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  Kino: Boxoffice: Noch keine Erlösung für den „Terminator“
Geschrieben am Monday, 25.May. @ 21:25:24 CEST von Oliver
 
 
  Kino In der Regel gehen sich Hollywood-Studios mit großen potentiellen Blockbustern aus dem Weg um Kannibalisierungseffekte zu vermeiden. Am letzten, langen Memorial-Day-Wochenende in den USA, häufig eines der umsatzstärksten des ganzen Jahres, traten diesmal allerdings gleich zwei große Blockbuster-Hoffnungen gegeneinander an. Dabei konnte sich der Familien-Fantasyfilm „Nachts im Museum 2“ mit 70,0 Mio. Dollar knapp gegen „Terminator: Die Erlösung“ durchsetzen, der 67,2 Millionen Dollar holte. Beides sehr ordentliche, keinesfalls aber rekordverdächtige und somit gelinde enttäuschende Zahlen.

Unter dem Strich stehen da jetzt zwei Zahlen, die aber im Detail eher schwer zu vergleichen sind. Der vierte „Terminator“-Film startete einen Tag früher, bereits am Donnerstag, so dass die 70 Millionen Dollar 5-Tages-Zahlen (Do-Mo) sind, während „Nachts im Museum 2“ normal am Freitag startete, allerdings in über 500 Kinos mehr. „Nachts im Museum 2“ hatte als Familienfilm mit niedrigerer Freigabe Startvorteile am Wochenende (u.a. durch die von Familien gerne frequentierten Nachmittagsvorstellugen), trotzdem waren Analysten davon ausgegangen, dass der vierte „Terminator“-Film das Wochenende gewinnt. Dass es dazu nicht gereicht hat, wird als Enttäuschung gewertet. Zwar sind einem postapokalyptischen Kriegsfilm an der Kinokasse Grenzen gesetzt, da die Anziehungskraft für Frauen eher gering ist, bei einem Budget von 200 Millionen Dollar plus weiteren 100 Millionen für Marketing und anderen Kosten hatte man bei US-Distributer Warner aber auf ein noch besseres Ergebnis gehofft.
Beide Filme wurden sehr schlecht besprochen: Während „Nachts im Museum 2“ als albern abgetan wurde, vermissten viele Kritiker beim neuen „Terminator“ Humor, Gefühl, Arnold Schwarzenegger und eine originellere Story. Angesichts heutiger Einbruch-Raten gerade phantastischer Filme am zweiten und dritten Wochenende wird der neue „Terminator“-Film in den USA nur zwischen 120-130 Millionen Dollar einspielen und ist somit auf ein äußerst umsatzstarkes Geschäft außerhalb der USA angewiesen. um sein Budget zu amortisieren; da gut die Hälfte bei den Kinobesitzern bleibt. müssen weltweit 400 Millionen Dollar mindestens eingespielt werden. Die Serienhistorie lässt da allerdings hoffen, alle „Terminator“-Filme waren außerhalb der USA deutlich erfolgreicher und ein erster Start (nur) in Korea war auch entsprechend spektakulär. Der Film wird in allen anderen Ländern von Sony (die die Rechte außerhalb der USA halten) noch zwei Wochen zurückgehalten, um „Illuminati“ mehr Raum zu geben. Zwar war Warners „Terminator“-Marketing durchaus erfolgreich und aufwändig, es hat sich angesichts schlechter Mundpropaganda (dass es die gab, dafür sprechen die Zahlen am Wochenende eine deutliche Sprache) aber nicht ausgezahlt, den Film bereits am Donnerstag starten zu lassen, so konnte sich diese noch einen Tag mehr verbreiten.
Eine weitere Lehre aus dem durchaus guten, aber nicht rekordverdächtigen Startergebnis ist, dass man wohl die Zugkraft von Christian Bale nach „The Dark Knight“ etwas überschätzt hat, sein Anteil an den Milliarden-Einspiel war wohl geringer als gedacht. Ob es weitere „Terminator“-Filme geben wird, werden nun die nächsten Wochen und dabei insbesondere das Geschäft außerhalb der USA weisen.
Weltweit liegt „Nachts im Museum 2“ nach dem Start sogar klar vorne: Der in 99 weiteren Ländern gestartete Film spielte außerhalb der USA weitere 50 Millionen Dollar ein, während der vierte „Terminator“-Streifen neben Südkorea nur in kleinen Märkten des Nahen Ostens startete und zunächst insgesamt 8 Millionen Dollar holte.

Am langen Wochenende konnten auch andere Filme noch ordentlich Umsatz machen, insbesondere der durchaus überraschende Kritiker- und Publikumsliebling „Star Trek“, der mit weiteren 29,4 Millionen jetzt kurz vor der 200-Millionen-Grenze steht, eine für diese Franchise im wahrsten Sinne des Wortes astronomische Zahl und der Überraschungs-Hit des Jahres. Da musste sich selbst die Dan-Brown-Verfilmung „Illuminati“ geschlagen geben, die von der 1 auf die 4 fiel, noch 27,7 Millionen am langen Wochenende holte und damit insgesamt 87,8 Millionen Dollar schwer ist. Wie schon beim Vorgänger „Sakrileg“ wird hier aber das Geschäft außerhalb der USA gemacht: Dort steht „Illuminati“ nach 10 Tagen bereits bei fast 200 Millionen Dollar; insbesondere in Deutschland, Italien, England und Frankreich ist der Film ein Mega-Blockbuster. Man vergleiche nur mal: Während „Illuminati“ in den USA von „Nachts im Museum 2“ auf die Plätze verwiesen wurde, startete Ben Stillers „Nachts im Museum 2“ auch in Deutschland sehr gut mit fast einer halben Millionen Zuschauern, hatte aber keine Chance gegen „Illuminati“, der sogar am zweiten Wochenende noch fast eine Dreiviertel Millionen Zuschauer anlocken konnte.

Abgerundet wird das Wochenende durch weitere 10 Millionen für „X-Men Origins: Wolverine“ in der vierten Woche, der nun bei 165,3 Millionen steht und 2 Million für „Monsters vs. Aliens“ in der neunten Woche, der 193,5 Millionen in der Kasse hat und nächste Woche seine Position als US-Jahrespitzenreiter an „Star Trek“ abgeben muss.

Nächste Woche startet der DreamWorks-Film „Oben“, einer der an den Kinokassen von den Analysten am gespanntesten erwarteten Neustarts, da hier sowohl die 3D-Technik sich etablieren soll, als auch noch völlig offen ist, ob das Publikum die sehr schöne, aber schräge Geschichte eines alten Mannes, der mit seinem an Luftballons hängenden Haus durch den Himmel fliegt, annehmen wird.

Text: Oliver Naujoks
 
 
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