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Pesch, Helmut W.: DIE KINDER VON AVALON (Buch)

Helmut W. Pesch: Die Kinder von Avalon, Originalausgabe, Bastei-Lübbe 20460, 350 Seiten, Euro 6,90

von Carsten Kuhr
Der dritte, abschliessende Band der ehedem im Ueberreuter Verlag erschienenen Trilogie liegt nun in der Taschenbuchausgabe des Bastei-Lübbe Verlages vor. Während unsere drei jugendlichen Protagonisten es im ersten Roman mit den Germanischen Göttern zu tun bekamen, trafen sie im zweiten Teil auf die Irische Sagenwelt. Zum Abschluss wird unser Triumvirat nun nach England versetzt. Wir ahnen es schon - Artus, Merlin und Co warten auf unsere drei Freunde. Es geht darum, den heiligen Gral, der dringend für die Genesung des sterbenden Artus benötigt wird, aus den Klauen der dunklen Mächte zu befreien. Die Queste führt unsere drei jugendlichen Freunde erneut in die Anderswelt. Auf den Spuren von Einhörnern und Drachen, in Begleitung des mysteriösen Alten, der einst auch unter dem Namen Merlin bekannt war begegnen sie Göttern und deren Abkömmlingen, dem grünen Mann ebenso wie den Elben und den Hunden Annwns...
Die Mythen der verschiedenen Völker gleichen sich in ihren Grundzügen verblüffend. Es tauchen immer wieder die selben Grundtypen an Gottheiten auf, auch die Handlungsplots ähneln sich. Helmut W. Pesch nutzt diese Epen um seinen jugendlichen Protagonisten, und mit diesen den Lesern die alten Sagen nahezubringen. Wohltuend fiel mir bei der Lektüre auf, dass auf grosse handgreifliche Auseinandersetzungen verzichtet wurde. Unsere jungen Freunde setzen sich mit Mut, Bedacht und Geschick durch Verhandlung, allenfalls einmal Drohgebärden durch. Diesbezüglich unterscheidet sich der Roman wohltuend von den sonst gängigen Fantasy-Epen. Bei diesem dritten, abschliessenden Band wird die Handlung aber manchmal ein wenig unübersichtlich. Zu viele „Geschichten in der Geschichte“ werden erzählt, zu gross ist der Personenkreis der auftritt, zu ähnlich auch die Namen der Helden der Anderswelt. Zwar hat der Autor dem Leser einen erläuterndes Personenregister an die Hand gegeben, doch das ständige Nachlesen des „Wer ist Wer“ stört wiederum den Lesefluss. Es dauert relativ lange bis sich die eigentliche Queste - die Suche nach dem heilsbringenden Gral herauskristallisiert. Dann aber wird der Handlungsbogen recht schnell, fast überstürzt zu einem letztlich nicht ganz befriedigenden Ende gebracht. Ich hatte ein wenig den Eindruck, dass noch ein Band folgen könnte, doch dies ist wohl nicht vorgesehen. Letztlich stellen die drei Bücher eine interessante, auch sprachlich solide Variation der gängigen Fantasy-Epen abseits der ausgetretenen Pfade durch einen deutschen Autor dar. Überzeugt mich der erste Band durch seine mitreissende Erzählung, so konnten die beiden weiteren Titel dieses Niveau leider nicht ganz halten.

hinzugefügt: August 5th 2004
Tester: Carsten Kuhr
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