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Asprin, Robert & Nye, Jody Lynn: Des Dämons fette Beute (Buch)

Robert Asprin & Jody Lynn Nye
Des Dämons fette Beute
(Myth-Gotten Gains)
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Winfried Czech
Titelillustration von Dietmar Krüger
Bastei-Lübbe 2008, Taschenbuch, 380 Seiten, 8,95 EUR, ISBN 978-3-404-20592-9

Von Carsten Kuhr

Eigentlich will sich Aahz nur eine wirklich gute Zeit machen. das heißt, über den Basar von Deva tigern, ein paar Schnäppchen mitnehmen, vielleicht eine schöne Frau aufgabeln und auf jeden Fall ordentlich schlemmen und mit jeder Menge Hochprozentigem runterspülen. Dank des Dimensionshupfers ist er dabei – endlich einmal – nicht auf fremde Hilfe angewiesen, so dass eigentlich alles seinen erwarteten Gang gehen könnte.
Wenn, ja wen es da nicht ein altes, verrostetes Ding geben würde, das man mit viel Wohlwollen vielleicht als Schwert ansehen könnte. Und das Ding spricht nicht nur, es schaut Aahz auch noch an. Dabei hat er doch von dem Selbstgebrannten noch gar nichts intus.
Damit nicht genug behauptet der Stecken doch tatsächlich der ERSATZ zu sein, das legendäre Schwert, Anführer der Goldenen Horde.
Auch wenn Aahz skeptisch ist, setzt er doch 10 Goldstücke ein, um das vorlaute Mordinstrument zu erwerben.
Im Verlauf der nächsten Stunden erkennt Aahz, dass er vielleicht das Geschäft seines Lebens gemacht hat. Der unscheinbare Stecken erweist sich wirklich als der Anführer der Goldenen Hore, einer Sammlung magischer Gegenstände. Dass Calypso, eine Tänzerin, um ihren gefangenen Großvater zu befreien auf der Jagd nach der Horde ist, dass sie sich dabei der Hilfe von Tananda versichert hat wäre natürlich noch lange kein Grund für unseren Perv sich der Queste anzuschließen. Doch dann offenbart ihm der Orakelkristall, dass eines der Kleinodien ihm seine magische Kraft wiedergeben kann – und jetzt halten Aahz keine zehn Pferde mehr: los geht es durch die Welten der Universen auf der Suche nach den verschollenen Schätzen der Äonen ...


Wie nicht anders zu erwarten, passiert recht viel auf den fast 400 Seiten. Unter dem Signet Funny-Fantasy gestartet, haben die ersten Titel des Zykluss zu Recht Kultstatus errungen. Einen Großteil der Faszination der ersten fünf Romane zogen diese aus dem Zusammenwirken der beiden so unterschiedlichen Charaktere Aahz und Skeeve. Der eine, ein unter übermäßigen Selbstbewusstsein leidender, vorlauter Angeber mit einem großen Herzen, das er aber gut zu verstecken weiß, der andere ein verschüchterter Lehrling, der erwachsen werden muss.
Vorliegend ist Aahz, sieht man einmal von Tananda ab, alleine unterwegs. Wir kennen seine Marotten inzwischen leidlich, die Kalauer und der eher derb zu nennende Humor bieten ebenfalls nichts wirklich umwerfend Neues.

Dennoch liest sich der Roman ganz nett. Wenn man nicht unbedingt hintergründigen Humor sucht, wenn man eher Slapstick als Tiefgang erwartet, dann wird man zwar nicht überragend, aber zumindest routiniert unterhalten. Vieles ist dabei vorhersehbar, die Figuren agieren stereotyp und die Animositäten der Gegenstände der Horde untereinander wirken manches Mal infantil, doch das Buch liest sich wie ein alter Bekannter, der zum x.ten Mal zu Besuch kommt, aber immer ganz unterhaltsam ist.

Fantasy-Massenware, die zwar nicht an die ersten Titel der Serie heranreicht, aber deutlich besser ist als die letzten fünf „Dämonen“-Romane.

hinzugefügt: November 17th 2008
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Bastei-Lübbe
Hits: 1385
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