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Die Schatzjägerin 7: Das Mysterium, G. Arentzen (Buch)

Die Schatzjägerin 7
G. Arentzen
Das Mysterium
Romantruhe, 2007, Paperback, 160 Seiten, 9,95 EUR, ISBN 978-3-937435-31-2

Von Carsten Kuhr

Mit diesem Band geht der erste Zyklus um die Schatzjägerin zu Ende.
Nachdem Jaqueline Berger im letzten Roman in Haiti nicht nur die dunklen Beschwörungen des Voodoo-Zauberers überstanden, sondern auch die letzten Hinweise gefunden hat, macht sie sich, zusammen mit ihren Freunden auf nach Südfrankreich.
Im Languedoc, im Reich der untergegangenen Katharer und Templer muss sich das Mysterium befinden, dem sie seit Monaten nachgejagt sind, und das schon so viele Menschenleben gekostet hat. Noch auf dem Weg zu ihrem Ziel werden sie erneut überfallen. Weitere Freunde Jaquelines werden getötet, die Auseinandersetzung spitzt sich immer mehr zu.
Im Höhlensystem unterhalb von Rennes-les-Bains dann muss die Schatzjägerin, all ihrer Freunde beraubt allein die letzte Prüfung bestehen, bevor sie in das Geheimnis eingeweiht werden kann, das die Welt, wie wir sie kennen, vernichten könnte ...


Sieben Bände des weiblichen Indiana Jones, das sind gut elfhundert Seiten spannende Verfolgungsjagden quer über den Kontinent, immer auf den Spuren der Vergangenheit. Das sind aber auch Romane voller Cliffhanger und Gewalt, voller Spannung und unerwarteter Offenbarungen.

Arentzen hat sich nach einem fulminanten Auftakt und einem kurzen Durchhänger im zweiten Band von Paperback zu Paperback gesteigert. Aus stereotypen Figuren schuf er nach und nach Menschen mit Ecken und Kanten, verpasste seiner Hauptperson gar ein Coming-Out als Lesbe, und schilderte einfühlsam deren Schwierigkeiten, sich selbst als Frau die Frauen liebt anzunehmen.

In diesem den Zyklus abschließenden Band ging es für meinen Geschmack ein wenig arg heftig zur Sache. Da werden Menschen gleich reihenweise erschossen, Leichen mittels Splittergranate geschändet, unsere Protagonistin entpuppt sich als gnadenlose Mörderin ohne Gewissen oder Unrechtsbewusstsein. Das alles zwar durch den Verlust weiterer enger Freunde und Helfer begründet, aber das ist dann doch starker, zu starker Tobak für meinen Geschmack.

Die Auflösung des Rätsels ist überraschend und so mit Sicherheit nicht vorhersehbar, auch wenn der Handlungsbogen ein paar mal stockt. Hier merkt man dem Text einfach auch an, dass sich der Autor vom Umfang her beschränken musste, dass er nicht genügend Platz für weitere logische Hinweise und Erklärungen hatte.

Bedenkt man, dass die Bände den Bereich des phantastischen Abenteuers abdecken sollten – so zumindest vermute ich die Vorgabe des Verlags – hat Arentzen insgesamt gesehen gute, weil spannende und farbenprächtige Action abgeliefert. Einzelne stilistische Schwächen, gerade in den ersten Romanen, besserten sich zusehends, und der Leser wartet gespannt, wie es der „Frührentnerin“ Jaqueline Berger zukünftig ergehen wird.

hinzugefügt: September 19th 2007
Tester: Carsten Kuhr
Punkte:
zugehöriger Link: Romantruhe
Hits: 1261
Sprache: german

  

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