Es ist amtlich: Der „Terminator“ ist Hochkultur
Datum: Tuesday, 30.December. @ 16:38:19 CET
Thema: Kino


Die US-amerikanische Nationalbibliothek hält seit 1989 auch ein Filmarchiv vor, welches jedes Jahr um 25 Filme ergänzt wird, die nach ihrer ästhetischen, kulturellen oder geschichtlichen Bedeutung ausgewählt werden. Diese Filme werden dort in bestmöglichen Kopien möglichst sicher für die Nachwelt aufgehoben. Filme, die dort aufgenommen werden, können mit Fug und Recht als kanonisiert angesehen werden. Zu den 25 Aufnahmekandidaten dieses Jahr gehört neben vielen Film-Klassikern auch James Camerons wegweisender SF-Thriller von 1984, der Arnold Schwarzenegger weltberühmt machte: „Der Terminator“.

„The Terminator“, für nur 7 Millionen Dollar hergestellt, gilt sowohl in der Geschichte des SF-Films, als auch in handwerklicher Hinsicht als bahnbrechend und etablierte Schwarzeneggers Satz: „I’ll be back“ in der Populärkultur. In der ungekürzten Fassung in Deutschland nach wie vor auf dem Index der Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (in Kaufhäusern und im TV bekommt man meist nur eine erheblich gekürzte FSK 16-Fassung zu sehen), können sich inzwischen selbst verzärtelte Filmkritiker mit diesem Werk anfreunden, dessen Ruhm über die Jahre sich gemehrt hat.

Aus der offiziellen Begründung für die Aufnahme in das Archiv: „(..)Mit kleinem Budget, aber erschaffen mit Herz, Verve, Einbildungskraft und superben Stan Winston-Effekten, bleibt „The Terminator“ einer der besten SF-Filme in vielen Jahrzehnten“.

Auf „The Terminator“ folgte im Jahr 1991 eine Fortsetzung, „Terminator 2: Tag der Abrechnung“, die, ausgestattet mit dem damals höchsten Budget der Filmgeschichte, immens erfolgreich war (der einspielstärkste Film des Jahres) und vier Oscars gewann. 2003 kam eine weitere Fortsetzung, „Terminator 3: Rebellion der Maschinen“ hinzu, die ebenfalls so viele Fans gewinnen konnte, dass weitere Film- und TV-Fortsetzungen angeschoben wurden. So startete 2007 die TV-Serie „Terminator: The Sarah Connor Chronicles“ mit einigem Erfolg und am 28.5.2009 startet ein neuer, vierter Kinofilm namens „Terminator: Die Erlösung“, der so viel positives Vorab-Echo erzielen konnte, dass bereits mit den Arbeiten an einem fünften Kinofilm begonnen wurde.

Das Filmarchiv der US-amerikanischen Nationalbibliothek umfasst inzwischen um die 500 für die Nachwelt sicher konservierte Filme. Neben dem „Terminator“ zählen zu den Aufnahmekandidaten 2008 neben berühmten Stummfilmen wie „The Perils of Pauline“ (1914) und Erich von Stroheims „Närrische Weiber“ (1922) solche Hollywood-Meilensteine wie Howard Hawks’ „Sergeant York“ (1941), John Hustons „Asphalt Dschungel“ (1950), Elia Kazans „Das Gesicht in der Menge“ (1957) und Sidney Lumets „Der Pfandleiher“ (1964).
Neben modernen Thriller-Klassikern wie Richard Brooks’ „Kaltblütig“ (1967) und John Boormans „Beim Sterben ist jeder der erste“ (1973) wurden neben dem Schwarzenegger-Werk auch noch zwei weitere Phantastik-Filme dieses Jahr in das Filmarchiv mit aufgenommen: Der wegweisende SF-Klassiker „Der Unsichtbare“ (1933) von James Whale, sowie der Film von Nathan Juran, dessen Effekte von Ray Harryhausen ganze Generationen kleiner Jungen verzaubert haben: „Sindbads siebente Reise“ von 1958.




Quelle: The Library of Congress
http://www.loc.gov/today/pr/2008/08-237.html
Text: Oliver Naujoks





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