Welcome to Phantastik-News
 
 

  Inhalt

· Home
· Archiv
· Impressum
· Kino- & DVD-Vorschau
· News melden
· Newsletter abonnieren
· Rezensionen
· Suche
· Zum Forum!
 

  Newsletter

Newsletter-Abo
 

 
 

Britain, Kristen: Der magische Reiter (Buch)

Kristen Britain
Der magische Reiter
(Green Rider)
Aus dem amerikanischen Englisch übersetzt von Michael Nagula
Heyne, 2008, Paperback, 640 Seiten, 13,00 EUR, ISBN 978-3-453-52479-8
(bereits früher unter dem Titel „Grüner Reiter“ als Knaur 70145 erschienen)

Von Carsten Kuhr

Als Leser gerade phantastischer Literatur ist man die überschwänglichen Lobeshymnen von Kollegen der jeweilig angepriesenen Autoren auf den Waschzetteln der Verlage gewohnt. Wenn aber Marion Zimmer Bradley vorliegendes Werk als „Ein wunderbares Epos. Kristen Britain ist der Tolkien unserer Zeit“ anpreist, dann liegt die Latte turmhoch und stellt für die bis dato unbekannte Autorin eher eine Bürde denn eine Auszeichnung dar.
Um es vorwegzunehmen, ein von der Ausarbeitung - gar nicht zu reden von der literarischen Auswirkung auf das Genre - her vergleichbares Buch liegt meines Erachtens unzweifelhaft nicht vor.
Das soll nicht heißen, dass die Autorin keine Fähigkeiten als Erzählerin besitzt, oder die Geschichte langweilig und langatmig wäre. Nein, ganz im Gegenteil, fiebern wir mit der Erzählerin und ihrer Protagonistin mit, sind gebannt von den geschilderten Fährnissen, die Zeit des Schmökerns vergeht wie im Fluge – nur: überwältigend Neues, Innovatives wird nicht geboten.

Uns erwartet ein High-Fantasy-Plot voller gewohnter Versatzstücke - die magisch begabte jugendliche Heldin, die unvorbereitet und unerwartet in den Kampf Gut versus Böse verstrickt wird, der uralte, böse Magier der nach Weltherrschaft strebt, Intrigen, Verrat und Schlachten, eine angedachte Liebesbeziehung zwischen unserer Protagonistin und dem Herrscher des Reiches etc.
Das Alles nett aufgemacht, angenehm flüssig, und in der für diese Ausgabe überarbeiteten Übersetzung von Michael Nagula munter und fesselnd zu lesen. Der Autorin gelingt es schnell, uns mit ihrer Hauptperson zu packen. Gerne schlüpfen wir in die Rolle des aufmüpfigen Wildfangs, erleben ein haarsträubendes Abenteuer und erste romantische Entwicklungen mit ihr.


Karigan, Tochter eines reichen Selfmade-Händlers, besiegt im Schwertkampf am Internat den Sohn und Erben eines einflussreichen Grafen. Dessen Vater sorgt im Gegenzug dafür, dass sie unehrenhaft von der Schule geworfen wird. Ob der Ungerechtigkeit trotzend macht sie sich alleine auf den Weg ins entfernte Heimatland. Auf dem Weg trifft sie auf einen sterbenden Meldereiter des Königs. Trotz zweier schwarzer Pfeile im Rücken, die seine Seele an seinen Mörder bannen, überträgt er Karigan vor seinem Ableben die Aufgabe, seine Botschaft vom Verrat zum König an den fernen Hof zu bringen. Die Abtrünnigen, magische Wesen sowie der uralte dunkle Zauberer selbst, trachten danach, sie aufzuhalten aber es finden sich auch unerwartet Verbündete. Trotz Gefangennahme gelingt es ihr, die übertragene Queste zu erfüllen. Doch obwohl gewarnt gelingt der Sturz König Zacharias - es gilt, schnell zu handeln...


Wie schon ausgeführt, die Geschichte liest sich spannend und flüssig, die Darstellung der Personen, insbesondere Karigans, ist gelungen, das Setting nicht uninteressant. Als erster Teil eine Trilogie, von der bislang bei Knaur nur die ersten beiden Teile erschienen und die somit jetzt überarbeitet erstmals komplett aufgelegt wird, zeigt der Roman Potential, verbindet Gefühle mit packenden Abenteuern und wird insbesondere bei Leserinnen besonders gut ankommen.

hinzugefügt: November 6th 2008
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Heyne
Hits: 1866
Sprache:

  

[ Zurück zur Übersicht der Testberichte | Kommentar schreiben ]