Boxoffice: „Avatar“ ist der erste 2-Milliarden-Dollar-Film
Datum: Monday, 01.February. @ 11:29:28 CET
Thema: Kino


In der siebten „Avatar“-Woche fallen so langsam auch noch die letzten Rekorde: Dem Epos von James Cameron gelang es als erstes in der Filmgeschichte, weltweit über zwei Milliarden Dollar einzuspielen, ferner ist der letzte noch verbleibende Rekord, das US-Einspiel von „Titanic“, in Sichtweite und wird vermutlich Dienstag fallen. Erstaunlicher ist aber, dass „Avatar“ nach wie vor mit hoher Geschwindigkeit unterwegs ist und nur wenig nachgibt. Was dafür spricht, dass außerordentlich viele Kinozuschauer bereits mehrfach die Reise nach Pandora angetreten haben.

So verlor der Film in den USA und außerhalb jeweils keine 20 Prozent und spielte in den USA am Wochenende noch einmal 30 Millionen (Wochenende davor: 34,9 Millionen) Dollar ein, während er außerhalb der USA noch einmal 95 Millionen (Wochenende davor: 107 Millionen) einspielte und sich die Gesamtergebnisse inzwischen wie etwas nicht mehr von dieser Welt lesen: Gesamteinspiel USA: 595 Millionen Dollar, Gesamteinspiel außerhalb der USA: 1,445 Milliarden Dollar, Gesamteinspiel weltweit: 2,039 Milliarden Dollar, mithin über 2 Milliarden Dollar.
Letzter verbleibender Rekord sind nun noch die 601 Millionen Dollar, die „Titanic“ in den USA Anfang 1998 einspielte, dieser Rekord wird vermutlich am morgigen Dienstag fallen, an welchem auch die Oscar-Nominierungen bekanntgegeben werden. „Avatar“ ist in den USA auf Kurs über 700 Millionen Dollar jetzt, während er weltweit Kurs nimmt auf 2,5 Mrd. Dollar, eine noch vor einem Monat unvorstellbare Zahl, zum damaligen Zeitpunkt wurden kühne Prognosen um die 1,5 Mrd. Dollar weltweit gemutmaßt. Das siebte Wochenende durchgehend völlig unangefochten an der Spitze sorgt nun dafür, dass gerade in den USA Boxoffice-Kolumnisten öffentlich bekannten, dass sie einfach nicht mehr wissen, was sie jetzt noch über „Avatar“ schreiben sollen.

Während der Rachethriller „Edge of Darkness“ mit 17 Millionen Dollar in den USA ganz ordentlich für einen Film startete, dessen Star Mel Gibson seit „Signs“ acht Jahre nicht mehr im Kino zu sehen gewesen war (gleichwohl weit entfernt von den Zahlen des letztjährigen Rache-Hits „Taken“ mit Liam Neeson) erwischte es den Engel-Film „Legion“ recht hart, dieser stürzte von der 2 auf die 6 ab und wird bei einem Gesamteinspiel von jetzt 28 Millionen Dollar Mühe haben, die 50 Millionen Dollar zu erreichen, er ist damit aber immerhin erfolgreicher als der ebenfalls postapokalyptische Vampirfilm „Daybreakers“, dem bei jetzt 29 Millionen Dollar bereits die Luft ausgeht. Denzel Washingtons postapokalyptischer (ja, im Januar starteten drei solche Filme hintereinander) Film „The Book of Eli“ ist mit jetzt 74,4 Millionen Dollar immer noch auf Kurs 90-100 Millionen Dollar Gesamteinspiel, was ein ordentliches Ergebnis wäre und der erste richtige kommerzielle Hit für das Regie-Duo Hughes Brothers. Während Peter Jacksons Sebold-Adaption „In meinem Himmel“ („The Lovely Bones“) bei mäßigen 38 Millionen Dollar in der dritten Woche Masseneinsatz steht, ist Guy Richies Neuinterpretation von „Sherlock Holmes“ mit Robert Downey jr. und Jude Law mit 197 Millionen kurz davor, die 200 Millionen Dollar-Hürde zu nehmen, diese wird spätestens nächstes Wochenende fallen.

Text: Oliver Naujoks





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