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Asprin, Robert: Den letzten beissen die Dämonen (Buch)

Robert Asprin: Den letzten beissen die Dämonen (Something MYTH Inc.) aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Frauke Meier, Titelillustration von Walter Velez, Bastei-Lübbe 2004, ISBN 3-404-20499-9, 253 Seiten, Euro 7.90

Von Carsten Kuhr

Es gibt nicht arg viele humorvolle Fantasy Romane. Neben den Werken aus der Feder von Lyon Sprague de Camp brachen Piers Anthony's «Xanth» Titel und Robert Asprin MYTH Reihe hier als erste das Eis und sorgten dafür, dass Autoren wie Terry Pratchett oder Tom Holt eine Möglichkeit zur Publikation ihrer Romane bekamen.
Vorliegender Titel war eigentlich als Abschluss des Zyklusses um den Magier Skeeve und seine Gefährten gedacht. Zwischenzeitlich aber erschien in den Staaten ein weiterer Roman, den Robert Asprin in Zusammenarbeit mit Jody Lynn Nye verfasst hat, weitere Kooperationen sollen folgen.
Zum vorliegenden Buch. Skeeve ist zwischenzeitlich als Hofzauberer der Königin Schierlingsfleck etabliert. Zusammen mit seine Chaos Kompanie sorgt er nicht nur für Ruhe und Ordnung, sondern erhöht auch die Steuern. Keine Frage, dass dies den Bürgern so gar nicht gefallen will. Gerüchte gehen um - Skeeve will sich zum Herrscher aufschwingen, das Königreich soll vom organisierten Verbrechen übernommen werden.
Im dunklen Wald sind mit Pfeil und Bogen bewaffnete Freiheitskämpfer unterwegs, die den Steuereintreibern das Geld abjagen und es den Armen spenden wollen. Ein selbsternannter Fechter mit einem Cape macht die Strassen für die Steuersammler unsicher, und eine Fantasy Truppe spielt auch noch mit. Arbeit und Verwirrung genug für unsere Helden, bis sie die drohenden Gefahren gebannt haben.

Ich gebe gerne zu, dass ich die Myth Romane immer gerne gelesen habe. Sie boten schnell konsumierbare, lustige Plots ohne viel Tiefgang, ideales Lesefutter für ein paar vergnügliche Stunden unterwegs. Die Gags waren manchmal eher plump, aber doch noch lustig, die Handlung insbesondere durch die ungewöhnlichen Helfer des Helden abwechslungsreich. Dies alles fehlt vorliegendem Werk. Wo Asprin früher seine Leser zum Lachen gebracht hat, erntet er diesmal mit seinem Holzhammer-Humor nur noch ein Stirnrunzeln und Kopfschütteln. Zu abgegriffen, zu plump, ja hanebüchen sind die Szenen geraten, die eigentlich lustig sein sollten. So abgehoben die Handlungen in den vorhergehenden Bänden auch war, sie blieb wenigstens in sich selbst glaubwürdig. Diesmal jedoch kann man ob des Gebotenen nur den Kopf schütteln. Da verletzten sich die Gefährten, allesamt Meister ihres Fachs versehentlich gegenseitig, da bedient sich der Autor freizügig bei populären Sagenkreisen, ohne dass seine Persiflage glaubwürdig oder gar überzeugend eigenständig daherkommen würde. Es war gelinde ausgedrückt eine Enttäuschung, dabei war die Ausgangssituation gar nicht so ohne. Was hätte ein Robert Asprin in besserer Schreiblaune nicht aus dem Aufstand der aufrechten, um ihre Königin und ihren Geldbeutel besorgten Bürger gegen einen vermeintlichen Usurpator Skeeve nicht machen können, so aber war das leider nur peinlich.

hinzugefügt: October 29th 2004
Tester: Carsten Kuhr
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