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Vampire Hunter D 2 (Comic)

Hideyuki Kikuchi & Saiko Takaki
Vampire Hunter D 2
Aus dem Japanischen von Monika Klinger-Hammond
Carlsen, 2008, Taschenbuch, 220 Seiten, 7,50 EUR, ISBN 978-3-551-75392-2

Von Christel Scheja

Im Jahr 12090 – nach dem großen Krieg: Die Menschen leben in Angst vor Vampiren, Mutanten und anderen monströsen Kreaturen, die den Homo Sapiens in der Entwicklung überflügelt haben. Nur wenige haben den Mut und die Macht, sich den Feinden entgegen zu stellen. Einer von ihnen ist Vampire Hunter D, ein Dhampir.
Eines Tages wird er in das Nest Tepes gerufen. Es gab einige Tote, für die eine neue Spezies Vampire verantwortlich gemacht wird, welche das Sonnenlicht vertragen kann. Angst und Misstrauen greifen um sich. D erfährt, dass vor zehn Jahren vier Kinder verschwanden, von denen drei einige Wochen später nach Hause zurückkehrten. Keines von ihnen kann sich an das erinnern, was in jener Zeit geschah. Inzwischen sind sie junge Erwachsene: Die intelligente Lina ist vielleicht diejenige, die von der Prüfungskommission ausgewählt wird, um in der Stadt zu studieren, Franz wurde Lehrer und Cuore verrückt. Könnte ein Zusammenhang zwischen damals und jetzt bestehen?
D beginnt Nachforschungen anzustellen und entdeckt ein unterirdisches Labor. Lina folgt ihm neugierig und lässt sich auch weiterhin nur schwer abschütteln, da sie von den so genannten ‚Blaublütern’ fasziniert ist und mehr über sie erfahren möchte. Das bringt sie schon bald in große Gefahr, aber eine weitaus größere trägt sie in sich, und nicht nur sie…


Nach Band 1 ist dies nun die lang erwartete Fortsetzung von „Vampire Hunter D“, einem Horror-Manga mit SF-Elementen, der auf einer Novel-Serie basiert, die außerdem einen Anime und Games nach sich zog. Nach den Ideen von Hideyuki Kikuchi setzt die Künstlerin Saiko Takaki die Geschichten zeichnerisch um. Beide Bände sind in sich abgeschlossen, und so kann das vorliegende Abenteuer problemlos ohne Vorkenntnisse gelesen werden.
Diesmal trifft der Titelheld auf eine neue Art Vampire, die das Resultat eines missglückten Experiments sind. Wie man es von D erwartet, deckt er das Geheimnis und die Hintergründe auf, doch verzichtet er auf unnötiges Töten, denn das Problem löst sich von allein auf sehr tragische Weise. Dabei erscheinen die Menschen als die wahren Bösen angesichts dessen, was sie einander und anderen antun in ihrer Panik und Selbstsucht.
Kein Wunder, dass D lieber ein Einzelgänger bleibt, selbst wenn ihm Gefühle entgegen gebracht werden. Er kennt die Menschen und die Vampire, und wer ihm etwas bedeutet, den möchte er nicht in Gefahr bringen. Trotzdem er ein Jäger ist und schon unzählige Leben nahm, hat er ehrbare Motive und tut nur das, was notwendig ist. Dadurch wird er den Lesern sympathisch, die gern mehr über diese interessante Figur erfahren würden. Allerdings gibt der Autor nur selten Details preis, so dass man weiterhin spekulieren darf, ob D ein Nachfahre Draculas ist und wodurch er zu dem wurde, der er nun ist.
Die spannende Serie versteht sich als eine Hommage an Bram Stokers „Dracula“. Immer wieder stößt man auf Begriffe und Szenen, die mit dem Vampir-Mythos verknüpft sind, z. B. der Ortsname Tepes (Vlad Tepes), der gesicherte Sarg, aus dem beim Pfählungsritual eine Hand schießt, die an die Tracht des Balkans angelehnte Kleidung Linas. Wie ein Anachronismus muten dagegen das an den Wilden Westen erinnernde Setting an, Ds hautenges Outfit und die Bushaltestelle. Gerade durch diese unkonventionelle Mischung erhält der Manga seinen eigentümlichen Reiz.
Die Illustrationen sind düster, detailreich und dynamisch und ergänzen die Story auf ansprechende Weise.

Am ehesten lässt sich der Titel vom Inhalt und Stil her mit Reihen wie „Hellsing“, „Trinity Blood“ und „Priest“ vergleichen. Er wendet sich an Leser ab 16 Jahren, die neuen Strömungen im Horror- bzw. Vampir-Genre aufgeschlossen gegenüber stehen, eine actionreiche Abenteuerhandlung und aufwändige Zeichnungen mögen.

hinzugefügt: November 2nd 2008
Tester: Christel Scheja
Punkte:
zugehöriger Link: Carlsen
Hits: 1548
Sprache:

  

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