auch mit Thomas Zieglers „Die Stimmen der Nacht“ auseinandergesetzt?

Literatur zum Thema Morgenthau-Plan ist im deutschsprachigen Raum dünn gesät. Ich sage es ungerne, da ich befürchte, missverstanden zu werden - aber es verstößt offenbar gegen die hier herrschende political correctness, den Morgenthau-Plan zu erwähnen. Und wenn man es doch tut, wird von einem erwartet, sofort relativierend hinzuzufügen, dass er nie wirkliche Chancen auf Verwirklichung gehabt habe. Das ist allerdings falsch, Präsident Roosevelt hatte dem Plan seines Finanzministers 1944 bereits mit Unterschrift zugestimmt und sein Einverständnis erst zurückgezogen, als der Presse zugespielte Einzelheiten einen Sturm der Entrüstung in der amerikanischen Öffentlichkeit auslösten. Das ist verständlich, denn es ging immerhin darum, Deutschland durch radikale Deindustrialisierung für alle Zeiten ungefährlich zu machen. Es sollte ein Agrarland buchstäblich auf dem technologischen Niveau des 18. Jahrhunderts werden. Dass dabei Millionen Deutscher zwangsläufig verhungert wären, war zwar weder Absicht noch Ziel, wurde aber als Nebeneffekt billigend in Kauf genommen. Letztlich taugte der Morgentau-Plan nur für zwei Dinge wirklich: Erstens lieferte er der Nazipropaganda unbezahlbare Munition, um Durchhaltewillen und Fanatismus in den letzten Kriegsmonaten noch einmal unerwartet zu steigern. Und zweitens ist er bis heute ein gefundenes Fressen für Rechtsextreme und Antisemiten, da Morgentau Jude war und die Deutschen verständlicherweise verabscheute. Literaturempfehlungen kann ich leider nicht geben. Die Bücher, die ich kennenlernte, sind entweder Schauergeschichten konservativer (allerdings nicht rechtsgerichteter) Historiker oder eher linksliberale Versuche, den Morgenthau-Plan bundesrepublikanisch-politisch-korrekt wegzudiskutieren und Henry Morgenthau als wohlmeinenden, aber missverstandenen Menschenfreund darzustellen.

Zieglers „Die Stimmen der Nacht“ habe ich natürlich gelesen, und zwar sowohl in der Ursprungsfassung von 1983 als auch in der überarbeiteten Version von 1993. Das Buch hat mich sehr beeindruckt, gerade in den Passagen, die in Deutschland angesiedelt sind. Aber ich habe bewusst versucht, mich beim Schreiben nicht davon beeinflussen zu lassen. Ich wollte, dass „Im Jahre Ragnarök“ eigenständig bleibt und gar nicht erst in den Geruch kommt, ein Plagiat zu sein oder bequem im Fahrwasser von Thomas Zieglers exzellentem Roman zu segeln.

Du verbindest in „Im Jahre Ragnarök“ Zeitreise- und Alternativweltthematik. Manche Kritiker argumentieren, das eine Thematik für den vorliegenden Roman vollkommen ausgereicht hat. War die Kombination von Beginn an geplant oder hast Du Dich erst im Verlaufe des Schreibens entsprechend entschieden?

Die teilweise sehr schneidende Kritik an der Kombination kann ich wirklich nicht nachvollziehen. Welchem Zweck sollte die zwanghafte Reinerhaltung von Subgenres dienen? Dann dürfte es weder Harry Turtledoves „Guns of the South“ geben noch James P. Hogans „Unternehmen Proteus“ oder John Brunners „Zeiten ohne Zahl“ - ganz zu schweigen von Ward Moores „Der große Süden“. Ich finde, ein Cross-Genre-Konzept ist voll und ganz zulässig, so lange es sich organisch aus der Handlung ergibt beziehungsweise von der Handlung voll gestützt wird. Außerdem habe ich ja den Zeitreise-Plot tatsächlich nicht der Handlung nachträglich aufgepfropft, um mich aus einer Storysackgasse zu befreien oder ein ähnliches Dilemma zu lösen, sondern er war von Anfang an Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, das verborgene Schwungrad, das ohne Wissen der Hauptfiguren alles erst in Gang setzte. Die Story war in ihren Grundmotiven von Beginn an so gedacht, wie sie jetzt ist. Zwar haben sich zahlreiche Details tatsächlich erst beim Schreiben ergeben, und es fielen auch zwei Nebenhandlungen weg, die nichts zum Fortgang der Handlung beitrugen und nur den Fluss der Geschehnisse aufhielten. Doch die nahtlose Vermengung von Alternativwelt und Zeitreise war von Anfang an der Hauptpfeiler. Ich glaube, man merkt das auch, weil die Zeitreiseelemente ja bereits frühzeitig untrennbar in das Geschehen eingewoben werden - auch, wenn dem Leser ja beim ersten Vorfall in London noch nicht verraten wird, was es damit auf sich hat.

„Im Jahre Ragnarök“ ist ja im Vergleich zu Deinen ersten beiden Büchern deutlich kompakter und wirkt teilweise wie ein Abenteuerritt durch ein zerstörtes Land eines ungleichen Buddy-Teams mit weiblicher Begleitung: Hast Du das Buch von Beginn an derartig rasant geplant oder hat es sich mit dem Schreiben ergeben?

Es war von Anfang an meine Absicht. Ich hatte eine Art Roadmovie vor Augen, der mit einem gewissen, sich gegen Ende steigernden Tempo abläuft. Die Geschichte sollte geradeaus erzählt werden, ohne Umwege oder Leerlauf. Zeit ist ein kritischer Faktor in dieser Geschichte, und das sollte der Leser spüren, ohne es zu wissen. Anleihen bei Buddy-Filmen sind übrigens durchaus gewollt, wobei natürlich die Personenkonstellation bei mir schon eine spezielle Note hat.

Bist Du mit der Resonanz auf Deinen Roman zufrieden? Ein Kritiker in den Foren sprach ja ohne nähere Begründungen von einem Niveau knapp oberhalb des Heftromans.

Oh, jetzt wird es kompliziert ... ich will ja nicht als Mimose gelten. Ganz ehrlich, ich kann manche der negativen Kritiken überhaupt nicht verstehen. Die Sache mit dem Heftroman-Niveau halte ich für einen schon fast bösartigen Tiefschlag - besonders, da ja eine wirkliche Begründung für diese aus meiner Sicht vernichtend miserable Einschätzung fehlt. Vielleicht hat es etwas damit zu tun, dass manche die Verbindung von Alternativwelt- und Zeitreise-SF ablehnen, wie ich mitbekommen habe. Meine Ansichten dazu kennst Du ja bereits. Allerdings gibt es auch viele Kritikpunkte, die ich als sehr nützlich empfinde - ich gelobe beispielsweise, mich hinfort weniger über Magenprobleme auszulassen. Die Mehrzahl der Kritiken scheint mir indes freundlich bis positiv zu sein. Ein Kritiker nannte das Buch - das ihm übrigens gefallen hat - zusammenfassend eine Art Indiana-Jones-Abenteuer mit zeitreisenden Nazis in einer Alternativwelt. Mit dieser Einschätzung bin ich absolut zufrieden.

Stell Dir ein weißes Blatt vor, welches die erste Seite Deines neuen Buches wird. Wie gehst Du vor?

Ich verzweifle zunächst einmal ein wenig. Dann beginne ich mit Sätzen, die sozusagen die Grundatmosphäre des Gesamtbuches festlegen sollen. Meistens streiche und ändere ich diese ersten Sätze wieder und wieder, da der Einstieg das Schwerste ist. Soviel zum Thema „Binsenweisheit des Tages“.

Eine alte Fußballerweisheit: Nach dem Spiel ist vor dem Spiel. Wie weit bist Du mit einem neuen Roman?

Ich habe die Freude und Ehre, ankündigen zu dürfen, dass ich mit dem Schreiben eines neuen Buches begonnen habe, nachdem endlich meine Recherchen weit genug gediehen sind. Und allen, die sich an der Zeitreisethematik in „Im Jahre Ragnarök“ störten, darf ich versichern, dass es sich um einen reinen und unverfälschten Alternativwelt-Roman ohne Anleihen in anderen SF-Genres handeln wird. Ich kann ja ruhig andeuten, dass der Arbeitstitel „Die Fahrt des Leviathan“ lautet und dass ich mich ins 19. Jahrhundert begebe. Damit verrate ich nicht zu viel, denke ich. Und schönerweise hat Guido Latz bereits Interesse bekundet.

Was muss für Dich ein perfekter Roman enthalten?

Meinen Namen auf dem Umschlag und acht Millionen verkaufte Exemplare.


Oliver Naujoks Rezension zu „Im Jahre Ragnarök“ ist hier zu finden.

Oliver Henkels Website ist hier zu finden.





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