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Blood Ties - Season 1.2 Box (DVD)

Blood Ties – Season 1.2 Box
USA 2006

Von Christel Scheja

Die amerikanisch-kanadische Fernsehserie „Blood Ties“ entstand nach den Romanen von Tanya Huff und erlebte leider nur eine Staffel mit 22 Folgen, die in zwei Blöcken ausgestrahlt wurde. Danach richtet sich auch die Aufteilung der Serie bei den deutschen DVD-Boxen. Nach der im Februar erschienenen ersten Ausgabe, die die Episoden 1-11 umfasste erscheint nun ein weiteres Set mit den restlichen Folgen 12-22.


In „Blood Ties“ dreht sich alles um die Privatdetektivin Vicky Nelson (Christina Cox), die nach ihrer Entlassung aus dem Polizeidienst langweilige Fälle von Versicherungsdiebstahl und Ehebruch aufzuklären hat, bis sich ihr Leben durch die Beobachtung eines Mordes und der Begegnung mit dem geheimnisvollen Henry Fitzroy (Kyle Schmidt) für immer ändert.
Denn nun erweist es sich, dass hinter den Kulissen von Toronto immer wieder auch übernatürliche Kräfte wirken und auch ihr neuer Partner seine eigenen Geheimnisse hat. Denn er ist bereits über fünfhundert Jahre alt und ein Vampir.
Und so wird Vickys von nun an auch immer wieder mit Fällen konfrontiert, bei der die Polizei und vor allem ihr ehemaliger Partner Mike Celucci (Dylan Neal) vor einem Rätsel stehen. Sie bekommt es mit Medusen, Werwölfen und Dämonen zu tun. Neben dem Vampir, der als exzentrischer Comiczeichner in der Menschenwelt auftritt, steht ihr bei der Suche nach Lösungen auch die Studentin Coreen Fennel (Gina Holden), zur Seite.
Als wäre das nicht Aufregung und Gefahr genug, kommt auch noch dazu, dass sie von nun an zwischen zwei Männern steht. Obwohl sie sich immer wieder mit Mike Celluci streitet, so kann sie doch nicht vergessen, was sie beide einmal verbunden hat. Auch zu Henry empfindet sie mehr als nur Freundschaft. So gerät sie mehr als einmal in einen heftigen Gewissenskonflikt.
Gleich zum Auftakt der restlichen Folgen taucht noch einmal Norman auf, der Vicky erst in diese Lage gebracht hat. Er möchte seine Scharte ausgleichen und sucht nach neuen Opfern, um Astaroth nun endlich die Zugang auf die Erde zu ermöglichen. Mut Hilfe von Coreen erhält sie für einen weiteren Fall Zugang zu einem Goth-Club in dessen Nähe eine Leiche gefunden wurde, die von innen her von Insekten aufgefressen wurde.
Henry bleibt ebenfalls nicht verschont. Ein fremder Vampir hat sich in sein Territorium verirrt und wildert so auffällig, dass die Polizei Verdacht schöpft. Und dann taucht auch noch Christina auf, die ihm vor vielen hundert Jahren zu dem gemacht hat, was er ist. Doch was führt die Vampirin im Schilde?
Um einen alten Inka-Priester zu besiegen, der mit der Macht seines tyrannischen Totengottes die Lebenskraft von Menschen raubt, sie in Mumien verwandelt und dann auch noch von der Existenz eines Vampirs in der Stadt erfährt, der ihm wahre Unsterblichkeit und ultimative Macht bringen können, begeht Vicky einen schweren Vertrauensbruch, weil der von schweren Alpträumen verwirrte Henry handlungsunfähig geworden ist. Und schließlich gelingt es Astaroth mit Hilfe einer Wahrsagerin in Coreen zu fahren und sowohl Vicky und Henry als auch Mike mit ihren verborgensten Wünschen und Ängsten zu konfrontieren.


Die zweite Hälfte der Serie „Blood Ties“ erweist sich als wesentlich düsterer und unheilvoller als die erste. Nun setzen sie Macher nicht mehr so sehr auf Spezialeffekte, sondern auf gut durchdachte Geschichten, den ein oder anderen Schockeffekt und nicht zuletzt das Beziehungsgefüge zwischen den Figuren.
Dennoch bleiben die Fälle das Hauptthema der Geschichte. Dass dabei die Helden an die Grenzen ihrer Belastbarkeit getrieben werden und sich am Ende sogar ihren dunklen Seiten stellen müssen ist nur ein passender Nebeneffekt, der sie umso lebendiger und interessanter macht.
Die Zwistigkeiten unter den Helden sorgen für interessante Dialoge und zusätzliche Probleme, ohne dabei jedoch einen größeren Raum einzunehmen als die Actionhandlung und die Kriminalgeschichte. Sie lockern die Handlung etwas auf und bringen ein wenig Humor in die oft all zu düstere Handlung.
Das unterscheidet „Blood Ties“ angenehm von anderen Vampirserien wie „Moonlight“. Hier himmeln sich die Helden nicht unbedingt an. Vicky ist kein zartfühlender sanfter Charakter und zeigt ihren beiden Partnern – dem ehemaligen und aktuellen – auch diesmal, was sie davon hält, wenn sich die beiden wieder einmal wegen ihr streiten müssen.
Glücklicherweise wird die bissige Rivalität zwischen Mike und Henry so beibehalten, dass sie nicht übertrieben wird oder stagniert. Genau so wie ihr Verhältnis zu Vicky entwickelt sich auch die Beziehung zwischen den beiden Männern realistisch und interessant weiter.
Diejenigen, die die Bücher kennen, werden feststellen, dass sich keiner der Fälle wirklich an den Büchern orientiert, es sind allenfalls kleinere Details übernommen worden, gibt es doch eine Begegnung mit einer auf dem Land lebenden Werwolffamilie, die an die Freunde Henrys aus dem zweiten Roman der Serie angelehnt ist. Und statt mit einer ägyptischen Mumie, die ein höchst gefährlicher Gegner ist, bekommen sie es mit einem Inka zu tun, der ähnliche Absichten hat.
In der zweiten Hälfte der Staffel verzichtet man weitestgehend auf computergenerierte Spezialeffekte und seltsame Monster, was den Folgen sehr zugute kommt. Dafür werden die Gegner weitaus bedrohlicher und bösartiger.
Die Handlung bietet auch weiterhin eine gute Mischung aus Action, Beziehungsdrama und Humor. Die Schauspieler füllen ihre Rollen gelungen aus und stellen die Zerrissenheit ihrer Figuren gekonnt dar, so dass kein Wunsch offen bleibt.


„Blood Ties“ beweist gerade in der zweiten Hälfte der Staffel, wie spannend und abwechslungsreich eine Serie sein kann, in der man sich sehr viel Mühe gibt, reichhaltige phantastische Elemente in ein modernes Krimi-Umfeld zu betten und dabei auch noch glaubwürdige Charaktere zu erschaffen, die sich weiter entwickeln und nicht den derzeit gängigen Klischees entsprechen.
Daher sollte man „Blood Ties“ nicht unterschätzen und abwerten sondern ruhig einmal einen Blick in die ein oder andere Folge wagen. Es lohnt sich wirklich – vor allem wenn man mehr als nur eine rührselige Liebesgeschichte mit ein wenig Spannung und Action erwartet.


Über weitere die Ausstattung der Box kann nichts gesagt werden, da nur ein Pressemuster vorlag. Auf den DVDs selbst sind nur die Folgen und zwei Trailer zu Vampirfilmen zu finden.


DVD-Facts:
Bild: 1,78:1 (anamorph / 16:9)
Ton: deutsch Dolby Digital 2.0 Stereo, englisch Dolby Digital 2.0 Stereo
Untertitel: Fehlanzeige

hinzugefügt: April 14th 2009
Tester: Christel Scheja
Punkte:
zugehöriger Link: Eurovideo
Hits: 1591
Sprache:

  

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