Boxoffice USA: Zwei Remakes zwingen „Watchmen“ nieder
Datum: Sunday, 15.March. @ 18:14:41 CET
Thema: Kino


Gleich zwei Phantastik-Remakes starteten dieses Wochenende in den USA. Neu auf Platz 1 mit ca. 25 Millionen Dollar findet sich eine Neuverfilmung des US-SF-Kinderklassikers „Flucht zum Hexenberg“ aus dem Jahr 1975, diesmal mit Dwayne „The Rock“ Johnson, und auf Platz 3 steigt mit 14,7 Millionen eine Neuauflage von Wes Cravens Backwood-Klassiker „Das letzte Haus links“ aus dem Jahr 1972 ein. „Watchmen“ fällt mit erschreckenden fast 70% und nur noch 18 Millionen Dollar Einspiel auf Platz 2.

„Flucht zum Hexenberg“ („Escape To Witch Mountain“) erlebte in den USA damals sowohl eine Fortsetzung, als auch in den 90ern ein TV-Remake und ist ein recht beliebter Stoff um zwei wie Kinder aussehende Außerirdische mit magischen Kräften. Dwayne Johnson wurde wieder von Andy Fickman inszeniert, dieses Gespann lieferte schon vor zwei Jahren das recht erfolgreiche The-Rock-Vehikel „Daddy ohne Plan“ ab. „Race to Witch Mountain“, wie dieses Remake jetzt heißt, bekam von Kritikern einen recht hohen Unterhaltungswert und Anziehungskraft für alle Altersgruppen bescheinigt. Das Original erreichte bei uns nur wenig Verbreitung, bei wie Kinder aussehende Außerirdische denken wohl die meisten immer noch an H7-25.

Mit „Last House on the Left“ startet ein weiteres Horror-Remake. Wes Cravens Original von 1972, der bei uns auf Video auch als „Mondo Brutale“ ausgewertet wurde, gilt aufgrund seiner kompromisslosen Härte, seinen Sadismen und seines Selbstjustizthemas als eher härterer Vertreter des 70er-Jahre-Horrorkinos und auch wenn dem Remake deutlich mehr Glätte und Stromlinienförmigkeit nachgesagt wird, gilt es ebenfalls als vergleichsweise eher ruppiger moderner Genre-Vertreter. Mit deutlich anderer Ausrichtung: War im Original eine Rache-Aktion nur ein Epilog am Ende, stellt sie hier die zweite Hälfte des Films und damit das Zentrum dar.

Zack Snyders „Watchmen“ wird mit 86 Millionen Dollar nach zwei Wochen nun Schwierigkeiten haben, ein Einspiel von 120 Millionen Dollar in den USA zu erreichen und da auch die Einspielergebnisse weltweit weit unter den Erwartungen zurückblieben, dürfte es bei einem Budget von 150 Millionen Dollar plus hoher Marketing-Kosten und durch einen gerichtlichen Vergleich festgelegte Zahlungen an den Mitbewerber Fox eine ganze Weile dauern, bis die Verfilmung der unter Fans verehrten Comic-Vorlage die Gewinnzone erreicht. Wenn überhaupt.

Text: Oliver Naujoks





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