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Welt der Geschichten Sonderausgabe 4: Hinter den Schatten, Andrea Tillmanns (Buch)

Welt der Geschichten Sonderausgabe 4
Andrea Tillmanns
Hinter den Schatten
Titelbild von Ivonne Schönherr
Hary, 2009, Paperback, 140 Seiten, 9,80 EUR, ISSN 1864-4880, 140/980

Von Christel Scheja

In den Sonderausgaben von „Welt der Geschichten“ präsentieren die Herausgeber entweder Geschichten, die zu lang sind, um sie in den normalen Anthologien zu bringen, oder Erzählungen zu einem bestimmten und besonderen Thema. „Hinter den Schatten“ von Andrea Tillmanns gehört zur ersten Kategorie.


Nina geht mit ihrem Freund schwimmen. Eine besondere Faszination übt das Außenbecken auf sie aus. Gerade als das Wetter schlechter wird und mehr Dampf aus dem Wasser aufsteigt, ist sie besonders fasziniert. Doch dann sieht sie ein Mädchen, das sie stumm um Hilfe zu bitten scheint, und folgt ihr in die Nebel.
Unversehens landet sie in einer albtraumhaften Welt, die sie an das Deutschland der Kaiserzeit erinnert. Verwirrt irrt sie in den Straßen umher und muss feststellen, dass die Menschen sie weder wahrnehmen, noch dass sie etwas essen kann, den Obst und anderes zerfallen in ihren Händen zu Staub.
Doch dann werden eine kleine Fledermaus, die sie Fred nennt, und ein Schmuckstück, das sie erst kurz zuvor auf einem Flohmarkt gekauft hat, zu einem Wegweiser, um genau dem Mädchen zu helfen, das sie erst in diese Welt der Schatten gelockt hat.


„Hinter den Schatten“ ist eine düstere und melancholische Geschichte, denn je mehr die Heldin in die Zeit der Jahrhundertwende eintaucht, desto mehr versteht sie, was das Mädchen dazu getrieben hat, einen schweren Fehler zu begehen.
Die Autorin verzichtet auf Gewalt und plakative Darstellungen, sie zieht die Spannung einfach aus der Entwicklung der Geschichte. Denn je mehr man erfährt, desto mehr fiebert man mit der Heldin und ob sie es schaffen kann, das zu tun, weswegen sie in die Vergangenheit gerufen wurde. Die Personen werden als sehr sympathisch dargestellt und entwickeln sich in einem gewissen Maße weiter, so dass man eine Bindung zu ihnen aufbaut.
Da es dank der intelligenten Fledermaus – die aber immerhin nicht spricht – auch etwas märchenhaft zugeht, können auch schon etwas jüngere Leser ihre Freude an der Geschichte haben.

So ist „Hinter den Schatten“ ein liebenswertes aber unheimliches Schauermärchen unserer Zeit, das Jung und Alt gleichermaßen ansprechen kann.

hinzugefügt: July 29th 2009
Tester: Christel Scheja
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