Welcome to Phantastik-News
 
 

  Inhalt

· Home
· Archiv
· Impressum
· Kino- & DVD-Vorschau
· News melden
· Newsletter abonnieren
· Rezensionen
· Suche
· Zum Forum!
 

  Newsletter

Newsletter-Abo
 

 
 

Atlan: Monolith-Zyklus 2: Todeszone Zartiryt, Rüdiger Schäfer (Buch)

Rüdiger Schäfer
Atlan Monolith-Zyklus 2
Todeszone Zartiryt
Titelillustration von Arndt Drechsler
FanPro, 2008, Taschenbuch, 342 Seiten, 9,00 EUR, ISBN 978-3-389064-179-9

Von Irene Salzmann

Im Jahr 3112 geht Atlan einem Gerücht nach: Auf Thanaton wurde eine silbrige Substanz gefunden, die das Leben verlängern, vielleicht sogar unsterblich machen soll. Könnte das eine Spur von ES sein, der schon seit Jahrhunderten verschwunden ist? Als Atlan in einen Monolith lermurischen Ursprungs eindringt, scheint sein Zellaktivator etwas in Gang zu setzen.
Wenig später wird eine hyperenergetische Schockwelle geortet, die identisch mit der ist, die der Monolith abgegeben hat. Atlan fliegt mit dem USO-Kreuzer IMASO ihren Ursprung an, den verwüsteten Planeten Zartiryt. Sie sind allerdings nicht die Einzigen, die sich für diese Welt interessieren: Zwei akonische Prospektoren suchen dort nach Bodenschätzen und verwertbaren Objekten und fallen den geflohenen Silberherren von Thanaton in die Hände.
Atlan findet auf Zatiryt erneut einen Monolith und wird von dessen eigentümlichen Wächter als Träger des Lichts willkommen geheißen…


Der „Monolith“-Zyklus kommt in Band 2 schon etwas mehr in Schwung, doch gleicht die Handlung weiterhin einer Schnitzeljagd, bei der es herauszufinden gilt, worum es eigentlich geht.
Es wird deutlich, dass die scheinbare Unsterblichkeit ihre Tücken und nichts mit ES zu tun hat. Die silberne Substanz ist vielleicht nur ein Nebenprodukt von etwas anderem, das die Lemurer vor rund 50.000 Jahren geschaffen haben. Doch welchen Zweck erfüllen die Monolithen, von denen gewiss weitere an verschiedenen Stellen im All hinterlassen wurden? Atlans Zellaktivator könnte ein Schlüssel zu dem Geheimnis sein, denn die lemurische Technologie reagiert auf seine Schwingungen. Diesem Umstand hat es Atlan zu verdanken, dass er und seine Begleiter freundlich empfangen und gegen die Silberherren unterstützt werden. Der Band endet, ohne Wesentliches verraten zu haben, mit einem Cliffhanger, dem Auftauchen eines unbekannten Schiffs.
Die 342 Seiten wurden mit Geschehnissen gefüllt, die sich auf mehreren Handlungsebenen abspielen. Dabei werden auch Einzelschicksale beleuchtet, die nicht wirklich relevant für die Story scheinen, sondern demonstrieren, wie skrupellos Malcher und die anderen Silberherren sind, oder die einfach dazu dienen, einen kleinen Höhepunkt noch etwas aufzuschieben.
Atlan ist gelungen charakterisiert, vor allem wenn er mit seinem Logiksektor zankt. Der Titelheld stürzt sich auch diesmal wieder kopfüber in eine Mission und legitimiert sein persönliches Eingreifen damit, dass er der Verantwortliche für die Aktivitäten der Monolithen ist und in Ordnung bringen muss, was er angerichtet hat. Das klingt etwas dünn, angesichts der zahlreichen Spezialisten, die ihm zur Verfügung stehen und jener Aufgaben, für die er dringender benötigt würde. Allerdings kann man eine Serie schwerlich „Atlan“ nennen, wenn Atlan nicht drin wäre…
Der Roman fügt dem Puzzle weitere Stücke hinzu, führt Personen ein und stellt die Weichen für die kommenden Bände. Man darf sich freuen: Teil 3, „Echo der Verlorenen“, wurde von Altmeister Hanns Kneifel verfasst.

„Todeszone Zartiryt“ knüpft nahtlos an „Planet der Silberherren“ an und treibt die Handlung ein Stück voran, ohne große Geheimnisse zu enthüllen. Rüdiger Schäfer löst die ihm gestellte Aufgabe routiniert und sorgt dafür, dass die Leser gespannt auf die Fortsetzung warten. Zwar bleibt der Autor, vermutlich bedingt durch das Exposé, unter seinen Möglichkeiten und reitet etwas zu sehr auf bekannten Klischees von Gut und Böse, Mann und Frau herum, doch wie zuvor Uwe Anton musste er sich wohl stellenweise etwas strecken, um das Seitensoll zu erreichen.

hinzugefügt: December 10th 2008
Tester: Irene Salzmann
Punkte:
zugehöriger Link: FanPro
Hits: 1409
Sprache:

  

[ Zurück zur Übersicht der Testberichte | Kommentar schreiben ]