Erschienen: "Ini"
Datum: Friday, 31.October. @ 21:12:27 CET
Thema: Literatur


Julius von Voß verfasste 1810 eine Utopie, die neben der amüsant-unterhaltsamen Handlung zahlreiche Vorhersagen auf den Gebieten der Politik, der Technik und des Militärwesens enthielt: ein vereinigtes Europa, Spektralanalyse, künstliche Organe, Kälteschlaf, Panzer. Das alles ist in die Liebesgeschichte zwischen dem jungen Guido und dem Mädchen Ini eingebunden. Guido bereist mit seinem Lehrer Gelino das vereinigte Europa von Moskau, dem Ausbildungsort des Heers, zu den Akademien und Wintergärten in Petersburg über Berlin, dem Sitz des europäischen Bundesgerichts, bis hin zu London mit der größten Marinebasis sowie Rom, der Hauptstadt Europas. Neben den sozialen Errungenschaften schildert Voß aber auch den grenzenlosen Krieg der Zukunft.
Erstmalig seit der Erstausgabe von 1810 liegt hier die ungekürzte Fassung des Romans vor, der die damaligen technischen Errungenschaften zu einem Bild der Zukunft weiter dachte.

Der preußische Offizier und Schriftsteller Julius von Voß (1768 – 1832) verfasste mehr als zweihundert Werke, darunter Romane, Theaterspiele und Aufsätze. Er galt als aufmerksamer Beobachter des preußischen Militärs und Staates vor 1806, zu denen er zahlreiche Analysen anfertigte. Voß nahm an den Feldzügen nach Österreich und Polen teil, begegnete als junger Leutnant seinem Idol Goethe und zeigte sich gegenüber seinen Vorgesetzten als ungestümer Mensch, der mit seiner Meinung nicht zurück hielt. 1798 verließ er die Armee, unternahm eine Bildungsreise durch Europa und wurde zu einem Unterhaltungsschriftsteller.

Julius von Voß: "Ini: Ein Roman aus dem ein und zwanzigsten Jahrhundert; Eine Utopie der Goethe-Zeit."
Neu herausgegeben und kommentiert von Ulrich Blode
Utopica, Hardcover, 212 Seiten, 29,98 EUR, ISBN 978-3-938083-11-6





Dieser Artikel kommt von Phantastik-News
http://www.phantastik-news.de

Die URL für diesen Artikel ist:
http://www.phantastik-news.de/modules.php?name=News&file=article&sid=4594