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Angel – Nach dem Fall präsentiert 1: Spike – Nach dem Fall! (Comic)

Angel – Nach dem Fall präsentiert 1
Spike – Nach dem Fall!
(Spike: after the Fall, Vol. 1)
Skript: Bryan Lynch
Zeichnungen: Franco Urru
Farben: Jason Jensen, Art Lyon
Übersetzung: Claudia Kern
Panini, 2009, Paperback mit Klappenbroschur, 128 Seiten, 14,95 EUR, ISBN 978-86607-870-3

Von Christel Scheja

Die Comic-Serie, die die sechste Staffel von „Angel“ als TV-Serie ersetzen soll, beginnt sechs Monate nach dem Schlag, mit dem die fünfte Staffel endete – dem Sturz von ganz Los Angeles in die Höllendimension. Erst nach dieser langen Zeit kommt der Vampir mit Seele wieder zu Bewusstsein und muss sich mit dieser veränderten Situation zurechtfinden.
Seine Mitstreiter und Freunde sind jedoch die ganze Zeit aktiv und wach gewesen und haben auf ihre Art und Weise ums Überleben und für die Menschen gekämpft. Einer von ihnen ist Spike.


Wie Angel ist Spike auch ein Vampir mit Seele, auch wenn er diese viel später und aus anderen Grund zurückerhielt als sein Rivale und Freund. Der geübte Zyniker findet sich sehr schnell mit der veränderten Situation zurecht, ist er doch viel länger selbst ein „Böser“ gewesen.
Er spricht die Sprache der Dämonen und handelt ebenso skrupellos wie er, deshalb hat er auch keine Probleme, sich Respekt zu verschaffen und sogar ein Territorium in Beverly Hills zu erobern. Vor allem nicht mit der Dämonin Illyra an seiner Seite, die allerdings nicht ganz so kampfstark ist, da sie immer wieder zum ungünstigsten Zeitpunkt in ihr menschliches Alter-Ego Fred zurückfällt.
Weil sie merken, dass er anders als die anderen Kreaturen der Finsternis ist, suchen nach und nach immer mehr Menschen bei ihm Schutz und sind gerne bereit, seine „Herde“ zu werden.
Das ruft allerdings auch Neider auf den Plan. Gerade als es sich Spike richtig gemütlich gemacht hat und eigentlich ausharren will, taucht die Dämonin Non mit ihren Kriegerinnen auf und überrumpelt ihn. Grausamen Folterspielchen ausgesetzt sieht sich der Vampir nun einem ungewissen Schicksal ausgesetzt – aber da gibt es andere, die im entscheidenden Moment eingreifen und ihm die Möglichkeit geben, Non zu zeigen, dass er nicht zu unterschätzen ist, auch wenn sie selbst ein wenig außer Übung sind wie Angels Sohn Connor.


Brian Lynch scheint Spike sehr zu mögen, denn es fällt ihr sehr leicht, die Ideen von Joss Whedon in ein Skript umzusetzen, dass dem Charakter gerecht wird. Der Vampir gibt sich wie in der Serie als gelangweilter und bissiger Zyniker, der eigentlich nur sein eigenes Ding drehen will, aber in den entscheidenden Momenten merkt man doch, für was er sich wirklich entschieden hat.
Die Sprüche passen zu ihm ebenso wie die Handlungsweise und die Gedanken zu Angel und Co. – da gibt es keinen Unterschied zu dem Spike aus der letzten „Angel“-Staffel, was vielen Fans gefallen dürfte.
Auch die Geschichte kann sich sehen lassen. Sie ist zwar geradlinig, dafür aber konsequent, bietet eine Menge Action und Horror, schwarzen bissigen Humor und sogar einen kleinen Hauch von Charakterentwicklung. Die Mischung ist sehr abwechslungsreich gehalten und fesselt von Anfang bis Ende.
Die Zeichnungen von Franco Urro sind guter Durchschnitt. Es gelingt ihm nicht immer, die Figuren so einzufangen, dass sie ihren Alter-Egos aus der Serie gleichen, weil er die Darstellung oft zu sehr auf Linien reduziert, aber die Actionszenen sind solide dargestellt und die Gesichter entgleisen nicht all zu oft. Eine Galerie mit Skizzen und Variant-Covern rundet den Band ab.

Anders als die ersten beiden „Angel“-Graphic Novels ist „Spike – Nach dem Fall“ gelungenes Lesefutter. Die Geschichte beantwortet nicht nur Fragen und füllt Lücken, die bisher offen waren, sie ist auch in sich geschlossen und kann für sich alleine stehen, was sie zum bisher besten Band dieser Reihe macht.

hinzugefügt: November 5th 2009
Tester: Christel Scheja
Punkte:
zugehöriger Link: Panini
Hits: 1059
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