Die Top-Hits im kommenden Halbjahr
Datum: Tuesday, 24.March. @ 19:08:21 CET
Thema: Literatur


Zweimal jährlich fragt Phantastik-News.de die Herausgeber der wichtigsten deutschsprachigen Reihen im phantastischen Bereich nach ihren Lieblingstiteln im kommenden Halbjahr. Hier sind die Antworten für die die kommenden Monate.

Bastei-Lübbe

1) Neal Asher: „Cormacs Krieg“
Ein Thriller aus der Feder eines Science-Fiction-Meisters.
Eine künstliche Intelligenz greift die Menschheit an, mit einer extrem fortschrittlichen Technik. Doch die Angriffe wirken zunehmend zusammenhanglos. Als beinahe ein ganzer Planet ausgelöscht wird, schaltet sich Agent Ian Cormac ein. Cormac hat seit kurzem hat eine neue Fähigkeit, über die eigentlich kein Mensch verfügen sollte. Diese Fähigkeit führt ihn auf eine entsetzliche Fährte, die sein bisheriges Dasein zutiefst erschüttert. Der Untergang der Menschheit scheint nur eine Frage der Zeit...

2) Alexander Lohmann „Der Tag der Messer“
Wer „Gefährten des Zwielichts“ gelesen hat, weiß, dass ihn hier Fantasy allererster Güte erwartet.
Die Gnome sind das kleinste Volk der Finsternis. Durch ihre Magie können sie sich sogar noch weiter verkleinern: bis auf die Größe eines Käfers. Säle, Kammern, Verliese, Truhen: Nichts ist ihnen verschlossen. Das macht sie zu guten Attentätern. Und als innere Unruhen das Reich der Finsternis zu zerreißen drohen, machen sie sich ihre Fähigkeit zunutze...
Für alle Fans von „Die Orks“, „Die Zwerge“ und „Die Goblins“!

3) Uschi Zietsch: „Nauraka“
Ein Standalone-Roman über die Welt Waldsee!
Sie atmen Wasser und wandeln auch auf der Erde. Sie haben Fähigkeiten, die die eines gewöhnlichen Sterblichen bei weitem überschreiten. Sie sind die Nauraka, und sie leben auf Waldsee, einer Welt voller mystischer und absonderlicher Wesen und Dämonen. Erenwin ist einer von ihnen. Eines Tages findet Erenwin auf dem Meeresgrund einen alten Gegenstand: eine seltsame Perle. Plötzlich hört er merkwürdige Stimmen, und dann taucht vor ihm ein Geschöpf aus den dunklen Fluten auf, ein Geschöpf, wie es von den Nauraka noch niemand zuvor gesehen hat ...

plus das Paperback
Joshua Palmatier: „Die Assassine“
High Fantasy von ungewöhnlich hoher Qualität.
Das Böse kommt meist gut getarnt. Außer, du kannst es sehen... Eine Stadt im Bann eines magischen Throns. In den Palästen und Hallen herrscht trügerischer Friede. Doch in den Gassen der Unterstadt leben die Menschen in bitterer Armut. Als obdachlose Waise hat Varis gelernt zu kämpfen. Dabei hilft ihr ihre besondere Gabe: Sie kann die wahre Natur der Menschen sehen. Eines Tages tritt ein Meister-Assassine an sie heran und bietet ihr Arbeit an. Varis soll für das Gute töten. Doch was soll sie tun, wenn sie erkennt, dass auch in den Guten das Böse wohnt?

Ruggero Leò, Bastei-Lübbe


Blanvalet

Meine persönlichen Top 3 des Programms auszuwählen, fiel mir diesmal recht schwer. Ich konnte mich nicht entscheiden. Musste ich aber ... Darum diesmal ohne Wertung, welcher der drei Titel der allerbeste ist. Die Reihenfolge entspricht den Erscheinungsterminen der Titel.

Ich bin der Kollegin, die mir Torsten Fink vor zwei Jahren vermittelt hat, immer noch dankbar. Er hat mit „Die Tochter des Magiers“ einen großartigen All-Age-Dreiteiler geschrieben, der sich vor „Die Gilde der Schwarzen Magier“ von Trudi Canavan nicht verstecken muss.
Maru ist eine Sklavin. Auf sie wartet der Dienst in einer Palastküche oder auf den Feldern vor der Stadt. Bis sie vom skrupellosen Tasil gekauft wird - der Maru als Figur in seinem gefährlichen Spiel um Reichtum und Macht missbraucht. Und auch der uralte Daimon Utukku
entwickelt Interesse an der jungen Frau und bietet ihr seine Hilfe an - doch die hat ihren Preis...
Während Maru im ersten Band „Die Diebin“ noch von den Geschehnissen um sich herum ziemlich hilflos hin und her geworfen wird, entwickelt sie sich im Laufe der Handlung zu einer selbstbewussten jungen Frau. Tasil, Marus Besitzer, scheint manchmal im Gegenzug von ihr dahingehend beeinflusst zu werden, dass er seine Sklavin mit anderen Augen sieht -
aber solche Momente vergehen schnell wieder. Bis zum Finale, wenn er ...
Lassen wir das. Auch Utukku macht eine Wandlung durch, und natürlich hat er ganz eigene Pläne.
Warum ist diese Trilogie etwas Besonderes? Torsten Finks Schreibstil ist hier als Erstes zu nennen. Er schreibt einfach großartig. Dadurch erwachen alle seine Charaktere, ob wichtig oder nicht, zum Leben. So hilflos Maru anfangs auch wirkt, so ist ihre Entwicklung doch absolut glaubhaft. Und selbst Tasil, der wirklich kein netter Mensch ist, ist einem manchmal sympathisch. Aber vielleicht ist das auch nur die Faszination für die dunkle Seite der Menschen in mir ...


Jim Butchers „Codex Alera“ ist völlig anders, wenn es natürlich auch Parallelen zu entdecken gibt.
In Alera kann eigentlich jeder Elementare - die Geister der sechs Elemente - beschwören und um Hilfe bitten. Wird man von einem Luftelementar unterstützt, kann man fliegen oder ewig unter Wasser bleiben. Holzelementare lassen selbst die Bäume für ihren Beschwörer kämpfen. Es ist also eine sehr von Magie bestimmte Welt, in der der junge Tavi aufwächst - als Einziger, der nicht zaubern kann. Dennoch ist es an ihm, das Reich Alera zu retten, als die
nichtmenschlichen, bösartigen Marat über die Pässe kommen. Dass er gleichzeitig noch in eine Intrige gegen den Herrscher des Reiches gezogen wird, erleichtert die Sache nicht gerade.
Was gefällt mir so daran? Tavi leidet zwar natürlich darunter, die Elementare nicht beherrschen zu können. Aber diese Tatsache ist nicht handlungsbestimmend für das Buch. Es ist eben so. Es wird auch nicht - mit einer moralischen Botschaft - so gedreht, dass er gerade dadurch etwas Besonderes ist oder dass er nur deshalb das Reich retten kann. Tatsächlich wäre für ihn vieles einfacher, würde auch nur ein einziger Elementar auf ihn hören. Außerdem hat das Buch einen Vorteil, den man meiner Meinung nach viel zu selten hat - es ist wahnsinnig schnell und vollgepackt mit Handlung.

Letztes Mal habe ich über den ersten Roman von Jeaniene Frost berichtet, und ich lasse es mir nicht nehmen, dieses Mal von dem zweiten zu schwärmen. „Kuss der Nacht“ steht seinem Vorgänger in nichts nach - genauso schnell, genauso sexy, genauso sarkastische, lustige oder treffende Wortgefechte.
Inzwischen jagt Cat die Untoten nicht mehr auf eigene Faust, sondern für die Regierung. Mit Bones hat sie keinen Kontakt mehr, bis ... ja ... bis jemand ein Kopfgeld auf sie aussetzt. Denn jetzt ist Bones ihre beste Chance, das Ganze zu überleben. Aber jeder, der Bones kennt, ahnt
bereits, dass er seine eigenen Pläne mit ihr hat.
Wieso mache ich gerade Werbung für einen zweiten Band? Weil ich wirklich und wahrhaftig davon überzeugt bin, dass Jeaniene Frost eine der ganz großen des Genres ist. Der Band fällt gegenüber dem ersten nicht ab. Cat und Bones sind weiterhin ein gnadenlos gutes Gespann -- egal, ob mit oder gegeneinander. Und alle, die von dem Schluss des ersten Bandes nicht so begeistert waren - ich verstehe wirklich nicht, wieso, ich fand ihn sehr gut -, werden das Finale des zweiten Bandes lieben.
Versprochen!

plus: Penhaligon
Das wurde auch Zeit! Trudi Canavan kehrt nach Kyralia und zur Gilde der Schwarzen Magier zurück. Wenn ich „Das Zeitalter der Fünf“ auch sehr gut finde - es ist nicht „Die Gilde der Schwarzen Magier“. Zunächst habe ich etwas bedauert, das Trudi Canavan nicht sofort Soneas Geschichte weitergeschrieben, sondern zunächst das Prequel abgeliefert hat. Aber „Magie“, Penhaligons Spitzentitel im Sommer 2009, hat mich eines Besseren belehrt.
Die junge Tessia lebt als Tochter eines Dorfheilers in der tiefsten Provinz Kyralias, unweit der Grenze zum benachbarten Sachaka. Ihr sehnlichster Wunsch ist es, später selbst einmal als Heilerin zu arbeiten - ein Wunsch, von dem sie weiß, dass er sich wohl niemals erfüllen wird. Doch dann setzt sie sich auf erstaunliche Weise gegen die rüden Annäherungsversuche eines sachakanischen Magiers zur Wehr - und ihr Lehnsherr Lord Dakon erkennt, dass Tessia über natürliche Magie verfügt.
An dem Tag, da er Tessia zu seinem Lehrling macht, scheint sich alles zum Guten zu wenden - wäre da nicht der zweite Lehrling Jayan, der ihr kühl und ablehnend begegnet. Aber all das wird bedeutungslos, als die Sachakaner das Land überfallen.
„Magie“ spielt einige Zeit vor „Die Gilde der Schwarzen Magier“, und noch gibt es weder die Gilde noch die Akademie. Und genau darum geht es für den Sonea-Fan in diesem Buch. Wie ist es dazu gekommen? Warum wurde die Akademie gegründet? Was war mit dem lang vergangenen Krieg gegen Sachaka, von dem in den Gilde-Büchern gesprochen wird?
Wenn ich jetzt von einem „Muss für alle Sonea-Fans“ schreibe, ist das natürlich übertrieben. Niemand /muss/ diesen Roman lesen -- aber man sollte!

Holger Kappel, Blanvalet Fantasy


Lyx

Dacre Stoker & Ian Holt: „Dracula - Der Unsterbliche“
Wer glaubt, der Urvater aller Blutsauger hätte im Boom der romantischen Vampire ausgedient, der irrt sich gewaltig. Es gibt eben nur ein Original, und, wie sich herausstellt, ist Dracula nicht nur als literarische Figur unsterblich. Bram Stokers Großneffe persönlich lässt den Grafen wieder auf die Bühne treten. Die Handlung spielt 25 Jahre nach dem vermeintlichen Ende des Vampirs. Jonathan Harkers Sohn Quincey muss in die Fußstapfen seines Vaters treten und sich der untoten Bedrohung stellen. Dacre Stoker und sein Co-Autor Ian Holt hatten Zugang zu unveröffentlichtem Originalmaterial des Altmeisters. „Dracula – Der Unsterbliche“ erscheint in einer hochwertigen Hardcover-Ausgabe, eine Premiere bei Lyx!

Amber Benson: „Jenseits GmbH - Lieber Tod als Teufel“
„Buffy“-Star Amber Benson (Tara) ist ein wahres Multitalent. So hat sie sich in den letzten Jahren einen Namen als Autorin und Filmemacherin gemacht. „Lieber Tod als Teufel“ ist ihr Solo-Debüt als Romanautorin. Und wer hofft, in dem frechen Urban-Fantasy-Abenteuer etwas vom Flair und Witz der „Buffy“-Serie zu finden, wird nicht enttäuscht werden. Callie, deren Vater niemand anders als der Tod ist, muss das Familienunternehmen, die Jenseits GmbH, retten. Dabei schlägt sie sich mit launischen Göttern, Höllenhunden und vor allem dem Protégé des Teufels herum, der ihr den Posten als Tods Nachfolgerin streitig machen will.

Scott Bowen: „Knoblauch, Kreuz und Weihwasser – Handbuch für Vampirjäger“
Dass Vampire mitten unter uns leben, weiß mittlerweile jeder. Doch nicht alle sind so diszipliniert wie Edward aus „Twilight – Bis(s) zum Morgengrauen“. Die meisten mögen nun mal am liebsten unser Blut. Gut, wenn man dann mit den Verhaltensweisen und Gewohnheiten der unsterblichen Blutsauger vertraut ist. Knoblauch, Kreuz und Weihwasser – Handbuch für Vampirjäger vermittelt die wichtigsten Grundlagen, um gegen die Nachtgeschöpfe zu bestehen: Woran erkennt man einen Vampir, wie wehrt man einen Angriff ab? Und welche Fallen funktionieren überhaupt? Diese und andere existentiellen Fragen werden in diesem absolut unverzichtbaren Standardwerk ausführlich erörtert - mit praktischen Anleitungen!
Der Autor Scott Bowen ist ein absoluter Experte, er lebt und arbeitet in New York – der Vampirmetropole schlechthin – und hat nach eigenen Angaben bereits drei Blutsauger erlegt. Ein Muss für alle Fans von Vampirromanen und Leser witziger Sachbücher im Stil von Max Brooks Der Zombie Survival Guide.

Lori Handeland: „Die Phoenix-Chroniken – Asche“
Toughe Heldinnen, die sich ihrer Haut zu wehren wissen und keinen starken Mann mehr brauchen, der sie beschützt – in der neuen Urban-Fantasy-Serie „Die Phoenix-Chroniken“ von Lori Handeland, Autorin der erfolgreichen Werwolf-Romane bei Lyx, steht eine solche Frau im Mittelpunkt. Es geht um nicht weniger als den Weltuntergang, den Elizabeth Phoenix gemeinsam mit ihrem ehemaligen Geliebten Jimmy Sanducci verhindern muss. Ohne es zu ahnen, gerät sie zwischen die Fronten DES Krieges zwischen Gut und Böse, der letzten Schlacht, in der das Überleben der ganzen Menschheit auf dem Spiel steht. Faszinierend, erotisch und unglaublich packend erzählt.


Heyne

Greg Bear: „Die Stadt am Ende der Zeit“
„Träumen Sie von einer Stadt am Ende der Zeit?“ Mit dieser Kleinanzeige in etlichen Seattler Tageszeitungen beginnt einer der faszinierendsten und zugleich maßlosesten Science-Fiction-Romane der letzten Jahre. „Die Stadt am Ende der Zeit“ markiert Greg Bears Rückkehr zu einer SF, die sich nichts Geringeres auf die Fahnen geschrieben hat, als die größte Geschichte von allen zu erzählen - die Geschichte des Universums, in dem wir leben. Bear verwebt dafür unsere Zeitebene mit einer, in der die Zeit selbst an ihr Ende zu kommen scheint und in der sich die letzten Menschen eines sterbenden Kosmos in eine Stadt geflüchtet haben, eine Stadt, deren Technologie so weit fortgeschritten ist, dass man sie (Arthur C. Clarke lässt grüßen) von Magie kaum mehr unterscheiden kann - und die Art und Weise, wie der Autor das tut, trägt Züge des Genialen. Dass der Roman dann in der zweiten Hälfte etwas außer Kontrolle gerät, nun gut. Immerhin ist es die größte Geschichte von allen. Und die kann man ja eigentlich gar nicht erzählen.

Peter V. Brett: „Das Lied der Dunkelheit“
Unbestritten, dass die Fantasy derzeit die erfolgreichste Spielart der phantastischen Literatur ist. Und unbestritten, dass sie von Erzählschemata und Versatzstücken zehrt, die, gelinde gesagt, schon etwas in die Jahre gekommen sind. Umso erfreulicher ist es, dass sich gerade eine Riege junger Autoren aufmacht, diesen Versatzstücken ihren ganz eigenen, sozusagen popkulturellen Spin zu geben: Joe Abercrombie, Brendan Sanderson, Patrick Rothfuss. Und Peter V. Brett. Er entwirft in seinem Debütroman „Das Lied der Dunkelheit“ eine archaische Welt, in der des Nachts Dämonen aus dem Erdboden emporsteigen und die Menschen terrorisieren. Und wie viel Mut es tatsächlich kostet, sich diesen Gefahren und der eigenen Furcht zu stellen, das muss der junge Arlen bald am eigenen Leib erfahren... „Das Lied der Dunkelheit“ ist Fantasy, wie man sie so noch nicht gelesen hat - eine Melange aus Tolkien und Lovecraft, eine Paranoia-Geschichte, die perfekt in unsere Zeit passt.

Robert Sheckley: „Der widerspenstige Planet“
Robert Sheckley ist einer der großen literarischen Helden aus jener Zeit, in der die Science Fiction wurde, was sie ist. Und wie so viele Helden der fünfziger Jahre ist er weitgehend in Vergessenheit geraten. Zu Unrecht! Sheckleys Erzählungen - Romane schrieb er erst später, doch die lange Form lag ihm nicht wirklich - gehören auch heute noch zu den originellsten, unterhaltsamsten, wahnwitzigsten, lustigsten, durchdachtesten und überhaupt besten, die das Genre hervorgebracht hat. Er hat nicht nur am laufenden Band Ideen produziert, die Legionen von anderen Autoren als Vorratskammer gedient haben, er hat diese Ideen auch brillant umgesetzt: Das Mittel der Peripetie etwa bekommt bei ihm eine ganz eigene, völlig irrwitzige Bedeutung. Robert Sheckley ist 2005 gestorben - dieser Band soll sein Andenken ehren.

plus
Celine Kiernan: „Schattenpfade“
„Schattenpfade“ ist das, was man gemeinhin als „All Age Fantasy“ bezeichnet, das also, was die Buchläden gerade tausendfach überschwemmt. Celine Kiernan allerdings ist keine Fünfzehnjährige, die ihr Poesiealbum eben mal zu einem Roman umfunktioniert hat, sondern eine gestandene Schriftstellerin. Und „Schattenpfade“ ist auch kein Hoppla-hier-komm-ich-und-mein-Drache-Roman, sondern eine klug konstruierte, ganz zart erzählte Geschichte aus einer Zeit, in der die Magie noch Teil des Alltags war, in der einem die Katzen so manches Geheimnis verrieten und in der man zuweilen richten musste, was die Erwachsenen vermasselt haben. Gut, an Letzterem hat sich ja nicht viel geändert... Celine Kiernan kommt aus Irland, und man spürt in jedem Satz, den sie schreibt, den archaisch-verspielten Zugang zum Phantastischen, den ihr Land seit jeher pflegt. Eine echte Entdeckung, diese Autorin!


Piper

Jonathan Barnes: „Das Königshaus der Monster“
Nicht umsonst wurde der Brite Jonathan Barnes für sein Debüt „Das Albtraumreich des Edward Moon“„ als sensationelle neue Stimme der modernen Fantasy gefeiert. Bizarr, spannend, ironisch und quer - irgendwo zwischen Susanna Clarke und Neil Gaiman ist auch Barnes neuer Roman „Das Königshaus der Monster“ angesiedelt: Das Empire ist bedroht, seit das Königshaus vor Jahrhunderten einen verhängnisvollen, dämonischen Pakt schloss. Ausgerechnet ein Archivar soll die Katastrophe abwenden. Doch zwei erbarmungslose Killer mit ausgeprägtem Gefühl für schlechte Witze und blutige Mordtaten sind ihm dicht auf der Spur. Ja, die Präfekten aus dem Albtraumreich sind zurück! Ein herrlich düsterer Spaß und eines der erfrischendsten Bücher des Jahres.

Markus Heitz: „Gerechter Zorn - Die Legenden der Albae 1“
Die Albae - alle „Zwerge“-Fans wissen, dass sie düstere Krieger sind, danach trachtend, ihre Gegner zu vernichten, getrieben vom unbedingten Willen zum Sieg. Doch jetzt erfahren wir, das noch viel mehr hinter den faszinierenden Geschöpfen steckt: Gemeinsam mit den Albae Caphalor und Sinthoras ziehen wir in den Kampf gegen ihre Feinde. Und plötzlich begreifen wir, was die Albae antreibt. Wir denken wie sie. Wir fühlen wie sie. Wir lieben und wir hassen wie sie...
Der neue Roman von Markus Heitz ist mehr als ein spannendes Fantasy-Epos voller Action und unvorhergesehener Wendungen - er schlägt ein ganz neues Kapitel der faszinierenden Welt auf, die wir in „Die Zwerge“ kennenlernten und die uns nicht mehr loslässt. Zweifellos ein Buch, das in keinem Regal fehlen darf.

Michael Peinkofer: „Die Zauberer“
Seine schnellen und turbulenten Romane um „Die Orks“ waren allesamt Bestseller. Nun führt uns Michael Peinkofer zu den Zauberern, uralten Wesen aus der Vergangenheit von Erdwelt. Ihre Macht ist grenzenlos und ihre Weisheit unerreicht - oder doch nicht? Die Zauberer wachen über den Frieden in einem Reich, das in einen furchtbaren Krieg zu stürzen droht. Drei Novizen kommen in der Festung im ewigen Eis zusammen, um das Handwerk der Zauberer zu erlernen und die Welt in Frieden zu einen. Unter ihnen ist die betörend schöne Alannah, die noch nichts von ihrem Schicksal ahnt, einmal Königin zu werden. Denn zunächst sind nicht nur schwierige Prüfungen zu bestehen, sondern es droht auch Gefahr aus
eigenen Reihen. Und der Tag der vernichtenden Schlacht rückt näher...
Michael Peinkofer beweist erneut, warum er zu den beliebtesten Fantasy-Schriftstellern unserer Zeit gehört. Nicht nur für „Ork“-Fans ein Muss!

Wladimir Wassiljew: „Bewahrer des Chaos“
Endlich der neue Roman aus der Welt der „Wächter der Nacht“.
Seit Jahrhunderten schützen die Wächter des Tages und der Nacht die Grenze zwischen unserer Welt und der Anderswelt. Sie sorgen dafür, dass der Große Vertrag, den die Gegner einst schlossen, eingehalten wird. In St. Petersburg aber respektieren dunkle Andere, sogenannte Wilde, die alten Abkommen nicht länger...
Sergej Lukianenkos Kultromane um die „Wächter“ haben noch nicht alles erzählt. Wladimir Wassiljew, der offizielle Co-Autor von „Wächter des Tages“, führt die düstere Saga einem neuen Höhepunkt entgegen. Sergej Lukianenko höchstpersönlich gab diesem fesselnden Action-Feuerwerk seinen Segen - lest selbst, warum.

Carsten Polzin, Piper


Zusammenstellung: C. Kuhr





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