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Nimmo, Jenny: Charlie Bone und das Geheimnis der blauen Schlange (Buch)

Jenny Nimmo
Charlie Bone und das Geheimnis der blauen Schlange
(Charlie Bone and the Blue Boa)
Aus dem Englischen übersetzt von Cornelia Holfelder von der Tann
Titelillustration: Regina Kehn
Ravensburger Verlag, 336 Seiten, 14,95 EUR, ISBN 3-473-34470-2

Von Carsten Kuhr

Charlie muss sich auch im dritten Abenteuer weiterhin seiner Haut erwehren.
Seine drei Tanten haben sich etwas ganz fieses für ihn überlegt. Eine Gestaltwandlerin, die sich als betörend schönes Mädchen tarnt, mischt sich unter die Schüler des Internats für magisch Begabte und soll Charlie endlich gefügig machen. Schlimmer noch, Charlies Onkel kommt von einer Mission gegen seine Schwestern als kranker, gebrochener Mann ohne magischen Gaben zurück. Und zu allem Überdruss muss Charlie auch noch den Hund seines Freundes hüten, und das, wo seine Tante Hunde doch verabscheut.
Eine Jahrhunderte alte Schlange, die ihre Opfer unsichtbar macht trägt auch nicht unbedingt dazu bei, ihm das Leben einfacher zu machen. Da ist guter Rat teuer. Charlie weiß sich nur eine Hilfe. So taucht er erneut in das Bild ein, das den mächtigsten Hexer der vergangenen Jahrhunderte zeigt. Diesen will Charlie um Rat fragen, doch dann entwischt der Hexer Charlie in die reale Welt des Heute, und es beginnt Kröten zu regnen, Elefanten besetzen die Parks und unser Held sitzt mal wieder tief in der Patsche.

Die Anlage der Charlie Bone-Romane gleicht in vielem dem erfolgreichen Hogwarts-Zögling. Wir haben ein Internat für magisch begabte Kinder, eine alte Feindschaft zwischen verschiedenen Familienstämmen, Gegner und Verbündete unter den Schülern, die Parallelen sind unübersehbar. Während sich aber Rowling an eine Lesergruppe richtet, die zwischen den Teens und den Rentnern liegt, setzt Nimmo mit ihren Romanen um den »kleinen Harry Potter« eher auf jugendliche Leser. Die Auseinandersetzungen sind einfach gestrickt, Grauen und Gruseln bleiben weitestgehend außen vor. Zwar kommen auch Charlie Bone und seine Helfer in gefahrvolle Situationen, nie aber müssen wir wirklich um das Leben unserer Helden zittern. Das schlimmste, das ihnen widerfährt ist ein Nachsitzen und Hausarrest, oder dass es ihnen Kröten auf den Kopf regnet, mehr aber auch nicht.
Die Abenteuer sind durchaus spannend beschrieben, die Figuren aber bleiben über das gesamte Buch ein wenig flach. Mit der Zeit haben wir die Familie, die Freunde und Feinde langsam kennen gelernt, wobei die klare schwarz-weiß-Zeichnung der Figuren - hier die Guten, dort die abgrundtief Bösen – auf Dauer ein wenig langweilig wirkt. Ansonsten wird eher Durchschnittskost geboten.

hinzugefügt: October 14th 2005
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Ravensburger Verlag
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